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Donnerstag, 18. Juni 2015

Lonicera involucrata var. Ledebourii - Kalifornische Heckenkirsche (160)

Familie: CAPRIFOLIACEAE
Gattung: Lonicera


Diesen Strauch mit wunder-schönen Blüten, habe ich inmitten des kleinen Waldes entdeckt. Er hat die für ihn vorgesehene Wuchshöhe von 3 m bereits erreicht. Hier im BGFAS blüht diese Heckenkirsche bereits im April. Wie kleine Trichter wirken die gelben Blüten, dessen Farbton vorn in Orange übergeht. Sie stehen, wie das bei den Heckenkirschen so ist im Paar zusammen. Aus diesen werden dann die typischen Doppelfrüchte. Bei Lonicers invulcrata werden diese dann schwarz sein. Sie sind schwach giftig und sollen wohl auch nicht besonders schmecken. 

Die dunkelgrünen Blätter sind eiförmig und gegenständig angeordnet. Als sommergrüner Strauch wirft sie die kalifornische Heckenkirsche im Herbst ab. Ursprungsort ist, wie der Name schon sagt Kalifornien.

Sonntag, 5. Oktober 2014

Physocarpus opulifolius - Schneeballblättrige Blasenspiere (154)

Familie: ROSACEAE
Gattung: Physocarpus


Das Jahr geht, rein botanisch gesehen zu Ende. Wenigstens was die nur im Sommer grünen Gehölze angeht. Bei Veröffentlichung dieses Beitrages sind die Fotos schon drei Monate alt. Der Strauch wird also etwa anders aussehen und wohl bereits Blätter verloren haben. Physocarpus ist ein Nordamerikaner. In unseren Gefilden wächst der Strauch als Ziergehölz, ist aber auch als sg. Gartenflüchtling in der freien Natur anzutreffen. Der Strauch kann wohl 3 bis 4 m hoch werden. Der abgelichtete hat 2 m geschafft und mehr wird es wegen Beschneidungen auch nicht werden. Die einfachen Blätter sind gelappt und an ihren Rändern gesägt. Sie stehen wechselständig am Strauch. 
Die Blüten des Strauches wachsen als kugelförmige Schirme und sind weiß bis Rosa. In diesem Jahr habe ich die Blüte verpasst - werde das also nachreichen müssen. 
Die Früchte kann ich schon zeigen. Sind rot und "aufgeblasene" Hülsen. Das sieht gut aus. Im BGFAS ist er übrigens der Nachbar des Perückenstrauches.

Freitag, 13. Juni 2014

Ceanothus impressus - Säckelblume (151)

Familie: RHAMNACEAE
Gattung: Ceanothus


Die Säckelblumen stammen aus der Mitte und dem Norden des amerikanischen Kontinents. Sie gehören zu den Kreuzdorngewächsen. Umgangssprachlich werden sie auch als kalifornischer Flieder bezeichnet. Das hängt damit zusammen, dass ihre in Dolden stehenden Blüten an die unseres Flieder erinnern. 
Die Blätter von C. impressus wachsen wechselständig. Sie sind recht fleischig und etwa 5 cm lang. Die im BGFAS wachsenden Pflanzen stehen vor dem Büro der HOWOGE und messen weniger als 1 m Höhen. 
Auffalllend sind die schönen blau/violetten Blüten. 
Diese Art Säckelblume ist winterhart und immergrün.



Donnerstag, 29. November 2012

Pinus ponderosa - Gelb-Kiefer + (116)


Familie: PINACEAE
Gattung: Pinus


Schon wieder eine Kiefer? Ja, so ist es. 3 1/2 Wochen den Wahlen in den USA ein Gast aus diesem nordamerikanischen Staat. Hier ist Pinus ponderosa der Staatsbaum von Montana - dort gewann übrigens Romney. Aber das nur am Rande. Die Gelb-Kiefer ist ein harter Typ. Schweres Holz, hart gegen Kälte und Hitze. Diese Bäume vertragen auch mal einen Waldbrand.

Die Nadeln des Baumes stehen im dreier-Pack und sind ziemlich lang. Die von mir gemessenen sind etwa 13 cm lang und sehr harzig, wenn man sie durchschneidet oder zerreibt. Der Habitus des Baumes zeigt uns eine kegelförmige Krone und etwa waagerecht, bis leicht aufwärts gerichtete Äste, welche die Zweige wie Kerzenleuchter tragen. In ihrer Heimat können sie auf ihrem geraden Stamm, eine Höhe von 70 m erreichen. Die Borke meines Baumes ist längsrissig gefurcht und lässt darunter eine rötliche Färbung sehen.
Sehr schön sind die knapp 10 cm langen und an der Basis bis 6 cm breiten Zapfen, dessen Schuppen sich in geschlossenem Zustand wie eine Spirale zur Spitze hin winden. An ihrem außen liegenden Ende, tragen die Schuppen scharfe Spitzen. Auch das trägt zu ihrem guten Aussehen bei. Auffällig an den auf dem Boden liegenden, herabgefallenen Zapfen, ist die fehlende Zapfenbasis. Sie wachsen nämlich in Gruppen direkt am Ast.

Nachtrag November 2013: den Baum gibt es leider nicht mehr. Er wurde bei einer großflächigen Vernichtungsaktion, neben anderen Bäumen gefällt.




Sonntag, 11. November 2012

Chamaecyparis lawsonia - Lawsons Scheinzypresse (50)

Familie: CUPRESSACEAE
Gattung: Chamaecyparis

Diesen Beitrag musste ich völlig neu schreiben. Denn was ich bisher als Chamaecyparis lawsonia angeboten habe, stimmte ganz offensichtlich nicht. Die gezeigten Bäume sind vermutlich nicht einmal Chamaecyparis. Mein Trost: die Botaniker des 19. Jahrhunderts hatten da auch ihre Probleme und ordneten die Bäume noch der Gattung Cupressus zu. Und die Nutka-Scheinzypresse (Xanthocyparis nootkatensis) sind erst vor 10 Jahren wieder aus der Gattung Chamescyparis heraus in die neu gebildete Gattung Xanthocyparis (gelbe Zypresse) hinein gekommen. Und das auf  der Grundlage molekular-genetischer Untersuchungen, nachdem in 1999 in Vietnam eine neue Baumart entdeckt wurde.
Scheinzypressen haben abgeflachte Zweige und zweierlei Blätter - Flächenblätter und Kantenblätter. Durch die Überdeckeung entsteht auf den flachen Seiten der Zweige von Lawsons Scheinzypresse ein weißes Kreuzmuster. Die Zweige der Scheinzypressen sind alle in einer Ebene angeordnet. Bei Lawsons Scheinzypresse ist das üblicherweise Palmwedel artig ausgeprägt. Wichtiges Kennzeichen von Chamaecyparis lawsonia soll sein, dass die Hauptäste abwärts gerichtet sind. Das habe ich beim Großen Bruder meines botanischen Gartens an den großen Bäumen auch deutlich sehen können. Bei den kleineren Gartenformen scheint das aber nicht so zu sein. Die männlichen Blütenzapfen haben ein schöne rote Farbe. Ein weiteres Erkennungsmerkmal für Chamaecyparis lawsonia sind die verholzten Zapfen. Sie sind rund, haben einen Durchmesser von etwa 8 - 10 mm und 6 - 10 Zapfenschuppen. Die Spitzen dieser Schuppen sind deutlich eingesenkt.
in ihrer nordamerikanischen Heimat werden die Bäume 600 Jahre alt und erreichen Höhen von deutlich über 50 m, womit sie die größte Art der Scheinzypressen sind. Wie so oft, lebt es sich in der Fremde nicht so gut. Hier in Europa erreichen die Bäume nur etwa die Hälfte der zu Hause erreichbaren Größe. Auf dem Foto eines Baumes sehen wir ein weiteres typischen Merkmal - den überhängenden Wipfeltrieb.





Dienstag, 9. Oktober 2012

Pinus strobus - Weymouth-Kiefer (106)

Familie: PINACEAE
Gattung: Pinus



Nachdem wir bereits drei verschiedene Arten der Fichte zeigen können, haben wir jetzt auch die dritte Kiefer im Arboretum zu zeigen. Durch seine langen und biegsamen Nadeln ein sehr schöner und lichter Baum. Die Nadel stehen jeweils zu fünft in Büscheln.  Ihre Länge ist recht groß. Bei "meinem" Exemplar habe ich fast 10 cm gemessen. In der Literatur sind gar Längen bis 15 cm angegeben. Wenn man sie sie, von der Spitze in Richtung an welcher sie angewachsen sind, durch die Finger zieht, fühlt sich das rau an - was an der feinen Zähnung liegt.
Und noch etwas gelesenes: bis zu 80 Meter wird der Baum in seiner nordamerikanischen Heimat hoch. Dieser hier hat den zehnten Teil davon erreicht.
Die Zapfen sind ziemlich schlank, etwas gekrümmt und hängen.
Standort des Baumes ist fast wieder unser Ausgangspunkt. Er steht gegenüber des Spielplatzes vor meinem Haus.





Samstag, 8. September 2012

Robinia viscosa - Klebrige Robinie (97)

Familie: LEGUMINOSAE
Gattung: Robinia


Wir begeben uns von der Kirche weg zum westlichsten Punkt unserer botanischen Gartens. Das ist an der Stelle, an welcher die Wilhelm-Guddorf-Straße in die Gürtelstraße einmündet.
Dort stehen einige Exemplare dieses kleinen, nur wenig über 10 - 12 m hoch werdenden Baumes aus Nordamerika. Da Robinia viskosa bis zum August blüht, sind selbst jetzt im September noch die rosa Blüten des Baumes sehen. Die Farbe der Blüten und der späte Zeitpunkt ihres Vorhandenseins, hat mich überhaupt erst auf ihn aufmerksam gemacht. Denn von den Blättern her unterscheidet er sich nicht wesentlich von Robinia pseudoacacis.
Nicht ohne Grund führt dieser Baum das Attribut "klebrig" im Namen. Junge Zweige und der Blattstiel sind durch Drüsen sehr klebrig.



















Faszinierendes Blütenbild: wir sehen Frühling und Herbst gleichzeitig und am selben Baum!

Donnerstag, 6. September 2012

Thuja occidentalis - Abendländischer Lebensbaum (96)

Familie: CUPRESSACEAE
Gattung: Thuja

























wir bleiben bei unserer Kirche und verlassen noch nicht die Nacktsamer und deren Nadelbumvertreter. In zwei Formen entdecken wir den Abendländischen Lebensbaum. Beschnitten als Hecke und als kleines Bäumchen vor deren Verheckung.
In botanischen Gärten habe ich den Baum schon mit 10 m Höhe gesehen, zumeist ist er mir allerdings nur kleinwüchsig bekannt geworden. Auffallend die sehr flachen und breiten Triebe. Auf der Oberseite sind die schuppenförmigen Blätter deutlich dunkler als unterseits.

Der größere Baum auf der rechten Seite befindet sich auf dem Spielplatz Albert-Hößler-Straße und misst immerhin mehr als 3 m in der Höhe.

Die verholzten Zapfen haben längliche Schuppen, welche von einem gemeinsamen Punkt ausgehen. Dadurch wirken die kleinen Zapfen (etwa 10 bis 12 mm) auf mich wie kleine verholzte Blumen.



































Sonntag, 2. September 2012

Picea pungens - Stech-Fichte (94)

Familie: PINACEAE
Gattung: Picea

wir bleiben auf dem Gelände des Nadelbaum-Paradieses Mauritius-Kirche. Denn hier wachsen weitere Nadelbäume. So u.a. die bereits vorgestellte Lawsons-Scheinzypresse und Lebensbaum. Nur einige Meter neben der Douglasie steht ein etwa 6 Meter großer Vertreter der Gattung Picea. Das es sich dabei um Picea pungens handelt, passt gut! Denn Ulrich Hecker schreibt in seinem Buch "Bäume und Sträucher" das die Stech-Fichte häufiger mit der Douglasie vergesellschaftet ist. Womit selbstverständlich nicht das Vorkommen im Kiez, sondern in seiner nordamerikanischen Heimat gemeint ist
.
Die 20 bis 30 mm langen Nadeln sind deutlich 4 kantig, mit etwa quadratischem Querschnitt. Alle vier Seiten der Nadeln sehen etwa gleich aus. Das auf dem Foto weiße Streifen auf einer Seite erscheinen, ist ein Effekt des Blitzlichtes. In ihrer Form sind die Nadeln gebogen und laufen stechend spitz zu.



Freitag, 31. August 2012

Pseudotsuga menziesii - Douglasie (93)

Familie: PINACEAE
Gattung: Pseudotsuga
Pseudotsuga menziesii var. glauca (wird nur 40 m)
vorbei an den schrägen Typen durchqueren wir zügig den Spielplatz zu seinem nordwestliche Ende und stehen nun vor der Mauritiuskirche. Auf derem Gelände befinden sich einige interessante Bäume. Für uns von besonderem Wert, ist wegen ihrer Einzigartigkeit für den Kiez die hier stehend Douglasie. Auffällig an diesem aus Nordamerika zu uns gelangtem Nadelbaum, sind die interessanten Zapfen mit zwei völlig unterschiedlichen Schuppen. Kurze und runde Schuppen werden mittig überragt durch lange und schmale Schuppen mit drei Zipfeln. Das sieht sehr dekorativ aus. Wie bei der Fichte hängen diese an den Ästen.
Die weichen Nadeln sind etwas länger als bei der Fichte und duften beim Zerreiben fruchtig nach Orangen. Eine Douglasie wird in Europa, mit 50 bis 60 m etwas größer als unsere heimische Fichte.  In ihrere Heimat erreichen sie Höhen von mitunter mehr als 100 m. Lt. Wikipedia war der höchste bislang vermessene Baum eine Douglasie.  Sie war noch größer als die, für die größte Bäume geltenden Küstenmammutbäume. Mit 133 m maß die genannte Douglasie auch 3 m mehr, als die von einem Wissenschaftlerteam berechnete mögliche Maximalhöhe von Bäumen. Die Douglasie wird diese Berechnungen sicher nicht gekannt haben, zumal sie wohl mehr als 100 Jahre (1895) vor dieser Studie gefällt wurde. Aber mal ohne diesen Kalauer: interessant ist schon, dass theoretisch berechneter Wert und Praxismessung so nah beieinander liegen. Die Palme für die größte Höhe teilen, muss sich der Baum mit einem Laubbaum. Ein Eukalyptus rengans  wurde 1872 in Australien gefällt und mit 132 m vermessen (ich las auch 132,58 m). Andere Quellen geben der höchsten Douglasie "nur" 120 m. Wie dem auch sei. Die Douglasie gehört zum elitärem Kreis der +100 m Bäume. Auch der längste Baum Deutschlands ist ein Douglasie und misst 63 m.




Die Kiezdouglasie ist erheblich kleiner (diese Art wird sowieso nur 40 m) und zeigt auch nicht den kegelförmigen Habitus der Douglasien. Es sieht so aus, als hätte der Baum einmal seine Krone verloren. Vor der letzten Eiszeit, so ist nachzulesen, war Pseudotsuga auch in unseren Breiten heimisch. Heutzutage passt sie möglicherweise nicht so richtig in den hiesigen Naturkreislauf hinein, was von manch Naturschützer kritisiert wird. Dazu kann ich nur sagen: auch der Mensch und vor allem seine technischen Hilfsmittel der Fortbewegung passen da nicht hinein. Zudem sprechen wir hier von Bäumen und nicht von Fruchtfliegen. Will sagen, selbst die erste Generation der erst im 19.Jahrhundert nach Europa eingeführten Bäume, befindet sich erst im ersten Lebensdrittel. Warten wir also in aller Gelassenheit mal 500 Jahre ab und reden dann noch einmal darüber



Mittwoch, 29. August 2012

Fraxinus latifolia - Oregon-Esche (92)

Familie: OLEACEAE
Gattung: Fraxinus

Wir standen zuletzt beim Goldregen. Genug Gold gesehen, es geht nach Oregon, präziser zur Oregon Esche. Was mir an diesem Baum zuerst auffiel, ist die Rinde. Diese erinnert mich nämlich sehr stark an Buchen. Grau, glatt und Chinesenbärte. Ansonsten hat er die gefiederten Fraxinus-Blätter. Aber nur 5 - 9 Fiedern und  damit deutlich weniger als unsere gemeine Esche. Auch laufen die Fiedern nicht so stark spitz aus.
Bei den Fiedern am hier dargestellten Blatt, fällt auch eine sehr starke Asymetrie am Blattgrund auf.







Dienstag, 21. August 2012

Catalpa bignonioides - Trompetenbaum (89)

Familie: BIGNONIACEAE
Gattung: Catalpa


einer dieser Bäume mit den großen Blättern und langen Kapselfrüchten, welche wie die Bohnen am Baum hängen, wächst vor der Kita in der Schulze-Boysen-Straße 22-24. Also gegenüber den Pflaumenblättrigen Weißdorn. Zwei weitere hinter dem langen Block am Niedrigenergiehaus.

Die Blätter stehen gegenständig an langen Stielen und werden allgemein als "eiförmig" beschrieben - ich würde eher sagen, dass sie herzförmig sind. Wenn auch nicht so ausgeprägt wie bei der Linde. Zudem sind viele der Blätter dreifach gelappt.
Die Borke des Baumes ist längsrissig.



Parthenocissus inserta - Gewöhnliche Jungfernrebe (88)


Familie: VITACEAE
Gattung: Parthenocissus


nach dem Ausflug in das schöne östliche Erzgebirge und dem Gruß der Fichte, nun wieder kleinere Brötchen - präziser: kleinere Gehölze. Zur Tarnung der Müllbox eingesetzt ist an einem unserer Hochhäuser die gewöhnliche Jungfernrebe. Dieses Weinrebengewächs mit seinen 5-fingrigen Blätter stammt ursprünglich aus Nordamerika. Die für solche Klettersträucher typischen Haftscheiben, sind bei P. inserta nur schwach ausgeprägt. Am abgelichteten Exemplar habe ich keine entdecken können. Da an einem Gitterzaun wachsend, braucht die Pflanze das auch nicht. Die jetzt noch grünen Beerenfrüchte werden in der Reifezeit blauschwarz und sind leicht giftig. Allerdings nur für uns Menschen - für Vögel sind sie wertvolle Nahrung.

Sehr variabel ist die Größe der Blätter, sie sind so groß wie eine Hand. Beginnend bei der Größer einer Säuglingshand bis hin zur Pranke mancher Männer.


Freitag, 17. August 2012

Crataegus prunifolia (Crataegus crus-galli) - Pflaumenblättriger Weißdorn (87)

Familie: ROSACEAE
Gattung: Crataegus


Wenn vom Weißdorn gesprochen wird, hat man zumeist die einheimischen und weit verbreiteten eingriffligen und zweigriffligen Vertreter. Es gibt selbstverständlich viel, viel mehr von diesen liebenswerten Bäumen. Wikipedia spricht von 200 - 300! Der Crataegus liebt es auch sehr, mit anderen Crataegen Nachkommen zu schaffen, welche dann wieder ein wenig anders sind.

Bei uns im Kiez wächst auch eine beliebte Gartenform von Crataegus. Es ist der pflaumenblättrige Weißdorn oder auch Crataegus crus-galli (Hahnensporn-Weißdorn). Dessen ovale Blätter sind doppelt gesägt und lederartig. Auf der Oberseite schön dunkelgrün gefärbt. Die Dorne sind sehr stark ausgeprägt. 

Diese schönen Bäumchen entdecken wir, wenn wir unseren Weg von der Fichte auch fortsetzen, die John-Sieg-Straße überqueren und durch den Durchgang des hier stehenden langen Häuserblocks zur Abzweigung der Schulze-Boysen-Straße gelangen. Dort stehen sie vis-a-vis der beiden Kindereinrichtungen deren Rückseite wir im zweiten "Gestern-und-heute-Beitrag" sehen. Eines der Häuser beherbergt die katholische Grundschule St. Mauritius.

Die Bäume sollen eine besonders schöne Herbstfärbung haben. Darüber wird bald zu berichten sein.

Dienstag, 14. August 2012

Symphoricarpos albus - Gewöhnliche Schneebeere (85)

Familie CAPRIFOLIACEAE
Gattung: Symphoricarpos

jedem Kind ist dieser etwa 2 m hoch werdende Strauch, mit seinen Erbsen großen, weißen Früchten, welche häufig in kleinen Trauben stehen, bekannt. Vor einigen Jahren wurde er auch durch einen Rechtsstreit und das moderne deutsche Liedgut zum Medienstar. Zwei Stichworte: Moschendrohtzaun, Knallerbsenstrauch. Entsprechend seiner Bedeutung hat er sich auch im Kiez angesiedelt und steht in Sichtweite der bereits geschilderten Gleditschie und der für die deutsche Forst- und Weihnachtswirtschaft wichtigen Fichte - welche wenigstens zu Weihnachten ebenfalls Medienstar ist.

Die ovalen Blätter stehen kurz gestielt und gegenständig. Lang und breit wie eine Streichholzschachtel. Wer so ein Relikt nicht mehr kennt. Die klassische Schachtel Riesaer Zündwaren ist 5 cm lang und 3,5 cm breit. Die Zweige des Strauches sind sehr dünn. Das was wir als Knallerbse bezeichnen und Beeren artig aussieht, ist in Wirklichkeit eine Steinfrucht.

Kaum zu glauben: mit den Knallerbsen konnte meine Urgroßmutter möglicherweise in ihrere Kindheit nicht geärgert werden. Jedenfalls sagt mir eine Quelle, dass der Strauch erst Anfang des 20.Jahrhunderts in Europa eingeführt wurde. Andere Quellen legen diesen Termin auf die Mitte des 19.Jahrhunderts. wie dem auch sei - Symphoricarpos albus stammt eigentlich aus Nordamerika. Wikipedia berichtet, Indianer hätten die Früchte auch zur Haarwäsche benutzt. Sollte das mal jemand testen wollen, kann er über die Erfolge ja einmal berichten.


Montag, 6. August 2012

Gleditsia triacanthos - Gleditschie (79)

Familie: LEGUMINOSAE
Gattung: Gleditsia



dieser sehr interessante Baum wächst in mehreren Exemplaren am Verbindungsweg welcher hinter dem "Steinhaus" (Jugend-Club) zur John-Sieg-Straße führt. Er ist ein Gast aus Nordamerika und fühlt sich offensichtlich wie häufig Nordamerikaner sehr wohl bei uns. So stellt er in der Ruschestraße (außerhalb des Kiezes) viele der Straßenbäume. Gleditschien können eine stattliche Höhe von 40 m erreichen. Sie sind schlank und licht. Ihre Blätter sind wechselständig und gefiedert die einzelnen ovalen Fieder sind unter einen cm breit und messen um die 2-3 cm in der Länge. An einem Gleditschien-Blatt befinden sich 1 bis 2 dutzend Fiedern. Die Blätter können gar doppelt gefiedert sein - d.h. die Fiedern sind wieder gefiedert wie bei Akazien. Das besonders auffallende an Gleditsia sind jedoch die starken Dornen am Stamm und an den Zweigen welche sehr lang werden können und oft, besonders am Stamm in Büscheln stehen. man muss das einfach gesehen haben. Daraus erklärt sich auch eine der deutschen Bezeichnungen: Christdorn.





Nach der letzten Baumpflege sieht einer der Christdorne nun wie im nebenstehenden Foto aus:  

Montag, 23. Juli 2012

Tsuga canadensis - Kanadische Hemlock (67)

Familie: PINACEAE
Gattung: Tsuga


wieder mal ein Nadelbaum. Das auffälligsten Merkmal dieser Bäume sind die ungleich langen Nadeln. Lang? Was heißt hier lang! Eigentlich hätte ich unterschiedlich kurze Nadeln schreiben sollen. Sie sind nämlich nur zwischen 3 und 15 mm lang. Auf ihrer Oberseite sind die weichen Nadeln glänzend dunkelgrün - unterseits zeigen sie deutlich zwei weiße Spaltöffnungsbänder.
Auch der Habitus des Baumes ist ungleichmäßig. Die Krone ist zwar insgesamt Pyramidenförmig aber besonders am Wipfel stehen Triebe vor.
Tsuga canadensis ist langlebig. Er wird bis zu 1000 Jahre alt. Erste Zapfen erscheinen, an diesem Alter gemessen recht früh - nämlich nach 20 bis 40 Jahren. Wie die Nadeln, sind auch die Zapfen klein. Sie erreichen nur etwa 2 cm. Wie bei der Schwarzerle fallen sie erst im zweiten Jahr ab.
Eigentlich fast überflüssig zu erwähnen, dass der ganze Baum nicht zu den Riesen gehört. Mit 20 - 30 m, wächst er nur halb so hoch in den Himmel wie Tanne, Fichte, Kiefer oder Douglasie. Welche dafür aber nur halb so alt werden wie die "Kleinen" Eibe, Wacholder und Hemlock.






Im Kiez sind einige Kanadische Hemlock an der Ostseite des langen Blockes in der Schulze-Boysen Straße zu finden. Der erste und von mir ins Bild gesetzte steht gleich ganz vorn - mit Blick auf den Kaufhallenplatz.






Auf baumkunde.de steht geschrieben, dass der in seiner kanadischen Heimat eigentlich einstämmige Baum, in Europa oft zweistämmig auftritt. Man sieht es.


Sonntag, 15. Juli 2012

Aesculus parviflora - Strauch-Rosskastanie (62)

Familie: HIPPOCASTANACEAE
Gattung: Aesculus

Aus gegebenem Anlass geht es mal zurück zum Ursprung unserer Wanderung. Wir sind also wieder auf dem Gelände des Spielplatzes vor unserem Haus. Grund der Rückkehr ist das Blühen der Strauch-Rosskastanie. Das sieht wunderschön aus.


Aesculus parviflora unterscheidet sich äußerlich eigentlich wenig vom uns bekannten Baum. Sie ist halt wesentlich niedriger. Quasi eine Rosskastanie, welche ihre Krone auf den Boden gelegt hat. Zu Hause ist die Pflanze in Nordamerika.


Freitag, 13. Juli 2012

Amorpha fruticosa - Bleibusch (60)

Familie: LEGUMINOSAE
Gattung: Amorpha

zur Abwechslung wieder mal ein Kleiner. Der auch als "Gewöhnlicher Bastardindigo" bezeichnete Strauch wird 2 bis 3 m hoch und stammt aus Nordamerika. Die gefiederten Blätter sind wechselständig. Der Rand der ovalen Fieder ist glatt. Die Blüten stehen in schmalen, etwa 20 cm langen Trauben und erinnern mich ein wenig an die Vogelhirsekolben, welche ich als Kind meinem Wellensittich gab.


Dienstag, 19. Juni 2012

Juniperus communis - Gemeiner Wacholder (51)


Familie: CUPRESSACEAE
Gattung: Juniperus



Nachdem wir schon den chinesischen Wacholder gesehen haben, nun dessen gewöhnlichen Art. Nadelförmige, stechende Blätter, zu dritt in Wirteln stehend. Auf der Oberseite haben die Blätter ein grau-weißes Band.

Juniperus communis wächst als Baum und Strauch, dieser hier, direkt vor meiner Haustür ist ein wenig gärtnerisch geformt worden. 

Die Literatur wertet ihn als wirtschaftlich nicht besonders wertvoll. Naja - das ist Ansichtssache. Liebhaber eines guten Gin oder Steinhäger werden da widersprechen. Aus den Beeren des Wacholder entsteht nämlich das bekannte alkoholische Getränk. Als Gewürz finden wir Wacholderbeeren bei Wildgerichten.

Das Holz soll sehr gutes Schnitzholz sein. Der Baum wächst langsam und kann sehr alt werden - 600, 800 Jahre. Sehr alte Exemplare sollen sogar 2000 Jahre schaffen. Da hat "alt wie ein Baum" tiefe Bedeutung.