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Sonntag, 30. Juli 2017

Die Tamariske blüht

Bei traumhaftem Wetter, habe ich heute einen schönen Morgenspaziergang durch den BGFAS gemacht. Wunderschön, wie sich die Blüten der Tamariske am blauen Himmel zeigen. Da bereitet der Morgenspaziergang besondere Freude.

Eigentlich wollte ich nach Kreuzspinnen schauen. Habe allerdings nicht eine entdeckt. Die Erfahrung sagt mir zwar, dass dieses gar nicht so einfach ist. Andererseits frage ich mich, wo bitteschön und wie sollen die in einer Gegend leben, in welcher praktisch jede Woche mit Laubbläser und elektrischer Heckenschere "Ordnung" gemacht wird.

Nachtrag. Habe am 3.8. die erste Gartenkreuzspinne entdeckt.

Sonntag, 27. Dezember 2015

Nachweihnachtlicher Osterspaziergang

Wie anders soll man es nennen, wenn man bei frühlingshaften Temperaturen am 27. Dezember spazieren geht? Mir jedenfalls kam es so vor, als hätten wir bereits Frühling. Und vielen anderen Menschen wird es sicher ähnlich gehen. Aber Vorsicht! Der Winter wird uns schon noch Frost bringen. 
Genossen habe ich es dennoch. Und es angenommen, wie es nun einmal ist. Auch dieses Fest soll man eben feiern, wie es fällt. 
Im kleinen Wäldchen an der Bahn hat Frau Buntspecht das Wetter genutzt und fleißig gearbeitet. Ich werde es ihr nachtun und morgen auch wieder zur Schicht gehen. Unabhängig vom Wetter.
An vielen Stellen blüht Kerria japonica zum wohl dritten Mal in diesem Jahr. Üblicherweise passiert das im Mai oder Juni und dann im September noch einmal.






Mittwoch, 16. Dezember 2015

Nüsse in der Adventszeit

zu Weihnachten gehören Nüsse irgendwie mit dazu. Das hat sicher auch damit etwas zu tun, dass sich diese an Energie reichen Früchte gut aufbewahren lassen. So hat man auch in der Zeit in welcher in unseren Breiten nichts mehr wächst und gedeiht Nahrung. Das ist alt überliefert und schon zu Zeiten der Steinzeit gehörte z.B. die Haselnuss zu den wichtigen Nahrungsmitteln, welche gesammelt und gelagert wurden. So hatte man Reserven für die arme Zeit des Winters. 
Kein Wunder, dass die Wintersonnenwende schon immer ein besonderes Ereignis darstellte und uns Menschen darauf freuen ließ, dass die Tage wieder länger werden und die Natur in absehbarer Zeit wieder erwacht. Der Oberen des bei uns vorherrschende christliche Glaubens, haben dann auch den Geburtstag des Religionsstifters aus Nazareth auf diese Zeit verlegt. So konnte man altes Brauchtum gut mit dem neuen Glauben verquicken. 
Nüsse sind selbstredend auch für andere Tiere ein gutes Futter. Gestern traf ich auf dem Wege von der Post, bei welcher ich ein Weihnachtspäckchen zum Versand nach Japan abgegeben hatte, eine Nebelkrähe. Diese hatte eine große Walnuss gefunden und trug sie nun im Schnabel hin und her. Überlegend, wie sie wohl an das leckere Innenleben heran kommt. Gern hätte ich geholfen, diese Nuss zu knacken. Ich blieb also stehen und unterhielt mich einige Minuten mit dem Vogel. Bot ihm mehrfach an, die Nuss zu öffnen. Das Tier hörte mir auch aufmerksam zu, legte die Nuss manchmal ab und blieb in meiner unmittelbaren Nähe. Letztlich vertraute sie mir aber nicht. Offenbar hatte die Nebelkrähe nicht nur gute Erfahrungen mit den Menschen

Montag, 28. September 2015

am Himmel über Lichtenberg

AM 24.9.2015 habe ich 100 m nördlich des BGAS: 4 gemeinsam fliegende Mäusebussarde gesehen. Schöne und starke Tiere. Am Hans-Zoschke-Stadion flogen zwei der Raubvögel in die Bäume hinein. Mit solcher Kraft, dass dabei ziemlich starke Zweige abbrachen und zu Boden fielen.


Donnerstag, 2. Juli 2015

Fledermäuse im BGFAS?

Berlin ist ja auch so etwas wie die Hauptstadt der Fledermäuse. Die Zitadelle in Spandau stellt ein riesiges Winterquartier für die fliegenden Säugetiere mit ihrem faszinierendem Ortungssystem dar. Aber auch in anderen Stadtgebieten existieren Fledermausquartiere und auch für Berlin Lichtenberg gibt es Nachweise dafür, dass hier Fledermäuse vorkommen. 
Als Frühaufsteher meine ich, auch im BGFAS bereits Fledermäuse gesehen zu haben. So z.B. am 25.Juni 4 Uhr hinter dem Hochhaus Frankfurter Allee 174. Möglicherweise Zwergfledermäuse (Pipistrellus pipistrellus).  Naja, so ganz sicher war ich mir da eigentlich nicht. Aber am Morgen des 1.7. sind zwei von den Tierchen direkt um mich herum geflattert. Und ich bin mir nun ziemlich sicher - es gibt hier Fledermäuse.

Sonntag, 28. September 2014

Kreuzspinne und Kreuzschnabel ...

Na, ist der Spruch noch bekannt? Na klar - Herr Fuchs aus dem Märchenland führte den häufig in der Schnauze. 

Ich möchte mich heute einmal kurz mit dem ersten Teil dieses Spruches befassen - mit Araneus diadematus, der Gartenkreuzspinne. Auch dieses, sehr schöne Tier lebt hier im Kiez. Diese Spinne mit dem (beim weiblichen Tier) ausgeprägt schönem runden Hinterteil, erkennen wir gut an dem, sich aus fünf größeren Flecken zusammengesetztem Kreuz. Befindlich an eben jenem Hinterteil. 
Kreuzspinnen sind Radnetzspinnen und gehören zu deren größten Vertretern. Der Körper kann fast 2 cm messen. Meine BGFAS Exemplare sind so zwischen 12 und 15 mm groß. Mit dem Netz fangen sie sich ihre Mahlzeiten ein - das sind herumfliegende Insekten. Auf verschiedenen Internetseiten ist nachzulesen, das Spinnen auf einem ha Wiesenland jährlich 500 kg Insekten vertilgen! Wer sich unter dem Flächenmaß ha nichts vorstellen kann - das ist etwas mehr als ein Fußballfeld lt. FIFA Normen. Die Beute wird mit Gift gelähmt und dann in einem Kokon verpackt um auf den Verzehr zu warten. Paarungswilligen Männchen kann es auch so ergehen, die Weibchen haben sie dann buchstäblich zum Fressen gern. Man kann auch sagen: die Väter geben wirklich alles für den Nachwuchs! Echte Helden.

Ein sehr attraktives Exemplar habe ich am 22.09.2013 aufgenommen. Diese hatte sich ihr Netz unmittelbar vor der Gedenktafel an der Midred-Harnack-Schule gebaut. Sie ist auf den ersten beiden Fotos zu erkennen. Auf dem unteren der beiden Fotos (auf welchem sie sich am Hinterteil kratzt), hat sie liebenswürdigerweise eine Position eingenommen, in welcher das Kreuz sehr deutlich erkennbar ist.

In diesem Jahr habe ich bislang leider noch kein Netz mit einer Kreuzspinne entdecken können. Das ist schade! Vielleicht habe ich bloß die Zeit verpasst.



Als ich jedoch am 25.09.2014 zum Einkaufen ging, lief mir jedoch eine sehr schöne alte Spinnendame über den Weg. Und das mit dem Laufen ist wörtlich gemeint. Offenbar war sie auf dem Weg, um sich ein Quartier zum Schlafen und wohl auch zum Sterben zu suchen. Ihr hohes Alter war am eingefallenem Hinterteil zu erkennen. Die Kreuzzeichnung kann man ebenfalls praktisch nicht mehr sehen. Wunderschön aber die kräftige Farbe des Tieres. Wie gesagt, sie lief mir über den Weg und wirkte dabei etwas desorientiert. In den fast 10 Minuten meiner Beobachtung lief sie zuerst von Nord nach Süd über die gesamte Breite des Weges, um nach einem halben Meter ostwärts wieder über den kompletten Weg nach Norden zu gehen. Das ist für so ein Tier recht riskant. Laufen dort doch recht viele Menschen umher.
Dieses umherirren verweist für mich auf ein Problem, welches in unseren Kulturlandschaften alle Tiere haben. Die für uns, durch die Vielzahl von Bäumen, Sträuchern, Kräutern und anderen Zeichen von Natur gegenüber den Häusern und Straßen als natürlich wirkt - ist es für die dort lebenden Tiere nicht wirklich. Unser Zwang ständig mit Besen und Staubsauger alles rein zu halten, vernichtet während dieser Aktionen massenhaft Insekten und anderes Getier. Damit werden die Nahrungsgrundlagen anderer Tiere (wie unserer Singvögel) zerstört und Rückzugsmöglichkeiten für Tiere beseitigt. Ich hatte schon einmal darüber meditiert. Es wäre sicher vernünftiger, etwas zurückhaltender vorzugehen. Nicht jede Ecke muss besenrein sein. Kreuzspinnen z.B. überwintern gern unter Laub.
Die Kreuzspinne ist im übrigen für uns Menschen harmlos. Es sei denn, wir erschrecken uns vor einer und schaden uns dadurch. Um einen Menschen wirksam zu beißen, um Gift in ihn zu verbringen, muss sie schon eine dünne Hautstelle erwischen. Das Gift ist für uns ohnehin nicht sehr wirksam und verursacht nur eine Hautrötung. Etwa vergleichbar einem Mückenstich.





































Man muss sich nur richtig Mühe geben. Beim Spaziergang am 29.9.2014 habe ich doch noch Netz und eine Gartenkreuzspinne in diesem entdeckt. Wo, das halte ich aus Schutz der Person der Dame geheim. Zumal ich mich entschuldigen muss, da ich die junge Frau beim Essen gestört habe. Außerdem habe ich sie von der Bauchseite abgelichtet. Dabei kann man recht gut die Spinndrüsen am Körperende erkennen. Außerdem sieht man deutlich den Scapus (Teil der Epigyne). Diese Abdeckung des für die Erhaltung der Art wichtigen Organs der Webspinnen verhindert die Paarung mit nicht artgleichen Männchen. Nach dem Prinzip Schloss-Schlüssel. 
Nachdem sich mein Blick für die Spinnen wieder geschärft hat, habe ich zur Zeit sechs Netze mit Gartenkreuzspinnendamen im Netz meiner Beobachtung.
Und dabei soviel entdeckt, dass daraus bald noch ein zweiter Beitrag zu diesen interessanten und nützlichen Tieren enstehen wird.

Dienstag, 16. September 2014

Schnecken - Teil 2. Unhäusig.

Im Teil 1 der im BFAS lebenden Schnecken hatte ich über Bänderschnecken berichtet. Diese gehören zu den Schneckenarten, welche traditionell ihr Haus mit sich herum schleppen. Im Post zum Südzugang konnte ich das Foto einer Weinbergschnecke zeigen. In einem zweiten, ausschließlich diesen interessanten Tieren gewidmetem Beitrag, zeige ich einige Beispiele von Schnecken, welche ihr Haus im Laufe der Entwicklung zurück bauten und sozusagen im Freien leben.
Dabei handelt es sich zum einem um die Schnegel (Limacidae) und zum anderen, um die bei Gartenfreunden extrem unbeliebten Wegschnecken (Arionidae). 
Zuerst. Auch Wegschnecken haben ihre Lebensberechtigung und gehören zum natürlich entstandenem Kreislauf der Natur. Das sie gern von "unserem" Salat naschen, gehört halt zu ihrer Lebensweise und das wir die für uns besonders unangenehmen Spanischen Wegschnecken hier leben haben, ist unsere Schuld - nicht die der Tiere. Warum haben wir sie denn hierher gebracht? Das ist aber nicht nur in diesem Falle so, dass an einer Situation Unschuldige, durch den Verursacher des Problems zum Schuldigen erklärt werden.


Etwas ausführlicher zu den sehr eleganten Schnegeln. Am Beispiel der recht häufig im BGFAS anzutreffenden Tigerschnegel (Limax maximus). Diese außerordentlich exklusiv und schön gefärbten Tiere werden bis etwa 20 cm groß. Bekannt sind sie auch durch ihr äußerst interessantes Sexualverhalten. Die kennen Positionen, welche selbst dem Kamasutra fremd sind und hängen dabei auch noch ab - chillen, sagt man wohl dazu. 
Einfach mal den hinterlegten link zu youtube anklicken!




Wie Schnegel im allgemeinen, sind sie keine Schnecken, welche im Garten Schaden anrichten, sondern Feinde der den Garten schadenden Wegschnecken. Sie haben nämlich deren Gelege zum Fressen gern. Ansonsten sind sie echte Destruenten und ernähren sich von alten organischen Stoffen. Außerdem stehen Pilz und Alge auf dem Speisezettel. Limax maximus ist ein sogenannter Kulturfolger. Er ist von Süd- und Westeuropa zu uns eingewandert. Ich weiß, klingt komisch wenn man bei Schnecken von eingewandert spricht. Aber wandern ist ja ohnehin die etwas gemütlichere Art sich in der Natur zu bewegen.


Wie unterscheidet man eigentlich die Schnegel von den Wegschnecken? Für mich als Laien. ist das deutlichste Merkmal die Position des Atemlochs. Bei Schnegeln befindet sich dieses im hinteren Teil des Mantelschildes. Außerdem sind Schnegel am Körperende deutlich gekielt. Auf den Fotos ist das gut erkennbar. Im direkten Vergleicht sieht man auch, das Schnegel insgesamt schlanker sind. Das ist jedoch sicher nicht zu verallgemeinern - auch Models sind nicht immer superschlank.














Eigentlich ist somit auch schon das Wesentliche zu den Wegschnecken (Arion) erklärt. Sie ernähren sich neben Aas gern von frischem und saftigen Pflanzen. Auch meine Mutter kann bestätigen, das Studentenblumen sehr oft auf dem Speisezettel der Wegschnecken stehen.

Sonntag, 7. September 2014

vom Süden ...

... gelangt man selbstverständlich auch in den BGFAS. Nachdem ich den Nordwest- und den Nordeingang bereits vorgestellt habe, will ich auch die Möglichkeit schildern, wie man vom Süden her in dieses kleine Paradies gelangt. Dieser ist für mich der ständige Weg zur Arbeit und zurück. Weil ich aus Gründen der gesunden Bewegung und des Genusses der Naturbeobachtung, den langen Weg zum S-Bahnhof Nöldnerplatz und nicht den nahe gelegenen U-Bahnhof Magdalenenstraße benütze um den Arbeitsweg zu bewältigen.
Am Bahnhof Nöldnerplatz geht man die Treppe hinunter und dann nach rechts. Von hier kann man nur nach links weitergehen um nach etwa 50 m nach rechts den Fußgängerweg zu beschreiten. Dieser führt unmittelbar am Bahndamm der Eisenbahnverbindung zwischen Rummelsburg und Frankfurter Allee entlang. Später unterquert der ca. 400 m lange Fußweg einen weiteren Bahndamm und dann gehts via Zebrastreifen die Buchberger Straße. Einmal links und einmal rechts und wir sind im BGFAS.

Das spannende an diesem Weg für mich, sind die Tierbeobachtungen. Besonders im Winter trifft man dort den Herrn Fuchs. In Frühjahr und Sommer gaben viele Lerchen ganztägige Konzerte. Und Schnecken gibt es dort in Hülle und Fülle. Vor allem Wegschnecken und Schnegel. Aber auch eine Weinbergschnecke habe ich hier bereits gesehen.


Montag, 11. August 2014

Lumbricus terrestris - Gemeiner Regenwurm

Einer der wichtigen Destruenten. Also jemand, der aus organischem Material wieder, für den natürlichen Kreislauf der Natur erforderliche Mineralien macht. Und einer der Destruenten, welche wir auch mit bloßem Auge erkennen können. Für die Mehrzahl dieser wichtigen Lebewesen benötigt man ein Mikroskop um sie zu sehen. 
Außerdem lockert unser Wurm durch seine Gänge, welche er bis in drei Meter Tiefe gräbt die Erde auf. Dabei wird die Erde belüftet, umgegraben und das unterste buchstäblich nach oben gebracht. Indem er Pflanzenreste in der Erde eingräbt, düngt er den Boden. 
Der Regenwurm kann bis zu 8 Jahre alt werden, wenn er nicht vorher einem seiner Freßfeinde zum Opfer fällt. Hier in der Stadt wird er dieses hohe Alter eher nicht erreichen. Zu hart ist das Leben im verdichteten und versiegeltem Stadtboden. Zu groß das Risiko beim Wandern auf ein Asphalt- oder Betonfläche zu geraten um dort, ohne Chance auf Flucht, von der Sonne verbrannt und ausgetrocknet zu werden. Der von mir abgelichtete befand sich auf solchem Terrain, wurde von mir aber wieder in den Schatten und auf Erdreich verbracht. Ich hoffe es hat ihm genützt. Denn es passiert mir doch ab und zu, dass ich jemandem helfe, dieser diese Hilfe aber nicht annimmt, auf seinem Irrweg besteht und verbrennt.

Vorn ist beim gemeinen Regenwurm, wo er rot ist, am Ende ist er blass.



Samstag, 26. Juli 2014

eine kleine Geschichte

Heute habe ich beim Morgenspaziergang durch meinen BGFAS folgende kleine Geschichte erlebt. 
Auf einem Zaun saß einen jungen Amsel. Sie saß ganz ruhig. Und wie alle jungen Lebewesen war sie auch scheinbar völlig ohne Angst. Ich konnte also ganz nah an sie herantreten, sie fotografieren und mich mit ihr unterhalten. Wenn man meinen Monolog als Unterhaltung akzeptiert - denn geantwortet hat der Flugschüler nicht. Bis auf einen halben Meter kam ich heran, ohne dass das Kücken Spuren von Ängstlichkeit zeigte.
Als ich allerdings diese Schutzzone unterschritt, rief das Kleine doch sicherheitshalber nach Mama und Papa, blieb aber sitzen.
Die Eltern eilten sofort herbei, flogen eine Kampfkurve vor mir und riefen ihrem Kind zu: dann fliegt doch weg! Du kannst es doch.
Und gemeinsam flog die Familie zu einem Ast in sicherer Entfernung.

Samstag, 5. Juli 2014

Schnecken - Teil 1 - Bänderschnecken

Seit wann gibt es Blattsalat? Die Asterales zu welchen diese beliebte Pflanze gehört soll lt. Wikipedia ziemlich jung sein. Die ältesten Fossilien von Asternartigen sind 29 Millionen Jahren alt. Wenn er aber immer aufgegessen wurde, gibt es logischerweise keine Fossilien vom Blattsalat. Meine These besagt: Blattsalat gibt es seit wenigstens 500 Millionen Jahren. Er gehört nämlich zu den Lieblingsspeisen der Gastropoda - uns als Schnecken bekannt und von Gartenfreunden gefürchtetes Raubtier. Diese existieren nämlich bereits seit so langer Zeit. So sagen es Fossilien. Auch wenn wir das nur auf Land bewohnende Schnecken reduzieren, kommen wir auf 200 Millionen Jahre. Es wäre recht unlogisch, wenn Lebewesen bereits länger existieren als ihre Ernährungsgrundlage.
Gartenfreunde sollten eigentlich froh sein, dass ihre Salate und Früchte von unabhängigen Experten als wohlschmeckend eingeschätzt werden.


Schnecken gehören zu den Weichtieren (Mollusca) - nicht zu verwechseln mit den Weicheieren, welche zu den Chordatieren (Chordata) gehören.

Schnecken leben sowohl im Wasser, als auch auf dem Land. Da es im BGFAS keine größeren Gewässer gibt, betrachte ich hier in meiner oberflächlich unwissenschaftlichen Art nur die Landschnecken. Dabei sind mir - grob unterteilt zwei verschiedene Schnecken aufgefallen: Schnecken mit Haus und Schnecken ohne Haus.  Beide leben auf großem Fuß. Am Fuß befindet sich auch der Kopf. Oberhalb des Fußes liegt der Eingeweidesack, in welchem sich alle wichtigen Organe befinden. Deren Art ist praktisch identisch mit der von uns Menschen. Es gibt ein Herz, eine Lunge, einen Magen, Niere, Organe zur Fortpflanzung. Bei Schnecken sind das gleich beide unter den von uns bekannten lateinischen Bezeichnungen. Schnecken sind, um die Fortpflanzungswahrscheinlichkeit zu erhöhen nämlich Hermaphroditen und können sich mit jedem Partner ihrer Art fortpflanzen. Das sogar gleichzeitig und gegenseitig. Vorher streicheln sie sich. Bis zu 24 Studen! Amors Liebespfeil ist im übrigen Bestandteil des Liebeslebens von Schnecken. Wer mag kann das ergoogeln. Irgend etwas fehlt da noch. Stimmt! Es fehlt das Gehirn. Ein Gehirn, so wie wir es kennen haben Schnecken nicht. "Nur" ein Nervensystem mit Nervenknoten. Was uns zeigt, auch ohne richtiges Gehirn als Zentrum der Datenspeicherung und Verarbeitung kann man Reize der Umwelt aufnehmen und verarbeiten und das Leben steuern. 
Sinne von Schnecken sind recht interessant. So riechen Schnecken nicht am, sondern mit dem Fuss. Und das sogar sehr gut. Mit diesem schmecken sich auch. Sehen können Schnecken wie wir mit den Augen (vorn an den zwei oberen Fühlern), zwar nur schwarz/weiß aber besser als wir meinen. Die Augen haben bei den hochentwickelten Landschnecken sogar eine Linse. Welche sich mangels Muskeln jedoch nicht die Fähigkeit hat scharf zu stellen. Auch mit dem Mantel und der Körperoberfläche sehen Schnecken. Hier jedoch nur hell/dunkel.


Jetzt wird es konkret. Teil 1 soll sich ja den Bänderschnecken widmen. Das sind Schnecken mit Haus. Diese Häuser haben umlaufende Farbbänder. Daher der Name. Zwei Arten habe ich hier entdeckt.

- die Garten-Bänderschnecke (Capaea hortensis)
- die Hain-Bänderschnecke (Capaea nemoralis)


Beide tragen ein etwa rundes Haus mit sich herum, dessen Höhe und Breite etwa 20 mm beträgt, wenn die Tierchen erwachsen sind. Ich kann sie durch den unterschiedlichen Mundsaum voneinander unterscheiden - das ist der Rand des Gehäuses, aus welchem Kopf und Fuß der Schnecke herausschauen. Dieser ist bei der Garten-Bänderschnecke meist hell, bei der Hain-Bänderschnecke mehrheitlich dunkel. Woran man erkennt, das mein persönliches Bestimmungsmerkmal nicht 100-prozentig zum Erfolg führt. 



Die Hain-Bänderschnecke findet man häufig in gelber und brauner Grundtönung, wie auf den Bildern links zu sehen. Die Farben können aber durchaus variieren. Für Landschnecken ist die Hain-Bänderschnecke ein wirklich farbenfroher Vertreter. Schön auf den Fotos zu erkennen ist das braune Band, welches sich um die bis zu 5 1/2 Windungen des Gehäuses zieht. Diese kann man im unteren Bild nachzählen. Es muss nicht bei dem einen Band bleiben. Ich las schon von 5 Bändern, mit welchen sich die Schnecken schmücken. Unsere Schnecke schaut ganz vorsichtig heraus und prüft, ob es lohnt loszurennen. Die Fühler mit den schönen dunklen Augen blicken scheu unter dem dunklen Mundsaum hervor. Die Querstreifung kennzeichnet das Wachstum des Gehäuses.
Im Foto unten ein Exemplar mit mehreren Bändern. Von Windung zu Windung unterschiedlich stark ausgeprägt. Auch hier ist eines der Augen deutlich erkennbar.

Hain-Bänderschnecken ernähren sich nicht von Blattsalat, sondern vor allem von abgestorbenen Pflanzenteilen, Aas und Algen - wirkt also vor allem als Destruent und nicht als "Gartenschädling".
























Von der der Garten-Bänderschnecke konnte ich bisher nur ein Exemplar entdecken und ablichten. Der Unterschied des hellen Mundsaumes ist klar erkennbar. Aber wie schon gesagt - es gibt auch Hain-Bänderschnecken mit hellem oder gar unterdrücktem Mundsaum. Ich denke aber, zu Verdeutlichungung des Unterschiedes genügt es, dieses Bild zu zeigen. Selbst wenn es eine Hain-Bänderschnecke wäre.

Ernährungsbasis dieser Art sollen vor allem Algen sein, wozu eigentlich der Fundort - ein Blatt nicht passt.

Dienstag, 3. Juni 2014

Keine Ente - Enten im BGFAS

Familie: ANATIDAE
Gattung: platyrhynchos


Vögel gibt es im BGFAS jede Menge. Vor allem Sperlinge, Meisen, Nebelkrähen, Amseln, Stare, Elstern - bei Gelegenheit sollte ich mich mal ernsthaft mit einer Auflistung befassen. Heute geht es um einen hier selten zu sehenden Vogel um Enten.
Die Enten sind eine große Familie innerhalb der Gänsevögel. Die neben Donald Duck und der Peking-Ente wohl bekannteste Ente, gab sich nach der Nachtschicht, zu Christi Himmelfahrt die Ehre, mich zu treffen. Das dieses gerade an einem Feiertag passierte, betrachte ich als Glückssymbol. 
Morgens 6:30 Uhr watschelten zwei Erpel und eine Ente über meinen Spielplatz vor dem Haus. Ich blieb stehen, um das Gespann zu beobachten und zu fotografieren. Nach einer Runde um den großen Buddelkasten, kamen sie direkt auf mich zu. Von der, in Begleitung ihres Gatten marschierenden Dame wurde ich sogar mit einem freundlichen wak wak begrüßt. Der in seinem Prachtkleid auftretende Erpel an ihrer Seite, hielt sich stimmlich zurück. Er hätte ruhig mal ein rääb rääb sagen können. Der zweite Erpel folgt in gebührendem Abstand von etwa 10 m. Das dieser dabei war, zeugt davon, dass es sich hier um Stadtenten handelt. In der Stadt, so wissen wir ja, sind die Sitten etwas loser. Und durch den groben Umgang der Kerle, gibt es zu wenig Frauen im Revier.
Womit wir beim Sex sind. Wenn man die Fortpflanzung bei Enten als Sex bezeichnen darf. Enten gehören zu den seltenen Vögeln, welche einen echten Penis haben. Dieser ist spiralig geformt und blitzschnell ausstülpbar. Wenn die Mädels nicht wollen, verkrampfen sie das spiralige Gegenstück - und dann läuft nix. Wenns dann doch klappt, ist die Sache in weniger als einer halben Sekunde erledigt. Die Ausstülpung dauert 0,36 Sekunden. Das haben amerikanische Wissenschaftler gemessen. Ich kann nachvollziehen, das derartige Quickies den Entendamen nicht gefallen, zumal die Erpel nicht lange bitten und im Tierreich zu den Rüpeln in dieser Hinsicht gehören. Was eigentlich verwundert, gelten doch ihre Verwandten, die Schwäne als besonders romantisch in Liebesdingen.

Stockenten sind ziemlich große Vögel. Ihre Flügelspannweite kann fast einen Meter betragen und sie sind bis mehr als einen halben Meter lang. Auffallend ist das wunderschöne Prachtkleid der Erpel. Der Kopf ist glänzend grün. Um den Hals trägt er ein schmales weißes Band. Am hinteren Rand der Flügel befinden sich metallisch glänzende blaue Flügelspiegel. Diese tragen auch die sonst unauffällig braun/weiß gekleideten Entendamen.

Stockenten sind wenig anspruchsvoll hinsichtlich ihres Wohnortes und der Ernährung. Feucht sollte es aber sein. Aber unsere Haus befindet sich ja nur 1 1/2 km entfernt von Rummelsburger See und Spree. Trotzdem ist es selten, diese Tiere hier im BGFAS zu beobachten. Für mich war es das erste Mal.
Enten ernähren sich hauptsächlich pflanzlich und ergänzen diese Pflanzenkost durch Fisch und Fleisch. Ausschließlich als Rohkost.






Montag, 30. Dezember 2013

im Baum vor meinem Haus ...


Durch den Laubabwurf der Bäume im BGFAS sind sie wieder deutlich sichtbar geworden. Die Rede ist von den "Wohnungen" der Vögel und Eichhörnchen. Auch im Ahorn und der Platane unmittelbar vor den Fenstern unserer Wohnung sind solche zu finden. Mir fällt es nach wie vor schwer, zu unterscheiden, ob es sich dabei um die Kobel von Eichhörnchen oder verlassene Vogelnester handelt. Tatsache ist, dass ich über das gesamte Jahr Eichhörnchen in diesen beiden Bäumen beobachten konnte. Um also genau herauszubekommen wer Erbauer und Mieter der Quartiere ist, wird mir nichts weiter übrig bleiben, als das Geschehen weiter zu beobachten. 

Samstag, 16. November 2013

Porcellio scaber - Kellerassel

Familie: PORCELLIONIDA
Gattung: Porcellio

Bei der Mehrzahl von uns, wird dieses harmlose Tierchen ein wenig Ekel hervorrufen. Mal abgesehen von kleinen Kindern, welchen diese Abscheu noch nicht anerzogen wurde. Errinnert ihr Euch noch, wie ihr als ihr klein wart Opa Langbein mit den Händen gefangen habt und auch vor anderem Krabbeltier kein Scheu hattet?
Dabei klingt doch schon der Name des hier vorgestellten Tierchen sehr schön mediterran: Porcellio - das Schweinchen. Dieses Schweinchen ist ein Krebs. Der Klassenzugehörigkeit ist die Assel nämlich ein höherer Krebs, also kein Insekt, sondern verwandt mit Hummer, Flusskrebs, Krabbe und Garnelen. Welche wir mediterran gesehen gern verspeisen. Kellerasseln mögen allerdings das Wasser nicht, welches sie vor langer Zeit verlassen haben. Sie sind so etwas wie die wagemutig Innovativen unter den Krebsen und haben ihr ursprünglich nasses Lebenselement als Einzige unter den Krebsen verlassen. Sie verfügen aber weiterhin über Kiemen, haben jedoch auch Tracheen entwickelt über welche sie den benötigten Sauerstoff beziehen. Die Kiemen müssen jedoch feucht gehalten werden, darum lieben die Tierchen eine "feuchte Wohnung". 
Bei Asseln gibt es das Problem ob sie hier heimisch sind oder nicht, gar nicht - die sind nämlich wirkliche Weltbürger. 
Das wichtige an den Tierchen für die Natur besteht darin, dass sie zu den Destruenten gehören. Sie helfen dabei, organisches Material - den Abfall sozusagen wieder in anorganische, mineralische Stoffe umzuwandeln. Wenn wir die Tiere einfach akzeptieren und nicht durch Tötung von ihrer Tätigkeit abhalten, leisten wir also etwas für den Umweltschutz und der Erhaltung des natürlichen Stoffkreislaufes.

Wer noch mehr über diese lieblichen Tiere wissen möchte, kann sich z. B. bei Wikipedia Infos holen. Da steht das alles sehr schön beschrieben, was ich hier nur kurz angerissen habe. und noch viel mehr.


Die Tiere auf meinen Fotos sind nicht viel größer als einen Zentimeter.


Montag, 14. Oktober 2013

Rhaphigaster nebulosa - Graue Gartenwanze

Familie: PENTATOMIDAE
Gattung: Rhaphigaster


Dieses harmlose Tierchen begegnet uns bisweilen im BGFAS. Ich finde diese Form von Wanze hübsch anzuschauen und sie will auch nichts von mir wissen. 
Anfassen oder in irgend einer anderen Form bedrohen sollte man das Tier allerdings nicht. Es wird nämlich bei Bedrohung ein kleiner Stinker und spritzt mit einer übel riechenden Flüssigkeit um sich. Dabei sollen Entfernungen bis 20 cm erreicht werden. Eine tolle Leistung für das nur 15 mm kleine Tier. Wer von uns kann schon mit Körper eigenen Flüssigkeiten das 13-fache seiner Körpergröße weit spritzen?
Getestet habe ich das sicherheitshalber bei meinem, sich geduldig der Kamera stellendem Exemplar  nicht. Weder wollte die kleine Wanze erschrecken, noch die negativen Erfahrungen, welche Insekten in Bezug auf den Menschen haben, um eine weitere ergänzen.
Gut zu erkennen sind die mit einem Ringelmuster versehenen Fühler, das 3. und das 5. Glied sind gelb. 
Rhaphigaster nebulosa ernährt sich gesund pflanzlich. Als Ergänzung wird aber auch mal an einem toten Insekt genascht. 

Donnerstag, 23. Mai 2013

Genmanipulation - Biorhiza pallida

Galle
Sehr interessante Dinge lassen sich nicht nur im Bereich der "normalen" Pflanzenentwicklung beobachten. Häufig sehen wir an Bäumen auch sonderbare Wucherungen, oft in kugeliger Form auf Blättern oder anderen Teilen des Baumes. Dabei handelt es sich laut gängiger Definition, um abnorme Veränderungen von Pflanzenteilen. 
Praktisch haben wir es hier mit, durch kleine Tiere hervorgerufenen Programmänderungen zu tun. Diese schaffen mechanisch eine Schnittstelle zu einem Pflanzenteil, vollziehen dann einen Hackerangriff auf das genetische Programm der Pflanze und lassen dann von dieser ein Quartier wachsen. Wir sehen also: nicht nur der Mensch betreibt Genmanipulation. 
Auslöser der in diesem Beitrag beschriebenen Galle ist ein Insekt, eine Gallwespe. Diese ernähren sich völlig Ideologie frei und ohne viel Gewese vegetarisch. Oder wie die Wespen und andere Kleintiere selbst sagen - phytophag, pflanzlich. 


Vor einiger Zeit sind mir an einer Eiche besonders auffällige Gallen regelrecht ins Auge gesprungen. Sie sind nämlich von besonderer Größe. Die größte dieser Gebilde misst mehr als 40 mm. Mein erster Gedanke war tatsächlich, wie kommen diese kleinen Äpfel in eine Eiche?  Mit Hilfe des Baumforums habe ich mich darauf festgelegt, dass es sich hier um Biorhiza pallida handelt. Den Eichen-Schwamm-Gallapfel. 

Wie genau der Vorgang der Gallentstehung ausgelöst wird und er abläuft, gehört zu den noch zu klärenden Rätseln. Es beginnt aber offenbar mit dem Einstich der Wespe mit dem Gallbohrer. Ob sie damit aktiv die Gallbildung auslöst? Vielleicht ist diese nämlich nur eine Abwehrreaktion des Baumes. Indem er der Wespe ein Haus wachsen lässt, wendet er größeren Schaden von sich ab. Diese Theorie gefällt mir - ist aber nicht von mir. 

Dieses Runde gefällt mir jedenfalls mehr, als die Hype um Bayern München vs. Borussia Dortmund!

Zur Zeit (Juni 2014) fallen die Gallen in großer Zahl von den Bäumen. 

Dienstag, 23. April 2013

nicht gesponnen - Spinnen-Panik im Blumenladen des Ringcenter 2


Ich komme von der Spätschicht nach Haus und mein Ältester berichtet mir sofort die Neuigkeit. Bei Blume 2000 im Ringcenter wurde heute eine Verkäuferin, von einer etwas größeren Spinne gebissen und die Polizei fahndete nach dem im Verhältnis zu uns doch kleinen Tier. 

Das genannte Einkaufscenter befindet sich nur unweit vom FAS und ich hatte schon Angst es wäre meine kleine Freundin gewesen, welche mir noch vor vier Tagen Modell stand. Sie war es aber nicht, sondern eine Emigrantin aus Afrika oder Südeuropa. Ganz sicher sind die Medieninformationen dazu nicht. Sie widersprechen sich sogar teilweise. Da bin ich ja beruhigt. Nein, nicht über die widersprüchlichen Medieninformationen, von welchen dann wenigstens eine falsch ist - das bin ich gewöhnt. Aber vielleicht geht es hier gar um mehrere Tiere? Mich beruhigt, dass es nicht meine langbeinige Freundin war, welche unter Tatverdacht steht.
Das Foto ist zugegebenermaßen nicht toll, aber meine kleine Kompakt-Kamera ist kein wirklicher Makro-Meister und bei beweglichen Motiven gibt es auch nicht viel Chancen zum Ablichten. Wollte doch das Krabbeltier recht schnell wieder in den Schutz der Blumenrabatte.


Mittwoch, 10. April 2013

Alle Vögel sind schon da ...

Inzwischen können sie  das ohne große Not. Bis vor einer Woche war eher zu hoffen, es wäre nicht so. Bei der herrschenden Kälte und der geschlossener Schneedecke, dürfte eine Rückkehr  im März 2013 kaum als wirklich gute Idee durchgegangen sein. Besonders zu früh zurückgekehrte Insektenfresser, haben sich da echt verzockt. Vögel in Führungspositionen, welche den Rückflug angewiesen haben, mussten gewiss Schimpf und Schande über sich ergehen lassen. So würde ich manches Schimpfkonzert deuten ... Ihre Berater haben die Chefvögel inzwischen bestimmt entlassen. Oder sind gar selbst - unter Inanspruchnahme hoher Entschädigungen zurückgetreten ... die Vögel!
Dabei hatten die "ewigen Meckerer" unter den Vogel-Indianern gewarnt, zu dieser Zeit die Rückreise anzutreten. Waren doch im www (WorldWingWeb) entsprechende Warnungen nachzulesen. Manche Chefs setzten sich aber mit der Bemerkung "Was ich sage ist wahr, weil ich es sage!" durch, ohne die Vorschläge überhaupt zu prüfen. Pech gehabt. 

Aber wie ist das eigentlich, wenn es dann wieder wärmer wird, aber alle Sträucher an denen noch Futter hing, bis zum Grund abgeschnitten werden? Genießen Vögel außerhalb von Schutzgebieten Schutz? Mir scheint das nicht so zu sein. Ohne hier Gesetzeswerke zitieren zu wollen, gehe ich davon aus, dass es nicht regelgerecht ist, wenn Orte, welche für die Fortpflanzung und Ruhe der wild lebenden Vögel zerstört werden. Und neben ihrer Funktion als Futterstelle, sind Sträucher eben auch als Versteck für unsere Singvögel wichtig.

Die den Beschnitt Ausführenden, werden ebenso, wie die, solches Anweisende, an diese Funktionen von Sträuchern und Büschen gar nicht denken. Da zählen freie Sichtachsen und Frühjahrsputz-Ordnungssinn höher, als Kategorien des Naturschutzes. Wie solch Beschnitt aussieht, hatte ich hier schon einmal im Bild gezeigt. Ich bin jedoch, um das nochmals zu betonen, kein Spezialist. Weder in der Ornithologie, noch in der Landschaftspflege. Mir erscheinen jedenfalls die im Bild links gezeigten Sträucher, Vogel freundlicher zu sein, als die im Link.


In der letzten Woche des März, konnte ich im FAS einen Eichelhäher beobachten (unmittelbar an der Hermann-Gmeiner-Grundschule. Hätte ich bei uns gar nicht erwartet.


Freitag, 29. März 2013

wo sich Fuchs und Hase "Gute Nacht" sagen


Wer hier den Hasen nicht sieht, dem fehlt es an Phantasie


Das meint umgangssprachlich Gegenden, welche gegenüber und etwas unterhalb des Nabels  der Welt liegen. Fuchs und Hase fühlen sich dort wohl. Trubel und die Nähe eines ihrer Hauptfeinde - des Menschen mögen sie nicht. So recht trifft das für Stadtgebiete heute gar nicht mehr zu.  Im wahrsten Sinne des Wortes bedrohen sie hier keine Menschen und die Nahrungsgrundlage ist ziemlich sicher. 
In FAS haben sich daher am 21.3.2013 Fuchs und Hase zwar nicht den Nachtgruß entboten, aber eben "Guten Morgen" gesagt. Unmittelbar am Weißdorn-Hain, neben den von Werner Schulz geschaffenen Reliefs, fand ich morgens gegen 4 Uhr frische Spuren des Fuchses.  Und nur wenige Dutzend Meter von dieser Stelle entfernt, traf ich dann den Osterhasen in eigener Person. Möglicherweise bei Festvorberei-tungen, vielleicht aber nur auf dem Weg zum Frühstück. 

Um  diese Zeit sind nicht nur alle Katzen grau. Auch auf den tierischen Freund mit den langen Ohren trifft das zu. Mein Fotoapparat sieht noch schlechter als ich - trotzdem stelle ich das Bild ein und behaupte ganz frech, es wäre ein Feldhase, welcher als Einzelgänger durch das Wohngebiet lief. Es könnte allerdings auch ein Wildkaninchen sein. Von der Größe her, passte das besser.

Samstag, 26. Januar 2013

Spuren im Schnee

Fuchs?

am 21.Januar und in der Nacht zum 22. schneite es auch in Berlin. So etwa 5 cm Neuschnee fielen auf die wenigen Restbestände. Das erschien mir als eine gute Gelegenheit, nach von Tieren hinterlassenen Spuren im Schnee - Trittsiegeln Ausschau zu halten. Ohne Spektakuläres zu erwarten, es wäre doch gelacht, wenn Fuchs und Eichhörnchen nicht ihre Pfotenabdrücke in der weißen Pracht hinterlassen hätten.

Die Praxis zeigte jedoch, dass es nicht so leicht ist, die Fährten zu lesen und Wildtierspuren von denen der domestizierten Menschen und Hunde zu unterscheiden. Dabei sind Erstere noch am einfachsten zu entdecken - schützen doch diese ihre Hinterpfoten, durch lederne, bzw. aus, diesem Material nachempfundenen Kunststoffen gefertigte Pfotenschoner, Schuhe oder Stiefel genannt. Diese hinterlassen sehr charakteristische große Spuren. Am frühen Morgen entdeckt man unmittelbar neben diese Spuren häufig kleiner kreisrunde Trittsiegel unterschiedlichster Größe. Diese stammen von den  Hunden, welche durch die Menschen, beim morgendlichen sozialen Spaziergang begleitet wurden.
Was ist aber mit den Spuren der Wildtiere? Ganz schwer. Leicht sind nur die Abdrücke von Vogelfüßen zu erkennen. Besonders die Elstern fügen diesem Abdruck noch eine Schwanzspur hinzu. Handabdrücke von Eichhörnchen konnte ich keine finden. Obwohl die Population im FAS recht groß ist. Bei diesem Wetter blieben die Hörnchen offenbar alle im heimatlichen Kobel. 
Möglicherweise habe ich aber eine Spur des Fuchses entdeckt. Typisch geschnürt, also die Pfoten in einer Linie gesetzt, das Trittsiegel oval. Weitere Merkmale - hintere, äußere Zehenballen deutlich hinter den vorderen, inneren sowie parallele Krallen, konnte ich nicht wirklich erkennen. Die Spor war nicht ganz frisch und daher wieder etwas Schnee hinein geraten.
Die zweite Spur hatte ich zuerst für die eines Yeti mit Schuhen gehalten. Bei näherer Prüfung, war es dann doch nur meine eigene. Klappe!