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Donnerstag, 18. Juni 2015

Lonicera involucrata var. Ledebourii - Kalifornische Heckenkirsche (160)

Familie: CAPRIFOLIACEAE
Gattung: Lonicera


Diesen Strauch mit wunder-schönen Blüten, habe ich inmitten des kleinen Waldes entdeckt. Er hat die für ihn vorgesehene Wuchshöhe von 3 m bereits erreicht. Hier im BGFAS blüht diese Heckenkirsche bereits im April. Wie kleine Trichter wirken die gelben Blüten, dessen Farbton vorn in Orange übergeht. Sie stehen, wie das bei den Heckenkirschen so ist im Paar zusammen. Aus diesen werden dann die typischen Doppelfrüchte. Bei Lonicers invulcrata werden diese dann schwarz sein. Sie sind schwach giftig und sollen wohl auch nicht besonders schmecken. 

Die dunkelgrünen Blätter sind eiförmig und gegenständig angeordnet. Als sommergrüner Strauch wirft sie die kalifornische Heckenkirsche im Herbst ab. Ursprungsort ist, wie der Name schon sagt Kalifornien.

Samstag, 16. Mai 2015

Ribes sanguineum - Blut-Johannisbeere (152)

Familie: GROSSULAREACEAE
Gattung: Ribes


Hier also die Richtigstellung. Und meine Entschuldigung an die Blut-Johannisbeere, welche ich unter falschem Namen vorgestellt hatte. 
Ein weiterer Vertreter der Stachelbeergewächse. Die wechselständigen Blätter von Ribes sanguineum sind mit einer Spreite von bis zu 10 cm deutlich größer als bei dem schon vorgestellten Ribes alpinum. Ihre Der rundliche Umriss weist 3 bis 5 Lappen auf, erinnert also ein wenig an die Blätter von Bergahorn. Die Blätter sind behaart und fassen sie daher wollig an. Ribes sanguineum blüht in rosa bis roten Trauben. Die dann an kleinen Reben wachsenden Früchte munden mir ausgezeichnet. Sie haben für mich den selben Geschmack wie die schwarze Johannisbeere - was ja auch zu meinem Irrtum führte. Bei den von mir gepflückten und verkosteten Exemplaren hatten sie auch deren schwarze Farbe und 6 mm Durchmesser. Waren also etwas kleiner als die schwarzen Schwestern. Ob sie sind auch ebenso gesund sind? Ich weiß es nicht.


Samstag, 2. Mai 2015

Cytisus scoparius - Besenginster (159)

Familie: FABACEAE
Gattung: Cytisus


Auch wenn der Strauch den Zusatz Ginster im Namen trägt, ein echter Genista ist er nicht. Die Gattung Cytius ist eingenständig. Besenginster wächst aufrecht und wird 1 bis 2 Meter hoch. Wenn er nicht gerade blüht, ist er ziemlich kahl. Die kleinen wechselständig oder in Büscheln wachsenden Blätter fallen schnell ab. Ihre steilen Äste sind fünfkantig. 
In der Blütezeit (Mai) ist der Strauch von den gelben Blüten regelrecht übersät. Da sieht er richtig schön aus. So wie mir auch die Einzelblüte sehr gefällt. Diese ist nicht nur schön - sie verfügt auch über einen ausgeklügelten Mechanismus ihre Pollen über auf ihnen landende Hummeln auszustreuen. Wie eine Feder entspannt sie sich und schleudert so die Pollen auf ihre Bestäuber. 
Mein Dank geht an die Pflanzenfreunde der Kiezspinne. Dort steht nämlich das einzige Exemplar dieses interessanten Gewächses.

Freitag, 10. April 2015

Juniperus x pfitzeriana - Grüner Breitwacholder (158)

Familie: CUPRESSACEAE
Gattung: Juniperus



Als "Neuzugang" in der Liste der Gehölze ein weiterer Wacholder. Eigentlich "der" Wacholder im BGFAS. Der treffend auch als Breitwacholder bezeichnete Hybride, ist breiter als hoch. Der oben abgebildete ist keine zwei Meter hoch. Seine Äste sind dabei regelrecht künstlerisch gebogen und verzweigt. Über zwei Jahre habe ich verzweifelt versucht aus eigener Kraft herauszufinden, wie dieser hier sehr häufig gepflanzte Bursche richtig heißt. Heraus bekommen habe ich es wieder einmal nur mit Hilfe der Freunde aus dem Baumforum. Die Blätter wachsen in der überwiegenden Mehrzahl schuppenförmig. Jungnadeln wachsen aber nadelförmig. Dort sind sie richtig spitz, hart und stechend. Nadeln und Beerenfrüchte riechen beim zerreiben stark nach Harz. Die Beeren sind nicht ganz Erbsen groß und bläulich gefärbt.



Donnerstag, 5. Februar 2015

Frühe Blüte


Im allgemeinen ist der Frühling die Zeit des Erwachens von neuem Leben. Aber es gibt auch einheimische Gewächse, welche schon im Winter ihre Blüten zeigen. Ein ganz typischer Vertreter dieser frühen Blüher ist der Haselstrauch. Bereits im Januar zeigt Hasel seine gelben, männlichen Blüten. Diese hängen bereits seit dem Vorjahr in bis zu 10 cm lange Kätzchen am Strauch und bilden nun einen leuchtenden Lichtblick, im doch für manchen von uns trüb erscheinenden Winter. Nicht nur die in den Kätzchen versammelten männlichen Blüten, auch die Kätzchen also solche, treten wie es sich für "richtige" Männer gehört, in kleinen Gruppen auf. 



















Die weiblichen Blüten halten sich versteckt in den Knospen. Nur ihre Narbe ragt hervor und leuchtet rot. Wir sehen sie im Foto oberhalb der Kätzchen. Sie macht sich bereit, um später die Pollen aufzufangen. Diese werden durch den Wind verbreitet. Ein Kätzchen enthält bis zu 2 Millionen Pollen. Menschen mit einer Allergie für Haselpollen können genau bestimmen, wann diese fliegen. Hasel ist ein wichtiger früher Pollenlieferant für Bienen.



Montag, 5. Januar 2015

Leucophyta brownii - Silberkörbchen (157)

Familie:  ASTERACEAE
Gattung: Leucophyta


Ein gesundes und glückliches Jahr 2015 wünsche ich den Freunden des BGFAS! 
Zum Jahresbeginn etwas besonders exotisches. Der kleine Strauch sieht nicht nur extravagant aus, er fügt unserem kleinen botanischen Garten auch einen weiteren Pflanzenkontinent zu. Aber alles nacheinander.

Wegen seines ungewöhnlichen Wuchses und der metallisch-silbrigen Färbung, nennt man ihn umgangssprachlich auch Stacheldrahtpflanze. Mir ist das zu martialisch - deshalb habe ich, für die deutsche Benennung lieber den Namen Silberkörbchen gewählt. Eine weitere Bezeichnung wäre Bonanzagras. In seiner Heimat wird er auch Cushion Bush (Kissenbusch) genannt. Stichwort Heimat; der Strauch stammt aus Australien. Dort soll er fast einen Meter Größe erreichen. Die hier lebenden Exemplare schaffen nur 30 cm. Die Blätter der im Zickzack wachsenden Schönheit sind nadelförmig und recht klein. Sie sind immergrün. Eine Bezeichnung, welche bei der silbrigen Farbe komisch anmutet. Aber wir wissen ja, dass hier nicht die Farbe an sich gemeint ist. 
Um die Blüten zu zeigen, werde ich noch ein wenig warten müssen. Sie sollen hellgelb sein. 


Mittwoch, 3. Dezember 2014

Calluna vulgaris - Besenheide (156)

Familie:  ERICACEAE
Gattung: Calluna

Die Mehrzahl unserer Bäume und Sträucher im BGFAS haben bereits die Blätter abgeworfen. Die Besenheide behält ihre Blätter und gibt hier und da, mit roten, rosa oder auch weißen Blüten den Vorgärten der Wohnhäuser, auch jetzt im Dezember noch ein wenig Farbe. Wir haben hier zwar keine Heide, mit großen geschlossenen Heidekrautflächen, sondern nur wenige Einzelpflanzen - schön sieht es dennoch aus. 
Calluna vulgaris ist ein Zwergstrauch und wächst nur bis maximal 50 cm Höhe heran. Die Exemplare hier im BGFAS sind so 20 - 30 cm hoch. 

Die kleinen Blätter sind gegenständig, schmiegen sich an das Ästchen an und überdecken sich schuppenfärmig. So in etwa, wie wir es von manchen Nadelgewächsen kennen.
Die kleinen Blüten sind vier-zählig und stehen ein wenig wie kleine Straßenlaternen mit dem Gesicht leicht schräg nach unten. Als wollten sie den Boden betrachten. Zur Zeit sind sie aber geschlossen und betrachten sich nur von innen.
Sie locken viele Schmetterlinge an und sich eine sehr gute Bienentracht. Jetzt logischerweise nicht mehr.
Sie werden etwas halb so alt wie ein Mensch - etwa 40 Jahre.

Sonntag, 26. Oktober 2014

Lycium barbarum - Gemeiner Bocksdorn (155)

Familie:  SOLANACEAE
Gattung: Lycium



Eine weitere Familie gesellt sich dazu, die Nachtschattengewächse. Einige der uns bekannten Nahrungs- und Genußpflanzen gehören zu dieser Familie. So die Kartoffel, Tomate und Aubergine sowie der Tabak. Auch manch unserer Zierpflanzen, wie die beliebte Petunie sind Nachtschatten. Der hier vorgestellt Bocksdorn ist ebenfalls eine Zierpflanze, allerdings in seiner chinesischen Heimat auch als Nahrungsmittel und in der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt. Besonders die Nutzung zur Ernährung ist interessant, denn in manch deutschem Pflanzenbuch wird der Bocksdorn als giftig bezeichnet. Im 21. Jahrhundert sollte doch klar bestimmbar sein, ob eine Frucht giftig oder genießbar ist. Die roten etwas über 1 cm langen, Goji-Beeren genannten Früchte kann man übrigens käuflich erwerben. Ihr Verzehr soll vorbeugend und stimulierend gegen verschiedene Krankheiten und Beschwerden helfen. 


L. barbarum wächst als Strauch mit rutenartigen über 2 m hohen Zweigen. Hier im BGFAS hat er sich wohl selbst angesiedelt und lebt wild. So kann es sein, dass er nach der nächsten Herbstpflegeaktion erst mal nicht mehr sichtbar ist. Insofern bin ich froh ihn an der Ost- und Südseite der TSV-Lichtenberg Stadion-Umzäunung entdeckt zu haben.

Die lanzlettlichen Blätter sind bis fast 10 cm lang, können aber auch erheblich kleiner sein. Ihre Spreite geht gleitend in den Stiel über. Sie wachsen in Büscheln und wechselständig. 
Schön sind die etwa Kirschblüten großen fünfzähligen violetten Blüten. Jetzt, beim Verblühen nehmen sie eine schöne gelbe Farbe an und wirken auch so sehr dekorativ.






Sonntag, 5. Oktober 2014

Physocarpus opulifolius - Schneeballblättrige Blasenspiere (154)

Familie: ROSACEAE
Gattung: Physocarpus


Das Jahr geht, rein botanisch gesehen zu Ende. Wenigstens was die nur im Sommer grünen Gehölze angeht. Bei Veröffentlichung dieses Beitrages sind die Fotos schon drei Monate alt. Der Strauch wird also etwa anders aussehen und wohl bereits Blätter verloren haben. Physocarpus ist ein Nordamerikaner. In unseren Gefilden wächst der Strauch als Ziergehölz, ist aber auch als sg. Gartenflüchtling in der freien Natur anzutreffen. Der Strauch kann wohl 3 bis 4 m hoch werden. Der abgelichtete hat 2 m geschafft und mehr wird es wegen Beschneidungen auch nicht werden. Die einfachen Blätter sind gelappt und an ihren Rändern gesägt. Sie stehen wechselständig am Strauch. 
Die Blüten des Strauches wachsen als kugelförmige Schirme und sind weiß bis Rosa. In diesem Jahr habe ich die Blüte verpasst - werde das also nachreichen müssen. 
Die Früchte kann ich schon zeigen. Sind rot und "aufgeblasene" Hülsen. Das sieht gut aus. Im BGFAS ist er übrigens der Nachbar des Perückenstrauches.

Freitag, 1. August 2014

Ribes nigrum - Schwarze Johannisbeere (152)

Familie: GROSSULAREACEAE
Gattung: ribes


Ein weiterer Vertreter der Stachelbeergewächse. Die wechselständigen Blätter bei der schwarzen Johannisbeere sind deutlich größer als beim roten Bruderstrauch. Ihre Spreite misst bis an die 10 cm und hat einen rundlichen Umriss mit 3 bis 5 Lappen, erinnert also ein wenig an die Blätter von Bergahorn. Das Ribes nigrum unangenehm riecht, habe ich erst beim Lesen in Bestimmungsbüchern gelesen. Was nur zeigt, das auch unser Geruchsempfinden stark individuell ausgeprägt ist. Nicht Jeder kann Jeden riechen. Also ich kann Ribes nigrum riechen. Vor allem aber schmecken. Die an kleinen Reben wachsenden Früchte gefallen mit geschmacklich sehr gut. Und sie sind auch gesund. Die etwa 10 mm im messenden kugelrunden Beeren, enthalten jede Menge Vitamin C und Zitronensäure. Die Beeren schlagen die Zitrusfrüchte im Vitamin-C-Gehalt locker. Auch Paprika bleibt zurück. Bei den einheimischen Früchten sind nur Hagebutte und Sanddorn deutlich ergiebiger. Die bei mir im BGFAS lebenden Sträucher der schwarzen Johannisbeeren bringen allerdings nicht so große Früchte hervor, wie es gut gepflegte Gartenexemplare machen. Die von mir gepflückten und verzehrten Beeren maßen etwa 5 - 6 mm.



Der Strauch wächst bis in 2 Meter Höhe heran.

Freitag, 13. Juni 2014

Ceanothus impressus - Säckelblume (151)

Familie: RHAMNACEAE
Gattung: Ceanothus


Die Säckelblumen stammen aus der Mitte und dem Norden des amerikanischen Kontinents. Sie gehören zu den Kreuzdorngewächsen. Umgangssprachlich werden sie auch als kalifornischer Flieder bezeichnet. Das hängt damit zusammen, dass ihre in Dolden stehenden Blüten an die unseres Flieder erinnern. 
Die Blätter von C. impressus wachsen wechselständig. Sie sind recht fleischig und etwa 5 cm lang. Die im BGFAS wachsenden Pflanzen stehen vor dem Büro der HOWOGE und messen weniger als 1 m Höhen. 
Auffalllend sind die schönen blau/violetten Blüten. 
Diese Art Säckelblume ist winterhart und immergrün.



Montag, 31. März 2014

Ribes alpinum - Alpen-Johannisbeere (149)

Familie: GROSSULAREACEAE
Gattung: ribes


Nachdem der Frühling so richtig losgelegt hat, ist es für mich an der Zeit, wieder einmal eine im BGFAS lebende Pflanze vorzustellen. Langsam gehen mir diese allerdings aus. Das ist aber nach fast 150 unterschiedlichen Gehölzen, welche in einem ziemlich normalen Berliner Wohngebiet zu finden sind, völlig normal.  
Die Alpen-Johannisbeere, auch Berg-Johannisbeere genannt, gehört zur Familie der Stachelbeergewächse. 


Die Äste des bis zu 2 Meter Höhe erreichenden Strauches sind unbewehrt, haben also keine Dornen, wie die namensgebende Stachelbeere. Ihre Beliebtheit bei der Anpflanzung in der Großstadt zieht Ribes alpinum aus iher bescheiden Lebensweise und der guten Eignung als Hecke. Was im Klartext bedeutet: sie erträgt klaglos heftiges Beschneiden. Ich muss also nicht besonders betonen, dass im BGFAS kaum unbeschnittenen Sträucher, die auch nur annähernd die mögliche Höhe erreichen, anzutreffen sind. Einzelne Exemplare haben es außerhalb von Hecken und "gepflegten" Anlagen geschafft 1,5 m Höhe zu erreichen. 

Die Blüten von Ribes alpinum stehen in kleinen Dolden und haben eine grün-gelbe Farbe. Auf dem oberen Foto kann man das ganz gut erkennen. Die Früchte sollen rot sein. 

Ich muss dass so schreiben, da ich in der Zeit meiner Beobachtung der im BGFAS lebenden Individuen noch keine Früchte gesehen habe. Entweder fand sich niemand, zum bestäuben oder die Pflanzen hatten durch den Beschnitt und den Kampf gegen die Autoabgase zu wenig Kraft um Früchte zu erzeugen. Möglicherweise war ich aber in der Erntezeit immer gerade im Urlaub und die Vögel hatten alle Beeren bereits gepflückt.

Die dreieckigen Blätter messen etwa 3 cm, sind grob gezähnt und dreilappig. Wie im Bild zu sehen, sind die Blattstiele und die Blätter selbst leicht behaart. Die Unterseite der Blätter ist jedoch kahl.





















Wie das oben stehende Foto verdeutlicht, kann ich jetzt (Anfang Juli 2014) auch die Früchte zeigen. Es bedurfte aber ziemlicher Suche, an den vielleicht 50 entsprechenden Sträuchern ein paar der nur 2 - 3 Millimeter groß gewordenen Früchte zu entdecken. Sie schmecken aber erstaunlich gut und lassen den typischen Johannisbeergeschmack erkennen.

Montag, 3. Februar 2014

Hamamelis mollis - Chinesische Zaubernuss (148)

Familie: HAMAMELIDACEAE
Gattung: Hamamelis


Manchmal muss ich im BGFAS nichts Neues entdecken, sondern es wird mir regelrecht vor die Nase gepflanzt. Zu Beginn dieses Jahres fiel mir direkt vor dem Eingang des Hochhauses Coppistraße 10/12 ein "blonder" Strauch auf, welcher offenbar neu dort ist. Der Ort liegt unmittelbar auf meinem Weg zum Bahnhof Nöldnerplatz, welcher immer Startpunkt meines Arbeitsweges und häufig Endpunkt des Heimweges ist. Wenigstens soweit es die Nahverkehrsmittel betrifft. 
Hamamelis mollis ist ebenso wie der bereits vorgestellte Winterjasmin ein ausgesprochener Frühblüher. Bereits Anfang Januar zeigte er seine, weit vor den Blättern erscheinden gelben Blüten. Auf mich wirken dies Blüten tatsächlich so, wie die von blonden Spielpuppen, mit starkem Haar. Der Eindruck wird dadurch verstärkt, dass die Blüten in Büscheln auftreten. Der Blütenkelch ist kräftig rot gefärbt.

Der kleine Strauch hat Trichterform. Den Part zu den Blättern werde ich, wenn sie sich zeigen nachtragen.

Samstag, 11. Januar 2014

Cotoneaster acutifolius - Hecken Strauchmispel (147)

Familie: ROSACEAE
Gattung: Cotoneaster



Der nächste der Cotoneaster.  Ein Gehölz, welches offenbar schwer zu klassifizieren ist. Hierzulande werden besonders die bodenbedeckenden Sorten gern genutzt, weil sie "Unkraut" im Wachstum behindern. Die hier vorgestellte Sorte gehört nicht zu diesen, sondern wächst als 3 bis 4 m hoher Strauch. Ich zeige sie trotz der Zuordnungsproblematik - ich weiß nämlich wirklich nicht genau ob es sich hier um Cotoneaster acutifolius handelt; aus zwei Gründen:

- es ist ein Cotoneaster mit blauschwarzen Früchten;
- die Blätter haben eine wunderschöne Herbstfärbung.







Die Blätter stehen wechselständig und in einer Ebene am Zweig. Ihre Spreite ist etwa 5 - 7 cm lang und der Battstiel misst etwa 5 mm. 

Vielleicht liest diesen Beitrag jemand, der wirklich Ahnung hat und gibt mit Hilfestellung bei der Bestimmung.


Zu meinen Zweifeln passt eine mögliche Alternative. Die Zweifelhafte Zwergmispel (Cotoneaster ambiguus) fällt nämlich auch durch schwarze Früchte auf. 




Samstag, 4. Januar 2014

Ligustrum vulgare - Gewöhnlicher Liguster (146)

Familie: OLEACEAE
Gattung: Ligustrum


Ein GESUNDES NEUES JAHR wünsche ich allen Lesern des Blogs. 

Eigentlich könnte ich das Jahr so ähnlich, wie das Jahr 2013 beginnen. Denn wieder haben wir es geschafft Silvesterfeuerwerk nach unten zu tragen, dann aber keine Kraft mehr, die Reste der Feuerwerkerei bis zu den Müllcontainern zu schaffen und zu entsorgen. 



Gut. ich will aber postiv gestimmt in das Jahr einsteigen und stelle daher das 146te Gehölz vor. Der Gewöhnliche Liguster ist gar nicht so gewöhnlich, wie der Name es besagt. Er ist der einzige Vertreter der Gattung Ligustrum, welcher bei uns in Europa heimisch ist. Zudem ist er halbimmergrün*, das heißt er wirft nur einen Teil der Blätter ab oder macht dieses nur in einem sehr strengen Winter. Ansonsten behält er die Blätter bis zum Neuaustrieb im Frühjahr. Der aktuelle Winter ist bislang kaum als streng einzustufen. 

Ligustrum vulgare wächst als kleiner bis mittelgroßer Strauch. Die im BGFAS wachsende Exemplare sind zumeist beschnitten und nur 1 1/2 m hoch - einzelne Sträucher habe es auf fast 3 m geschafft. Die lanzlettlich geformten Blätter wachsen gegenständig und sind etwa so lang, wie ein kleiner Finger. Dabei etwas breiter als ein solcher. Sie fühlen sich ein wenig ledrig an. Ihr Rand ist glatt.
Im Frühjahr blühen die vierzähligen, weißen Blüten in einer, wie eine Pyramide geformten Rispe. Als kleine Pyramide zeigen sich somit auch die kugelförmigen bis ovalen schwarzen Beerenfrüchte. Für uns Menschen sind sie zum Naschen nicht zu empfehlen, weil giftig. Einheimischen Singvögeln wie Amsel und Drossel macht das nichts aus, sie nehmen sie im Winter gern als Nahrung und unterstützen durch Ausscheiden der Kerne die Verbreitung der Pflanze. 

Liguster bildet Lebensraum für Schmetterlinge und ihre Raupen. In Wikipdia steht nachzulesen, dass er sogar Namensgeber für einen häufig in Liguster lebenden Nachtfalter ist - den Ligusterschwärmer.

Das Holz unseres aktuellen Pflanzenhelden ist hart und violett im Kern. 


* ich habe ihn bei den immergrünen Pflanzen eingeordnet, um nicht ein neues Label zu eröffnen.




Samstag, 7. Dezember 2013

Dasiphora fructiosa - Fingerstrauch (145)

Familie: ROSACEAE
Gattung: Dasiphora


Wieder einer der Kleinen. Der Fingerstrauch wächst auch im BGFAS als aufrechter, jedoch nicht einmal 1 m Höhe erreichender kleiner Strauch und ist unscheinbar, aber an vielen Orten präsent. D. fructiosa ist ein Europäer. Natürlich kommt er in bergigen Gegenden von Frankreich bis nach Russland vor. Die kleinen, derben Blätter wachsen wechselständig. Sie sind handförmig und haben 3 - 5 Finger. Wovon sich wohl der deutsche Name ableitet. Diese Fieder messen kaum einen Zentimeter. 
Ihre Blüten lässt der Fingerstrauch typischerweise goldgelb blühen. Hier stehen aber auch einige Exemplare mit weißen Blütenblättern. Ich zeige einfach von jeder der beiden Farben ein Exemplar. 



Auf dem Foto mit der weißen Blüte, sind die Größenverhältnisse schön zu sehen. Obwohl die Blüten nur reichlich 2 cm Durchmesser haben, wirken sie im Vergleich zu den Blättern groß.

Der Beitrag ist so etwas wie eine Erinnerung an Spätsommer und Herbst, stammen die Fotos doch aus dem September. Inzwischen sieht man nur noch kahle Zweige, mit der sich charakteristisch abschälenden Rinde. 

Samstag, 23. November 2013

Lonicera pileata - Immergrüne Kriech-Heckenkirsche (144)

Familie: CAPRIFOLIACEAE
Gattung: Lonicera


Nachdem die sommergrünen Gehölze ihre Blätter abgeworfen haben, sind auch die kleinen immergrünen holzigen Gewächse im BGFAS wieder deutlicher sichtbar geworden. Sie helfen mir auch dabei, mit etwas grün über die Winterzeit zu gelangen.

Unser heutiger Gast wir auch ohne beschnitten zu werden nur wenig über einen Meter groß. Ihre lanzlettlichen Blätter wachsen gegenständig und werden etwa 30 - 40 mm lang. Als immergrüne Pflanze behält die Kriech-Heckenkirsche ihre Blätter auch im Winter. Die Oberseite der Blätter glänzt. 

Sehr attraktiv sind auch die lilafarbenen kugelförmigen Früchte. Besonders wenn Sonnenstrahlen sie durchdringen leuchten sie dann sehr intensiv.





Donnerstag, 24. Oktober 2013

Cotinus coggygria - Perückenstrauch (143)

Familie: ANACARDIACEAE
Gattung: Cotinus



In der Harnackstraße steht der Vertreter einer Familie, welche bislang noch nicht vorgestellt wurde. Diese Familie ist die der Sumachgewächse (ANACARDIA-CEAE), was uns nicht viel sagt. Interessant wird es dann, wenn wir uns die Verwandschaft ansehen. Bekannte Namen aus dieser Familie sind Mango, Kaschu (uns bekannt als Cashew) und Pistazie. So schmack- und nahrhaft sind die Früchte des Perückenstrauch nicht. Der am Mittelmeer und Asien daheim Seiende, ist aber äußerst dekorativ und fällt dadurch auf. Sein Name zeigt uns auch warum. Der dekorative Effekt tritt hierbei nicht in der Blütezeit, sondern während des Fruchtstandes im Herbst auf. Die Früchte zeigen sich nämlich mit Fäden behaart, was tatsächlich wie kleine Perücken wirkt. Noch dazu in exklusiv lila Schimmer. Was - zumindest in diesem Jahr, am BGFAS Exemplar nicht so deutlich hervortrat. Ich denke, dennoch ist klar zu erkennen, dass dieser Strauch exotisch anders aussieht als andere Sträucher. 
Die Laubblätter des Schönen wachsen wechselständig, sind eiförmig und etwa 8 cm lang. Im Herbst wirft er die Blätter ab, welche sich vorher aber noch sehr schön verfärben sollen. Nun - wir werden sehen, ob das so ist.


Die Fotos entstanden Ende Juli.

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Rubus fruticosus - Brombeere (142)

Familie: ROSACEAE
Gattung: Rubus



Blattunterseite
Der gewöhnlichen Brombeere sieht und fühlt man deutlich an, dass diese zu den Rosengewächsen gehört. Die Blätter dieses Strauches sind gefiedert (zumeist 5-fiedrig) und wer ist nicht schon einmal im Gestrüpp von Brombeeren an deren stachligen Zweigen hängengeblieben. Selbst die Unterseite der Blätter ist mit Stacheln bewehrt. Da müsste man als Pflanzenfresser schon ein Kamel sein, um sich davon zu ernähren. Die Stacheln sind aber nicht nur eine Schutzeinrichtung gegen das gefressen werden, sie helfen auch bei der Ausbreitung. Brombeergestrüpp wächst tatsächlich invasiv. Die langen und schnell wachsenden Ranken haken sich mit den Stacheln an Nachbarpflanzen und dem Gelände fest. An den Sprossenden bilden sie bei Bodenberührung Wurzeln aus. Somit können sie sich auch weit verbreiten ohne erst den Umweg über Samen gehen zu müssen. So erobern sie recht schnell große Territorien.  
Es würde mich nicht wundern, wäre das Schloss, in welchem Dornröschen mit ihren Eltern lebte und 100 Jahre schlief, von einer Brombeerhecke und nicht von Rosen umgeben gewesen, bevor der Prinz sich mit dem Schwert einen Weg bahnte um die Schöne mit einem Kuss zu wecken. Die Brüder Grimm haben hier möglicherweise geirrt oder bewusst ein wenig geschwindelt, um damit ihrem örtlichen Blumenhändler ein Freude zu machen. Er hätte sich doch auch an den Vitamin reichen Früchten stärken können bevor er sich durch Gestrüpp schlägt. Und da ich hier schon einmal bei den Märchenbrüdern bin, das in deren Heimat gebraute Hütt-Bier ist wirklich märchenhaft. Wer also zufälligerweise einmal in Norhessen unterwegs ist, sollte beim Gaststättenbesuch darauf achten, dass dort Hütt-Bier angeboten wird! 


Zurück zur Brombeere. Im BGFAS wachsen viele dieser dieser Sträucher am Westrand, unmittelbar am Bahndamm der Bahnstrecke Frankfurter Allee nach Berlin-Rummelsburg. Dort kann man etwa ab August die leckeren schwarzen Früchte ernten und sofort verspeisen. Aber Vorsicht. Diese Ecke ist auch als Hundeauslauf sehr beliebt - also auf dem Weg zu den Früchten, den Blick häufiger auf den Boden richten. Die "Brombeeren" sind keine Beeren, insofern ist der deutsche Name dieser Pflanze irreführend. Vielmehr handelt es sich um Sammelsteinfrüchte, jede Einzelne der Kügelchen, aus denen sich die Frucht zusammensetzt, ist eine Steinfrucht. Wie es z.B. die Kirsche ist. Bis etwa 2 1/2 Dutzend solche Früchtchen sitzen gemeinsam auf einem wie einem Kegel geformten Fruchtboden. 
Auch für den Apotheker, also medizinisch ist Rubus fructicosus von Interesse. Ein Aufguss der Blätter hilft gegen leichte Durchfallerkrankungen. Die roh gegessenen Früchte bewirken, wegen ihres hohen Ballaststoffanteiles das Gegenteil. Durch Gurgeln oder als Waschung hilft Brombeere gegen Entzündungen. Lt. Wikipedia hat bereits der vor 500 Jahren lebende englische Arzt und Botaniker John Gerard einen mit weiteren Zutaten gemischten Absud dieser Pflanze als Mundspülung und zur Waschung von entzündeten Geschlechtsteilen von Männlein und Weiblein empfohlen. Ich habe das nicht überprüft. Den Text!
In Dörfler/Roselt "Heilpflanzen, gestern und heute" (Urania Verlag, 1984) las ich, dass die Brombeere geschichtlich zu den ältesten Drogen gehört. Demnach hat bereits Theophrast vor 2 1/2 tausend Jahren über dessen Heilwirkung berichtet. Dieser Theophrastos von Eresos beschäftigte sich im übrigen auch mit Dendrologie, also der Lehre von den Gehölzen und passt daher gut in den Blog hinein.  "Bekannt" ist uns der Mann aber eher durch seine Schilderung menschlicher Charaktere.





Montag, 30. September 2013

Prunus spinosa - Schlehe (141)

Familie: ROSACEAE
Gattung: Prunus



Ein weiterer Vertreter von Prunus. Auffallend an diesem Strauch sind die Dornen an der sehr dunklen Rinde - weswegen er auch Schwarzdorn genannt wird.  Schwarzdorn ist durch die Dornen wehrhaft gegen Pflanzenfresser und  stark verzweigt - deswegen wurde zu früheren Zeiten als Berieselungsfläche von Gradierwerken benutzt. Durch das herabrieseln am dichten Dornengestrüpp wurde die Salzsole konzentrierter und konnte daher mit weniger Energieaufwand zu Salz versiedet werden. Salz war wie Seide und edle Metalle eine wertvolle Handelsware und konnte gegen viele Dinge eingetauscht werden. Alte Fernhandelsstraßen hießen sogar "Salzstraße". Um Salz zu produzieren wurden ganze Wälder abgeholzt, um als Brennmaterial zum versieden eingesetzt zu werden.  Gradierwerke und somit die Schlehe stellten also so etwas wie ein Mittel zur Brennstoffverbrauchssenkung dar.

Schlehen sind, ähnlich wie Weißdorn wichtige Zuflucht- und Nahrungsorte für vielerlei kleine Tiere. Schon im zeitigen Frühjahr können wir Hummeln und Bienen an ihren Blüten beobachten. Die Blüten erscheinen deutlich vor den ersten Blättern.

Die Früchte schmecken ziemlich herb, sind kugelrund und blau bereift. Nach den ersten Frösten, sind sie aber schmackhaft. Uns Menschen dient die Schlehe als Rohstoff für Schnaps und Marmelade. In früheren Zeiten wurden Drogen aus Schlehenblüten aber auch zu Heilzwecken genutzt. 

Bei Ausgrabungen jungsteinzeitlicher Pfahlbauten am Bodensee wurden die Steine der Schlehe gefunden. Was dafür spricht, das die Schlehe schon seit langer Zeit in Mitteleuropa heimisch ist.