Themen

Asien (51) Australien (1) Einleitung (1) Europa (39) Farbe (2) Gedanken (116) Halbstrauch (3) Kletterer (7) Laubbäume (86) N-Afrika (7) N-Amerika (29) Nadelbäume (22) Obstbäume (8) Parasiten (1) Sonstiges (94) Sträucher (75) Tiere (22) Vergleiche (7) Wintererkennung (11) heimisch (47) immergrün (15)
Posts mit dem Label Asien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Asien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 8. April 2016

Clematis montana - Berg-Waldrebe (163)

Familie: RANUNCULACEAE
Gattung: Clematis

Vor einem unserer Hochhäuser entstand vor kurzem eine neue, verschließbare Fahrradbox. Die Konstruktion wird mit rankenden Pflanzen begrünt. Dafür wurde Berg-Waldrebe rund um die Box gepflanzt. 
Natürlich kommt Clematis montana im Himalaja vor, ergänzt also die große Gruppe der asiatischen Gehölze, welche hier im BGFAS leben. Die Blätter der sommergrünen Pflanze sind lang gestielt und dreizählig gefiedert. Wenn die Berg-Waldrebe Möglichkeiten findet, klettert sie bis in 7 m Höhe. 



Sonntag, 26. Oktober 2014

Lycium barbarum - Gemeiner Bocksdorn (155)

Familie:  SOLANACEAE
Gattung: Lycium



Eine weitere Familie gesellt sich dazu, die Nachtschattengewächse. Einige der uns bekannten Nahrungs- und Genußpflanzen gehören zu dieser Familie. So die Kartoffel, Tomate und Aubergine sowie der Tabak. Auch manch unserer Zierpflanzen, wie die beliebte Petunie sind Nachtschatten. Der hier vorgestellt Bocksdorn ist ebenfalls eine Zierpflanze, allerdings in seiner chinesischen Heimat auch als Nahrungsmittel und in der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt. Besonders die Nutzung zur Ernährung ist interessant, denn in manch deutschem Pflanzenbuch wird der Bocksdorn als giftig bezeichnet. Im 21. Jahrhundert sollte doch klar bestimmbar sein, ob eine Frucht giftig oder genießbar ist. Die roten etwas über 1 cm langen, Goji-Beeren genannten Früchte kann man übrigens käuflich erwerben. Ihr Verzehr soll vorbeugend und stimulierend gegen verschiedene Krankheiten und Beschwerden helfen. 


L. barbarum wächst als Strauch mit rutenartigen über 2 m hohen Zweigen. Hier im BGFAS hat er sich wohl selbst angesiedelt und lebt wild. So kann es sein, dass er nach der nächsten Herbstpflegeaktion erst mal nicht mehr sichtbar ist. Insofern bin ich froh ihn an der Ost- und Südseite der TSV-Lichtenberg Stadion-Umzäunung entdeckt zu haben.

Die lanzlettlichen Blätter sind bis fast 10 cm lang, können aber auch erheblich kleiner sein. Ihre Spreite geht gleitend in den Stiel über. Sie wachsen in Büscheln und wechselständig. 
Schön sind die etwa Kirschblüten großen fünfzähligen violetten Blüten. Jetzt, beim Verblühen nehmen sie eine schöne gelbe Farbe an und wirken auch so sehr dekorativ.






Sonntag, 29. Juni 2014

Ginkgo biloba - Gingkobaum (A2)

Familie: GINGKOACEAE
Gattung: Gingko


Das zweite Außenexponat des BGFAS ist ein echt exotisches Lebewesen. Man kann diesen Baum gut und gerne als lebendes Fossil bezeichnen. Er ist auch der einzige verbliebene seiner Familie. Wie das Bild zeigt, kann auch ein Fossil noch sehr jung sein. "Mein" Exemplar, welches auf dem alten Friedhof an der Gotlindestraße steht ist ein noch sehr junger Baum seiner Art.
Wie unsere Nadelbäume ist Ginkgo biloba ein Nacksamer - die Blätter sind aber deutlich flächig, ähnlich der von Laubbäumen. Die Nerven der Blätter verlaufen Fächerförmig - wie bei den Farnen.

Der Name Gingko entstand aus der sinojapanischen Aussprache (gin-kyo) des chinesischen Namens dieses Baumes und bedeutet Silber-Aprikose. So ist es bei Wikipedia nachzulesen. Tatsächlich haben die kugelförmigen, in der Reife gelben Samenanlagen einen silbrigen Glanz. Das der Baum Gingko und nicht Gingyo heißt soll an einem Schreibfehler dessen Entdeckers für Europa liegen. Der Lemgoer Arzt und Forschungsreisende Engelbert Kaempfer brachte das Wissen um die Existenz der Pflanze um 1700 von Japan nach Europa und veröffentlichte es in einem 1712 erschienenen Buch. Der Baum selbst soll etwa 1730 nach Europa - und zwar nach Utrecht in den Niederlanden gelangt sein. Die ältesten deutschen Exemplare sollen in Frankfurt-Rödelheim (1750) und Harbke (1758) stehen. 

Die Blätter haben nicht nur Nerven welche fächerförmig verlaufen, sie sehen auch aus wie kleine Fächer. Dabei sind sie an Langtrieben sehr tief gelappt, regelrecht gespalten. In der Achsel dieser Blätter, legt der Baum Knospen für folgende Kurztriebe an. Welche dann wenig gelappte typische Fächerblätter tragen.
Gingko ist außerordentlich überlebensfähig. Das merkt man nicht nur daran, dass er die Zeit überdauerte. Er kommt auch gut mit Verschmutzung der Umwelt zurecht - ist daher ein guter Straßenbaum. In Berlin-Friedenau stehen an der Rheinstraße Dutzende dieser Bäume. Darunter auch einige weibliche Exemplare. Der Baum ist nämlich zweihäusig. In Europa zieht man aus Stecklingen als Straßenbaum vor allem männliche Exemplare. Aus Stecklingen, weil man bei normaler Zucht aus den Samen erst nach mehr als 30 Jahren weiß, ob es ein männlicher oder weiblicher Baum ist. Die an den Mädels hängenden bestäubten Samen riechen aber während der Reife nicht nach angenehmen Parfums, sondern nach Buttersäure. Das ist wohl so, um Tiere abzuhalten die noch unbefruchteten Samen zu fressen. Das befruchten dauert bei Gingko ein Weichen und passiert erst nachdem die Samen auf dem Boden liegen.

Unser Gingkobaum ist sommergrün und wirft im Herbst, nach einer sehr schönen gelben Laubfärbung seine Blätter ab.

Montag, 3. Februar 2014

Hamamelis mollis - Chinesische Zaubernuss (148)

Familie: HAMAMELIDACEAE
Gattung: Hamamelis


Manchmal muss ich im BGFAS nichts Neues entdecken, sondern es wird mir regelrecht vor die Nase gepflanzt. Zu Beginn dieses Jahres fiel mir direkt vor dem Eingang des Hochhauses Coppistraße 10/12 ein "blonder" Strauch auf, welcher offenbar neu dort ist. Der Ort liegt unmittelbar auf meinem Weg zum Bahnhof Nöldnerplatz, welcher immer Startpunkt meines Arbeitsweges und häufig Endpunkt des Heimweges ist. Wenigstens soweit es die Nahverkehrsmittel betrifft. 
Hamamelis mollis ist ebenso wie der bereits vorgestellte Winterjasmin ein ausgesprochener Frühblüher. Bereits Anfang Januar zeigte er seine, weit vor den Blättern erscheinden gelben Blüten. Auf mich wirken dies Blüten tatsächlich so, wie die von blonden Spielpuppen, mit starkem Haar. Der Eindruck wird dadurch verstärkt, dass die Blüten in Büscheln auftreten. Der Blütenkelch ist kräftig rot gefärbt.

Der kleine Strauch hat Trichterform. Den Part zu den Blättern werde ich, wenn sie sich zeigen nachtragen.

Samstag, 11. Januar 2014

Cotoneaster acutifolius - Hecken Strauchmispel (147)

Familie: ROSACEAE
Gattung: Cotoneaster



Der nächste der Cotoneaster.  Ein Gehölz, welches offenbar schwer zu klassifizieren ist. Hierzulande werden besonders die bodenbedeckenden Sorten gern genutzt, weil sie "Unkraut" im Wachstum behindern. Die hier vorgestellte Sorte gehört nicht zu diesen, sondern wächst als 3 bis 4 m hoher Strauch. Ich zeige sie trotz der Zuordnungsproblematik - ich weiß nämlich wirklich nicht genau ob es sich hier um Cotoneaster acutifolius handelt; aus zwei Gründen:

- es ist ein Cotoneaster mit blauschwarzen Früchten;
- die Blätter haben eine wunderschöne Herbstfärbung.







Die Blätter stehen wechselständig und in einer Ebene am Zweig. Ihre Spreite ist etwa 5 - 7 cm lang und der Battstiel misst etwa 5 mm. 

Vielleicht liest diesen Beitrag jemand, der wirklich Ahnung hat und gibt mit Hilfestellung bei der Bestimmung.


Zu meinen Zweifeln passt eine mögliche Alternative. Die Zweifelhafte Zwergmispel (Cotoneaster ambiguus) fällt nämlich auch durch schwarze Früchte auf. 




Donnerstag, 24. Oktober 2013

Cotinus coggygria - Perückenstrauch (143)

Familie: ANACARDIACEAE
Gattung: Cotinus



In der Harnackstraße steht der Vertreter einer Familie, welche bislang noch nicht vorgestellt wurde. Diese Familie ist die der Sumachgewächse (ANACARDIA-CEAE), was uns nicht viel sagt. Interessant wird es dann, wenn wir uns die Verwandschaft ansehen. Bekannte Namen aus dieser Familie sind Mango, Kaschu (uns bekannt als Cashew) und Pistazie. So schmack- und nahrhaft sind die Früchte des Perückenstrauch nicht. Der am Mittelmeer und Asien daheim Seiende, ist aber äußerst dekorativ und fällt dadurch auf. Sein Name zeigt uns auch warum. Der dekorative Effekt tritt hierbei nicht in der Blütezeit, sondern während des Fruchtstandes im Herbst auf. Die Früchte zeigen sich nämlich mit Fäden behaart, was tatsächlich wie kleine Perücken wirkt. Noch dazu in exklusiv lila Schimmer. Was - zumindest in diesem Jahr, am BGFAS Exemplar nicht so deutlich hervortrat. Ich denke, dennoch ist klar zu erkennen, dass dieser Strauch exotisch anders aussieht als andere Sträucher. 
Die Laubblätter des Schönen wachsen wechselständig, sind eiförmig und etwa 8 cm lang. Im Herbst wirft er die Blätter ab, welche sich vorher aber noch sehr schön verfärben sollen. Nun - wir werden sehen, ob das so ist.


Die Fotos entstanden Ende Juli.

Freitag, 20. September 2013

Spiraea japonica - Japan-Spiere (140)

Familie: ROSACEAE
Gattung: Spiraea 


Nachdem es ein Jahr gebraucht hat, bis ich überhaupt eine Spiere vorstellte, zeige ich jetzt binnen kurzer Zeit bereits die zweite davon. Welches auch ein wenig damit zu tun hat, dass mir langsam die Pflanzen ausgehen. Die Vorstellung der Japan-Spiere hilft uns aber auch Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen verschiedenen Gehölzen innerhalb einer Art darzustellen. 

Der sehr dekorativ in rosa bis rot blühende Strauch hat lanzlettlich ausgeformte Blätter mit einem gesägten Rand. Wie bei allen Spieren, fehlen auch Spireaea japonica die sonst bei den Rosengewächsen typischen Nebenblätter. Der Strauch wird nicht sehr groß - zwischen 1 und 1 1/2 m ist Schluß mit dem Wachstum gen Himmel. Wegen des dekorativen Aussehens, geringer Größe und seiner ausgesprochenen Härte gegenüber Frost, wird er gern zur Begrünung eingesetzt. Hier im BGFA säumen Japan-Spieren z.B. den östlichen Zugang zum "Anger" dem Platz mit dem Springbrunnen. Das linke Bild zeigt einen Strauch in der späten Blüte. Viele Blütenblätter der in Schirmrispen wachsenden Blüten sind bereits verschwunden. An manchen Stellen  erkennt man schon die unscheinbaren Balgfrüchte, welche den Spieren eigen sind. Sie entstehen aus den einzelnen Fruchtblättern. Wie die Schoten sind Balgfrüchte sogenannte Öffnungsfrüchte. An ihrer sich öffnenden Bauchnaht entlassen sie die Samen ins Leben.




Mittwoch, 7. August 2013

Spiraea x vanhouttei - Pracht-Spiere (138)

Familie: ROSACEAE
Gattung: Spiraea 


Wenn man schon über die Spiersträucher berichtet, darf der Pracht-Spierstrauch nicht fehlen. Ich schätze mal, dass ist der am häufigsten angepflanzte Spierstrauch. Für den BGFAS kann ich das, ohne nachzählen zu müssen guten Gewissens behaupten. Gern wird er auch für Hecken genommen. Groß wird der Strauch nicht - bis 2 m hoch soll er werden. So groß lässt man ihn aber hier nur selten werden.

Auch Spiraea x vanhouttei blüht in unschuldigem Weiß. Diese wachsen in runden Dolden, welche wie eine weiße Halbkugel wirken.

Die wechselständigen Blätter haben eine ca. 3 - 5 cm lange Spreite, sind eiförmig und zum teil tief gesägt, so das diese ein wenig an die Blätter von zweigriffligem Weißdorn erinnern. Sie sind allerdings nicht glänzend. 

Während der Blüte habe ich ich keine Fotos gemacht und biete dem Kalender entsprechend, eine spätsommerliche Ansicht mit den verholzten Balgfrüchten. Zu diesen komme ich später, bei der Vorstellung einer dritten Spiraea zurück.



Freitag, 26. Juli 2013

Weigela florida - liebliche Weigelie (137)

Familie: CAPRIFOLIACEAE
Gattung: Weigela


Dieser liebliche Strauch ist tatsächlich allerliebst anzuschauen. Mit seinen schlanken, in verschiedenen rosa prunkenden Blüten, zieht er sofort die Blicke auf sich. Kein Wunder, das dieser ursprünglich aus Asien stammende Strauch gern als Zierstrauch angepflanzt wird und sich hier heimisch fühlt. Dort wo man beliebt ist, ist man eben gern. Zu seiner Beliebtheit trägt wohl auch bei, dass er eben nicht sehr groß wird. Nach 2 - 3 m hat er seine normale Größe erreicht.  
Die Blätter erinnern an jene von Hartriegel, sind etwa 6 cm lang, mit bogenförmigen Nebennerven. Sie wachsen ebenso gegenständig, ihre Rand ist gesägt. Durch die dichte Behaarung der Unterseite, fühlen sie sich weich an und sehen hell aus.
Die Gattung Weigelia wurde nach dem Botaniker und Chemiker Christian Ehrenfried Weigel benannt. Unter anderem war er auch Magister der freien Künste an der Philosophischen Fakultät der Universität Greifswald. Ist aber schon ein Weilchen her: 250 Jahre. 



Sonntag, 16. Juni 2013

Deutzia gracilis - zierliche Deutzie (132)

Familie: HYDRANGEACEAE
Gattung: Deutzia






















Der kleine Strauch stammt aus Japan. Er ist, dem deutschen Namen entsprechend nicht groß und soll nur 1 1/2 m hoch werden. Mein Exemplar hinter dem langen Block in der Albert-Hößler-Straße ist noch kleiner.

Die schönen Blüten stehen in Rispen zu etwa einem Dutzend mit je 5 weißen Blütenblättern. Diese laufen in einem spitzen Zipfel aus. Der Durchmesser einer solchen Blüte beträgt geschätzt etwa 20 bis 25 mm.
Wenn ich mir jetzt im nachhinein das Bild der Pflanze betrachte, wirken die Blüten auf mich, wie kunstvoll aber eben künstlich und nicht natürlich entstanden. Die Blütenblätter sind wie geprägt und sehen aus wie in eine grüne Halterung gesteckt.


Sonntag, 2. Juni 2013

Syringa vulgaris - Flieder (130)

Familie: OLEACEAE
Gattung: Syringa


Auf die Vorstellung des Flieders musste ich ein fast ganzes Jahr warten. Dieser war, als ich mit diesem Blog begann mein Wohngebiet zum botanischen Garten zu machen, gerade verblüht. Und den, besonders wegen seiner Blüte bekannten, beliebten und besungenen Flieder ohne Blüten vorzustellen, ist geradezu Majestätsbeleidigung und im wahrsten Sinne des Wortes nicht vorstellbar. Jetzt ist es aber endlich soweit. 

Der Flieder ist - man will es gar nicht glauben, bei uns nicht heimisch. Der Gesandte der Habsburger Monarchie, Ogier Ghislain de Busbecq brachte die Pflanze vor nunmehr 450 Jahren aus Konstantinopel nach Wien. Von dort eroberte der Strauch (auch als kleiner Baum wachsend) den Rest des europäischen Kontinentes. 

Syringa vulgaris wird nur 6 bis 8 m hoch. Das Exemplar links im Bild, ist also ziemlich ausgewachsen. Flieder wächst sehr häufig drehwüchsig und verbessert dadurch seine Standfestigkeit. 

Die Blätter des Flieder wachsen gegenständig und haben, passend zum vorkommen des Flieders in der lyrischen Liebesdichtung eine Herzform mit glattem Rand. 


Vierzählig sind die wohlriechenden Blüten des Flieder. Sie stehen in Rispen. Diese stehen in bis zu 20 cm Länge am Strauch. In der Farbe der Blüten ist der Flieder ziemlich variabel. Es gibt sie in weiß, blau, violett und auch rosa bis rot ist möglich. Hier im FAS wachsen sowohl weiße Blühenden, als auch Violette Exemplare.






Sonntag, 26. Mai 2013

Wisteria floribunda - Japanischer Blauregen (129)

Familie: FABACEAE
Gattung: Wisteria


Nicht von Adel - aber echt blaublütig. Ohne Hilfe des Frühlings wäre mir diese Pflanze überhaupt nicht aufgefallen. Obwohl sie eine ganz besondere Schlingpflanze ist. Ihre Blütenstände sind nämlich durch Form und Farbe nicht nur besonders schön, sie sind auch außergewöhnlich groß und erreichen eine Länge von fast 1/2 Meter. Dadurch dass die 5 Kronblätter der Blüten nur in einer Ebene symmetrisch sind, haben sie ein besonders interessantes Aussehen. 
Auch die Blätter sind mit 30 cm ziemlich lang. Das fällt allerdings bei Fiederblättern nicht so sehr auf, wie bei ungefiederten Blätter. Die 9 bis 13 Fieder tragenden Blätter wachen wechselständig. Die Fiederblätter sind glattrandig und laufen spitz zu.
Der japanische Blauregen schlingt sich rechtsdrehend nach oben. Das verdient einer Erwähnung, da sich sein chinesischer Vetter links dreht. Das war beim Chinesen wohl nicht anders zu erwarten und ist eines der Unterscheidungsmerkmale.
Wisteria zeigt echte Pflanzenpower. Mit seinen Ranken ist er in der Lage, künstliche Rankhilfen aus der Verankerung zu reißen und zu deformieren. Inwieweit er bereits das von ihm umrankte Müllplatzgitter vor dem Hochhaus Frankfurter Allee 174 gedrückt hat, konnte ich bisher nicht erkennen.


Mittwoch, 15. Mai 2013

Prunus triloba - Mandelbäumchen (127)


Familie: ROSACEAE
Gattung: Prunus


So wie angekündigt, wird ein weiterer Prunus vorgestellt. Klein, aber in der Blütezeit sehr schön. Wie manch großer Prunus schmückt sich unser sonst eher unauffälliges Mandelbäumchen zur Blütezeit im April und Mai  mit wunderschönen rosafarbenen Blüten. Im Gegensatz zu deutschen Namen ist P. triloba kein kleiner Baum, er zeigt sich vielmehr als nur 1 1/2 m hoher Strauch, mit steil aufgerichteten Ästen. Wir erkennen das schön am unteren Foto.



Der lateinische Artname triloba sagt uns etwas über die Blätter. Diese zeigen nämlich häufig drei Lappen. Ansonsten sind sie oval und gesägt. Die Spreite der Blätter des Model stehenden Mandelbäumchens misst etwa 5 cm in der Länge und ist etwa halb so breit. 
Gemäß der mir zur Verfügung stehenden Literatur, sind Früchte an diesen, bei uns zur Zier gepflanzten Sträuchern sehr selten. 


Das auch dieses Gehölz aus Asien, nämlich China stammt, braucht wohl nicht extra betont werden. Standort der Zarten im FAS ist die Albert-Hößler-Straße Nr. 2.

Samstag, 27. April 2013

Forsythia x intermedia - Goldglöckchen (124)

Familie: OLEACEAE
Gattung: Forsythia



nein, vergessen habe ich die Forsythie, wie das Goldglöckchen auch genannt wird nicht. Da der Blog jedoch erst seit dem Juni des Vorjahres existiert, bot sich einfach keine Gelegenheit zur Vorstellung. Denn welchen Sinn hätte es das Goldglöckchen ohne ihre goldgelben Blüten zu  zeigen? Die Forsythie blüht im März und April, in diesem Jahr sicherlich bis in den Mai hinein. Wie an den Bildern zu erkennen, erfolgt auch bei diesem Strauch die Blüte deutlich vor dem Blattaustrieb. Forsythien können mit 5 m Höhe recht groß werden, haben dazu jedoch im Kiez kaum eine Chance, da sie zumeist in den Rabatten unmittelbar vor den Häusern stehen und der Pflegetätigkeit in voller Wucht ausgesetzt werden. Auf 1 1/2 m Höhe sind die Pflanzen dann zurechtgestutzt. Aus diesem Grunde habe ich auch die ungepflegten und daher schöneren Exemplare vor der Post, kurz vor dem östlichen Eingang ins Arboretum gewählt. Zumal sich hier der Vergleich zum postgelb anbietet. Das Foto mit den Blüten entstand jedoch inmitten des FAS.

Es ist eigentlich fast unnötig zu erwähnen, dass auch der Ursprung unserer Forsythien Hybriden in Asien liegt. Genau genommen, in Ost-Asien.

Sonntag, 21. April 2013

Viburnum x bodnantense - Bodnant-Schneeball (123)

Familie: CAPRIFOLIACEAE
Gattung: Viburnum



da wir bis in den April hinein Schnee hatten, will ich in diesen Monat auch noch einen Schneeball packen. Diesen Kalauer konnte ich mir jetzt wirklich nicht verkneifen. 
Ebenso wie der Silber-Ahorn, ist der Bodnant-Schneeball ein ausgesprochener Frühblüher. Die hiesigen Exemplare sind jetzt - Mitte April bereits wieder fast fertig mit diesem Teil der Pflanzenerotik. Die ersten Blüten gab es schon im Februar! Und wie Silber-Ahorn erscheinen diese bereits vor dem Austrieb der Blätter. Durch die sehr frühe Blüte fällt diese Schneeball ebenso auf, wie durch die rosa Farbe der Blüten. Welche zudem stark duften und Insekten in Scharen anlocken. Kein Wunder - gibt es doch so früh, kein allzu großes Nektarangebot. 

Zu den Blättern. Diese sind zwischen 3 und 6 cm lang, nur halb so breit und eiförmig, dabei spitz zulaufend. Am Rand haben sie Zähne. Die Oberseite der Blätter ist grün, bei den ganz frischen Blättern, mit einem Verlauf in das rotbraune. So wirken sie bereits im Frühjahr herbstlich. Die Blattnerven treten sehr deutlich hervor. 


Der Strauch - denn um einen solchen handelt es sich, soll bis 3 m hoch werden. Die FAS Exemplare sind bisher nur etwa 2 Meter groß. Die einzelnen Stämmchen ragen steil empor und neigen sich nur am Ende ein wenig zur Seite. 
Die Eltern des Hybriden (am "x" im Namen als solcher erkennbar) stammen aus Asien. Darum habe ich diese Züchtung auch dort eingeordnet. Viburnum x botnatense, ist leicht mit einem der Elternteile, dem Viburnum farreri zu verwechseln.   
Ganz erstaunlicherweise haben die Pflanzen den doch ziemlich harten Frost Ende März/Anfang April gut überstanden.

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Parthenocissus tricuspidata - Dreispitzige Jungfernrebe (120)


Familie: VITACEAE
Gattung: Parthenocissus


ein paar welke Blätter hängen noch. Oben eingeklinkt die
Spreite eines dreispitzigen Blätter.


wie kleine Glühlampen in einer Fassung wirken die
blauen, bereiften Früchte.

























auch im Winter kann man weitere Gehölze vorstellen, selbst wenn diese sommergrün sind, sich also von ihren Blättern getrennt haben. Die Hauptsache man erkennt Merkmale der Bestimmung. Parthenocissus tricuspidata ist auch jetzt gut zu identifizieren. Es sind vor allem die Haftscheiben und die blauen Früchte welche mir den Weg zur Bestimmung wiesen. Zur Sicherheit hat mir Jungfer Rebe noch einige der bis über 10 cm großen und sehr lang gestielten Blätter, wenn auch nur in getrockneter Form hinterlassen. Die Blätter, der aus Asien stammenden Kletterin haben charakteristische drei Spitzen und sehen dadurch aus, wie ein verhindertes Platanenblatt, welchem die äußeren Spitzen fehlen. Die fremdländische Herkunft, macht den Vögeln überhaupt nichts aus. Besonders Amseln lassen sich jetzt beim Pflücken der Früchte beobachten. Dabei verhalten sie sich fast wie Kolibris im Schwebeflug, um an die Früchte zu gelangen.
Mit ihren kleinen, 6 bis 10 Haftscheiben je Trieb, kann der Strauch Höhen bis zu 20 m erklimmen. Das macht ihn gut geeignet um Fassaden zu begrünen. Ohne zusätzliche Rankhilfen anbieten zu müssen.
Die Haftscheiben wirken auf mich wie Lötpunkte auf einer Leiterplatte. Wenn man dazu noch die Früchte in Form von Glühlämpchen sieht, ist man geneigt nach dem Schalter zu suchen, mit welchem man das blaue Licht an- und ausschalten kann. Passend dazu erschien im aktuellen PM-Magazin ein Artikel zu blauem Licht. Danach ist blaues Licht hilfreich gegen Winterdepressionen und fördert Denkleistungen. Denk mal an!

Im englischen heißt die Pflanze auch Japanese creeper. Warum ich das erzähle? Ein verwandter Parthenocissus stammt aus Amerika. Dieser heißt Virginia creeper. Und das erklärt gewissermaßen den deutschen Begriff Jungfernrebe. 


Montag, 10. Dezember 2012

Euonymus japonikus - japanischer Spindelstrauch (117)


Familie: CELASTRACAE
Gattung: Euonymus


wieder mal ein Strauch aus der Japan-Fraktion. Der Name verrät uns das schon, wie er uns ebenso mitteilt, dass er ein enger Verwandter des Pfaffenhütchen ist. Im Gegensatz zu unserem heimische Spindelbaum ist der Kumpel aus Japan immergrün. Das lässt ihn jetzt unter vielen anderen Gehölzen hervortreten und verschafft ihm erhöhte Aufmerksamkeit. Na ja, nicht von sehr vielen der vorbeihastenden Menschen, aber wenigstens von mir. Groß wird der Strauch nicht, nur bei ganz wenigen im FAS zu sehenden Exemplaren muss ich mich nicht japanisch verbeugen um ein Foto zu machen.
Deutlich erkennen wir bei Euonymus japonikus die als End- und Achselknospen gebildeten Knospen für die Weiterentwicklung des Strauches.



Die Früchte erwecken ein gewisses Aufsehen, da diese korallenfarbig aus einem weißen Mantel drängen. Gezähnt präsentieren sich die Blätter, welche sich lederartig anfühlen. Sie wachsen gegenständig. Ihre Blattspreite geht keilförmig aus dem Stiel hervor, welcher stark gebogen ist, so das die Blätter wie hängende Ohren wirken. Von mir vermessene Blätter sind um die 7 cm lang und 4,5 cm breit.







Triebe und Blätter sind deutlich gegenständig - in den Ebenen immer um 90 Grad gedreht. Auf dem rechten Bild ist das schön zu erkennen. Das gehört sicherlich zur Strategie der Pflanze. Dadurch erhalten die Blätter mehr Sonnenlicht, da die gegenseitige Abschattung geringer ausfällt.


Bei den jetzigen Temperaturen von 10 Grad unter Null, werden die Sträucher sicherlich frieren. Um einer Zerstörung der Zellen entgegen zu wirken, produzierensi Glyzerin - als Frostschutzmittel. Wir kennen das in Kühlsystemen der Kraftfahrzeuge und als Frostschutzzusatz für deren Scheibenwaschanlagen. Wie man am Foto sieht, geht das bei den Blättern ein wenig auf Kosten der Spannkraft. Deshalb hängen die "Ohren" bei sehr kaltem Wetter noch stärker als sonst und haben sich sogar eingerollt, so als wollten sich die Blätter gegenseitig wärmen. Bei -3 Grad habe ich das nochmals überprüft. Die Blätter haben wieder ihre frühere Position eingenommen.



Dienstag, 30. Oktober 2012

Malus toringo -japanischer Zierapfel (112)


Familie: ROSACEAE
Gattung: Malus

bevor es mit der Vegetationszeit ganz vorbei ist und die Bäume endgültig ihr Laubkleid abgelegt haben, noch einmal ein exotischer Apfel. Ursprünglich aus Asien (Japan) stammend, wird er gern als Zierapfel angepflanzt. Er ist mit seinen kleinen (ca 8 mm Durchmesser) orangenen Früchten, welche etwa 30 mm lang gestielt sind auch eine Augenweide. Und die Herbstfärbung der Blätter ist ebenfalls sehr schön. Die Blattbeispiele belegen das. Besonders groß wird der Baum nicht. Was für ihn auch das Risiko senkt, als Störenfried weggeschnitten zu werden.
Auffällig an den Blättern ist der Variantenreichtum der Blattform. Die Spreite des größten gelappten Blattes ist etwa 90 x 60 mm groß. Das entspricht auch in etwa dem des größten Blattes am Baum.

Sonntag, 28. Oktober 2012

Malus tschonoskii - Wollapfel (111)

Familie: ROSACEAE
Gattung: Malus

dieser kleine Baum ist in Japan heimisch. Er wird etwa 10 m hoch. Die Blätter haben eine glänzende dunkelgrüne Oberseite, welche sich ledrig anfühlt. Hingegen ist die Blattunterseite dicht behaart und fühlt sich dadurch samtig wie Wildleder an. Die Spreite ist eiförmig und 10 - 12 cm lang, bei einer Breite, welche etwa 2/3 der Länge entspricht. Sie laufen spitz zu, ihr Rand ist gesägt.
Die etwa 3 cm messenenden runden Früchte, deren "Äquator" größer ist als das Maß über die "Pole", sind gelb über orange bis rot und tragen schorfige Punkte. Ihr Geschmack ist ähnlich herb wie beim einheimischen Holzapfel, mit einem zitronig saurem Nachgeschmack. Kein wirklicher Speiseapfel.
Ich zeige den Baum auch in seinem schönen Herbstkleid. Kräftig rot und orange gefärbt. Hier zeigt sich der Nutzen des Baumes. Er erfreut das Auge und die Seele.

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Prunus serrulata - Japanische Blütenkirsche (108)


Familie: ROSACEAE
Gattung: Prunus

Es ist bei den Bäumen nicht anders als bei den Menschen. Es gibt ausgesprochene "Hinkucker". Zu jeder Party kann man sie mitnehmen, weil sie angenehm für das Auge sind und gut unterhalten. Ihre sonstigen Eigenschaften - wen interessiert das schon. Japanische Blütenkirschen gehören möglicherweise in der Gattung Prunus zu dieser Art. Fast das gesamte Jahr über stehen sie unscheinbar am Wegesrand und warten geduldig auf die Partys. Und diese kommen gewiss. Genau zweimal im Jahr; im Frühjahr zur Kirschblüte und wenn der große Maler Herbst, Pinsel und Farbe hervorholt.



Einige dieser sehenswerten Bäume stehen bei uns im Kiez, westlich des Hochhauses Coppistraße. Es ist wahrlich ein Genuß diese Bäume jetzt im Herbst zu betrachten.

Die gesägten Blätter, mit einer 10 cm langen und 5 cm breiten Spreite sind leuchtend von gelb über orange bis hin zu tiefem rot gefärbt.
Der Blattstiel trägt mehrere runde Nektardrüsen.
























Die zweite Party ist inzwischen auch schon wieder Geschichte. Ein orgastischer Rausch von kurzer Dauer. Nicht so kurz wie bei der "Königin der Nacht". Aber hätte ich nur eine Woche nicht an diesem Ort vorbei geschaut, hätte ich diese Pracht verpasst. Jetzt heißt es wieder bis zur Herbstparty warten.