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Donnerstag, 24. September 2015

Thymus vulgaris - Echter Thymian (162)

Familie: LAMIACEAE
Gattung: Thymus


Den Thymian schiebe ich schon seit dem vorigen Jahr vor mir her. Nun werde ich ihn mal einstellen. 

Dieses sehr aromatisch duftende Gewächs, dürfte jedem Feinschmecker bekannt sein. Als mediterranes Küchengewürz gibt es Speisen einen ganz besonderen Geschmack. Aber auch für die Gesundheit kann Thymus vulgaris viel Gutes tun. Die der Pflanze innewohnenden ätherischen Öle helfen bei Husten und Heiserkeit und entspannen als Badezusatz. Es wirkt Krampf lösend und soll gar ein natürliches Antibiotikum darstellen. Thymian hilft unter anderem auch vorbeugend gegen Durchfall und ist gut für unsere Gedächtnisleistungen.


Ein wenig zur Beschreibung. Thymus vulgaris ist ein bis zu etwa 1/2 m Höhe heranwachsender Halbstrauch - wenn man ihn denn wachsen lässt. Seine kleinen, nur etwa 10 mm langen, eiförmigen Blätter wachsen kreuzgegenständig und an der Unterseite stark behaart. Die Blattränder rollen sich ein. 




Die kleinen Blüten sind weiß bis rosa. Mein abgelichtetes Exemplar steht hinter der Kiezspinne.



Sonntag, 26. Oktober 2014

Lycium barbarum - Gemeiner Bocksdorn (155)

Familie:  SOLANACEAE
Gattung: Lycium



Eine weitere Familie gesellt sich dazu, die Nachtschattengewächse. Einige der uns bekannten Nahrungs- und Genußpflanzen gehören zu dieser Familie. So die Kartoffel, Tomate und Aubergine sowie der Tabak. Auch manch unserer Zierpflanzen, wie die beliebte Petunie sind Nachtschatten. Der hier vorgestellt Bocksdorn ist ebenfalls eine Zierpflanze, allerdings in seiner chinesischen Heimat auch als Nahrungsmittel und in der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt. Besonders die Nutzung zur Ernährung ist interessant, denn in manch deutschem Pflanzenbuch wird der Bocksdorn als giftig bezeichnet. Im 21. Jahrhundert sollte doch klar bestimmbar sein, ob eine Frucht giftig oder genießbar ist. Die roten etwas über 1 cm langen, Goji-Beeren genannten Früchte kann man übrigens käuflich erwerben. Ihr Verzehr soll vorbeugend und stimulierend gegen verschiedene Krankheiten und Beschwerden helfen. 


L. barbarum wächst als Strauch mit rutenartigen über 2 m hohen Zweigen. Hier im BGFAS hat er sich wohl selbst angesiedelt und lebt wild. So kann es sein, dass er nach der nächsten Herbstpflegeaktion erst mal nicht mehr sichtbar ist. Insofern bin ich froh ihn an der Ost- und Südseite der TSV-Lichtenberg Stadion-Umzäunung entdeckt zu haben.

Die lanzlettlichen Blätter sind bis fast 10 cm lang, können aber auch erheblich kleiner sein. Ihre Spreite geht gleitend in den Stiel über. Sie wachsen in Büscheln und wechselständig. 
Schön sind die etwa Kirschblüten großen fünfzähligen violetten Blüten. Jetzt, beim Verblühen nehmen sie eine schöne gelbe Farbe an und wirken auch so sehr dekorativ.






Donnerstag, 1. Mai 2014

Populus tremula - Zitter-Pappel (150)

Familie: SALICACEAE
Gattung: Populus


Irgendwann musste dieser Tag kommen. Mit der Zitter-Pappel ziehe ich das letzte Gehölz aus dem Zylinder. Vorerst, sage ich mal. Denn es wäre schon sehr verwunderlich, wenn ich schon alles entdeckt hätte. Jedenfalls habe ich zur Zeit nichts mehr auf dem Zettel stehen.

Ganz erstaunlich, dass als Nummer 150 noch ein großer Baum vorgestellt werden kann. Und nicht etwa, weil ich ihn mir lange aufgehoben habe, sondern weil ich ihn tatsächlich erst recht spät entdeckte. Das liegt auch daran, das die von mir entdeckten Exemplare in der äußersten Südwestecke des BGFAS, in der Nähe der Sporthalle an der Tasdorfer Straße gedeihen. Zitterpappeln sind bedürftig nach Licht - was wunderts da, dass "meine" fünf Zitterpappeln nach Süden freie Sicht haben. Der Baum soll eine Größe von 30 m erreichen. Die hier sind schon über 20 m hoch und werden wohl irgendwann die Höhe der 11-Geschosser erreichen. Wenn sie nicht vorher der Säge zum Opfer fallen.




















Die wechselständigen Blätter der Zitterpappel sind sehr grob gezähnt und fast rund. Die Zähne sind aber stumpf - ich würde sagen, dass dieses auch als grob gewellt bezeichnet werden könnte. Die Blattstiele sind etwa genauso lang wie die Spreite. Im Unterschied zu vielen anderen Blattstielen sind sie nicht in einer Ebene mit der Spreite abgeflacht oder rund, sondern 90° zur Spreite abgeflacht. Das führt dazu, dass sich die Blätter schon beim leisestem Lufthauch bewegen, welches ihnen den Namen gab. Wir kennen dazu das sprichwörtliche "Zittern wie Espenlaub". Durch diese Eigenschaft erhöht sich die Verdunstungsfähigkeit. Auch wir wedeln ja mit den Händen, wenn wir sie nach dem Waschen abtrocknen wollen und kein oder ein nicht sauberes Handtuch zur Verfügung steht. Populus tremula macht das allerdings nicht um die Blätter zu trocknen, sondern um die Saugleistung für Wasser zu erhöhnen. Wächst sie doch auf eher trockenen Böden.
Deutlich vor den Blättern erscheinen die auffälligen Kätzchen und erfreuen die ganze Umgebung mit einer Samenflut. nach dieser Leistung ist es verständlich, wenn die auffällig grünen männlich Kätzchen etwas schlaff am Baum hängen.

Die graue bis goldgraue Borke ist anfangs glatt und wirkt durch Korkwarzen quergestreift. Bei älteren Bäumen reißt sie dann längs auf und wird dunkel. Ich denke, auf den Fotos lässt sich das schön erkennen.







Montag, 31. März 2014

Ribes alpinum - Alpen-Johannisbeere (149)

Familie: GROSSULAREACEAE
Gattung: ribes


Nachdem der Frühling so richtig losgelegt hat, ist es für mich an der Zeit, wieder einmal eine im BGFAS lebende Pflanze vorzustellen. Langsam gehen mir diese allerdings aus. Das ist aber nach fast 150 unterschiedlichen Gehölzen, welche in einem ziemlich normalen Berliner Wohngebiet zu finden sind, völlig normal.  
Die Alpen-Johannisbeere, auch Berg-Johannisbeere genannt, gehört zur Familie der Stachelbeergewächse. 


Die Äste des bis zu 2 Meter Höhe erreichenden Strauches sind unbewehrt, haben also keine Dornen, wie die namensgebende Stachelbeere. Ihre Beliebtheit bei der Anpflanzung in der Großstadt zieht Ribes alpinum aus iher bescheiden Lebensweise und der guten Eignung als Hecke. Was im Klartext bedeutet: sie erträgt klaglos heftiges Beschneiden. Ich muss also nicht besonders betonen, dass im BGFAS kaum unbeschnittenen Sträucher, die auch nur annähernd die mögliche Höhe erreichen, anzutreffen sind. Einzelne Exemplare haben es außerhalb von Hecken und "gepflegten" Anlagen geschafft 1,5 m Höhe zu erreichen. 

Die Blüten von Ribes alpinum stehen in kleinen Dolden und haben eine grün-gelbe Farbe. Auf dem oberen Foto kann man das ganz gut erkennen. Die Früchte sollen rot sein. 

Ich muss dass so schreiben, da ich in der Zeit meiner Beobachtung der im BGFAS lebenden Individuen noch keine Früchte gesehen habe. Entweder fand sich niemand, zum bestäuben oder die Pflanzen hatten durch den Beschnitt und den Kampf gegen die Autoabgase zu wenig Kraft um Früchte zu erzeugen. Möglicherweise war ich aber in der Erntezeit immer gerade im Urlaub und die Vögel hatten alle Beeren bereits gepflückt.

Die dreieckigen Blätter messen etwa 3 cm, sind grob gezähnt und dreilappig. Wie im Bild zu sehen, sind die Blattstiele und die Blätter selbst leicht behaart. Die Unterseite der Blätter ist jedoch kahl.





















Wie das oben stehende Foto verdeutlicht, kann ich jetzt (Anfang Juli 2014) auch die Früchte zeigen. Es bedurfte aber ziemlicher Suche, an den vielleicht 50 entsprechenden Sträuchern ein paar der nur 2 - 3 Millimeter groß gewordenen Früchte zu entdecken. Sie schmecken aber erstaunlich gut und lassen den typischen Johannisbeergeschmack erkennen.

Samstag, 7. Dezember 2013

Dasiphora fructiosa - Fingerstrauch (145)

Familie: ROSACEAE
Gattung: Dasiphora


Wieder einer der Kleinen. Der Fingerstrauch wächst auch im BGFAS als aufrechter, jedoch nicht einmal 1 m Höhe erreichender kleiner Strauch und ist unscheinbar, aber an vielen Orten präsent. D. fructiosa ist ein Europäer. Natürlich kommt er in bergigen Gegenden von Frankreich bis nach Russland vor. Die kleinen, derben Blätter wachsen wechselständig. Sie sind handförmig und haben 3 - 5 Finger. Wovon sich wohl der deutsche Name ableitet. Diese Fieder messen kaum einen Zentimeter. 
Ihre Blüten lässt der Fingerstrauch typischerweise goldgelb blühen. Hier stehen aber auch einige Exemplare mit weißen Blütenblättern. Ich zeige einfach von jeder der beiden Farben ein Exemplar. 



Auf dem Foto mit der weißen Blüte, sind die Größenverhältnisse schön zu sehen. Obwohl die Blüten nur reichlich 2 cm Durchmesser haben, wirken sie im Vergleich zu den Blättern groß.

Der Beitrag ist so etwas wie eine Erinnerung an Spätsommer und Herbst, stammen die Fotos doch aus dem September. Inzwischen sieht man nur noch kahle Zweige, mit der sich charakteristisch abschälenden Rinde. 

Donnerstag, 24. Januar 2013

Acer pseudoplatanus - Berg-Ahorn (57)


Familie: ACERACEAE
Gattung: Acer



Selbstverständlich gibt es in Lichtenberg auch Berg-Ahorn.  Im FAS stehen mehrere Exemplare. Wie andere Acer gehört dieser zu meinen Lieblingsbäumen. Welches mir hoffentlich von den anderen Bäumen nicht übel genommen wird. Häufig teilen sich die Stämme von Ahornbäumen nach ca. 1 - 3 m geradem Wachstum in starke, auch fast rechtwinklig zum Stamm stehende Äste. Das gibt ihnen ein interessantes und eigenwilliges Aussehen. Es wirkt fast so, als würde der Baum verschiedene Interessenrichtungen verwirklichen wollen. So wird es wohl auch sein - Leben ist individuell. Und nicht nur als Privileg für uns Menschen.

Bergahorn im Herbst
Besonders beim Spitz- und Eschenahorn ist mir das aufgefallen. Das geschieht an hellen Plätzen, an welche so ein Baum ohne Konkurrenz eine Krone bilden kann um möglichst viel Licht zu erhalten. Warum sollte er an solchen Standorten auch Kraft in einen langen Schaft verschwenden? 

Auf der Seite der Bayrischen Landesanstalt für Wald-und Forstwirtschaft ist zu lesen, dass der Bergahorn unseren Vorfahren als heiterer Baum galt, welcher für Ruhe,Gelassenheit und Harmonie stand. Besonders heiter ist da dieser Feld-Ahorn. Das gefällt mir, als der Harmonie bedürftigen Menschen und erklärt möglicherweise meine Zuneigung zu diesem Baum.



Was mir ebenfalls gefällt. Wie ich ist er genügsam was die Standort- (Nahrungs-) ansprüche betrifft und zäh gegenüber der Umwelt. Er wächst überall - an der Küste, auf dem Felsen im Gebirge und in der Stadt.

Sollte ich mir meine nächste Inkarnation auswählen dürfen, könnte ich mir gut vorstellen ein Ahorn werden zu wollen. Als Bergahorn ergäbe sich dann möglicherweise die Möglichkeit, dass aus meinem Holz ein Muskinstrument gefertigt würde. Bis es so weit wäre, dauert es aber noch ein Stück. Der Berg-Ahorn ist mit 500 Jahren Lebenserwartung einer der langlebigsten einheimischen Laubbäume.



Die Blätter des Bergahorn sind 5-lappig, die mittleren drei Lappen sind besonders stark ausgeprägt und etwa von gleicher Größe. Sie wachsen gegenständig und haben etwa handgroße Spreite an ihren langen Stielen. Im Gegensatz zum Spitzahorn sind die Spitzen der Lappen nicht so extrem spitz zulaufend.

Die Nussfrüchte des Berg-Ahorn bilden ungefähr einen rechten Winkel. Interessant ist der Zusammenhang von Namensgebung und Aussehen. Wir erinnern uns: die Ahornblättrige Platane heißt so, weil deren Blätter dem Ahorn ähneln. Und Acer pseudoplatanus heißt so, weil die schuppenförmige, abblätternde Borke der Platane  ähnelt.

Der Saft des Ahorn ist süss - aus Nordamerika kennen wir den Ahorn-Sirup, welcher aus dem Baum der kanadischen Nationalflagge, dem Zucker-Ahorn gewonnen wird. Auch aus dem Berg-Ahorn wurde zu Zeiten unserer Vorväter Zucker gewonnen.

Ein kleiner Winter-Nachtrag. Mit der charakteristischen Schuppenborke, kann man den Baum auch im Winter sehr deutlich von anderen Bäumen unterscheiden.

Erste Veröffentlichung: 27.07.2012


Mittwoch, 21. November 2012

Prunus laurocerasus - Lorbeer-Kirsche (115)

Familie: ROSACEAE
Gattung: Prunus


als Strauch "getarnt"
ich bin ein Baum
Blüten
Ganz den Nadelbäumen wollen unsere Laubbäume, das Feld des Spätherbstes und Winters nun auch nicht überlassen. Auch Ende November kann nämlich, zum Beispiel der Kirschlorbeer auch noch mit Blättern prahlen. Diese sehen nicht nur so aus wie Lorbeerblätter, sie haben auch in etwa die Konsistenz von (trockenem) Lorbeerblatt. Man hat beim Anfassen ständig das Gefühl, die Blätter zu zerbrechen. Dabei fühlen diese sich ledrig an, sind auf der Oberseite glänzend dunkel- und unterseits hellgrün. Allerdings - zum Würzen der Speisen sollte man sie nicht einsetzten. Alles an der Pflanze ist giftig. Auch die Früchte, wenn auch nicht so stark - wie ich las. Wenn man sie zu Mus oder Marmelade kocht ist dieses Produkt nicht mehr giftig. Jetzt im November steht das sowieso nicht mehr zur Debatte. Es sind keine Früchte mehr da. Wenn man ein Blatt zerreibt riecht das stark nach Bittermandel - also Blausäure.
Prunus laurocerasus zeigt sich als immergrüner, kleiner Baum, welcher sich häufig wie ein Strauch darstellt. Bereits kurz über dem Boden teilt er sich dann in mehrere Stämmchen, welche fast waagerecht zum Oberfläche wachsen können und die Pflanze dann nur etwa 1 - 1 1/2 m hoch werden lassen. Manchmal aber traut er sich auch senkrecht zu wachsen. Dann soll er auch über 5 m hoch aufragen. Hier im FAS gibt es jede Menge Prunus laurocerasus. Hätte ich ihn mit in die Baumzählung aufgenommen, wäre er ein Konkurrent von Crataegus geworden.
Um noch einmal zu den Blättern zurückzukehren. Bis zu 15 cm Länge habe ich gemessen. Sie sind meistens glattrandig, Ich habe aber auch leichte Zähnung beobachten können. Der Rand ist leicht nach unten eingekrümmt. 

Dienstag, 13. November 2012

Pinus cembra - Zirbel-Kiefer (114)


Familie: PINACEAE
Gattung: Pinus

Schon unsere vierte Kiefernart. Auch Arve genannt. Sie steht gleich am Eingang in das FAS-Arboretum und ist auch noch ziemlich klein, was wohl auch an den eher nicht optimalen Bedingungen liegt. Licht hat der lichtbedürftige Baum hier zwar genug, es fehlt jedoch die erforderliche Ruhe und saubere Luft. Jedenfalls können wir den Baum auch im November grün zeigen.









Pinus cembra kann etwa 25 m hoch werden und gehört damit zu den kleineren Nadelbäumen. Er ist jedoch ausgesprochen hart gegenüber dem Frost und wächst noch in 2 1/2 km Höhenlagen.
Erwachsene Bäume haben eine flache, schirmartige Krone. In ihrere Jugend sind sie, wie die Menschen noch schlank. Dann wirken sie wie ein Kegel mit sehr schmaler Krone. So wie es das Foto unseres Exemplares zeigt. Die, für Kiefern mittellangen Nadeln (ich habe sie hier mit 7,5 cm vermessen), stehen jeweils zu fünft und haben im Alter keine Nadelscheide. Im Querschnitt sind die Nadeln dreieckig, mit deutlich sichtbaren weißen Spaltbändern.
Die als Samen in den Zapfen enthaltenen Zirbelnüsse sind essbar und sollen schmackhaft sein. Ich konnte das nicht probieren, dafür ist mein Baum noch zu jung. Diese bilden sich erst mit etwa 50 Jahren. So fängt die Arve mit ihrer Geschlechtsreife in einem Alter an, in welchem es bei vielen Menschen mit der Fähigkeit der Fortpflanzung bereits aufhört. Übrigens ein interessanter Wortstamm: pflanzen. So spät reif zu sein, ist kein Problem für jemanden, der 1000 Jahre alt werden kann.
Die Borke des Stammes der Arve ist schuppig und dunkel.


























Wie wir am Hintergrund erkennen, ist das Foto nicht ganz aktuell. Es entstand bereits Ende September, als die Laubfärbung der Laubbäume gerade erst zaghaft begann.

Freitag, 2. November 2012

Larix decidua - Europäische Lärche (113)

Familie: PINACEAE
Gattung: Larix

ich hatte schon befürchtet, im FAS finde ich keine Lärche, welche ja auch aktueller Baum des Jahres 2012 ist. Freund Herbst hat mir bei der Suche durch seine Initialisierung des Laubabwurfes geholfen. Dadurch habe ich ich jetzt mehr und tiefere Einblicke. Jedenfalls visueller Art. Auf dem Gelände der Kindereinrichtung in der Harnackstraße steht einer dieser sommergrünen Nadelbäume aus der Familie der Kieferngewächse. Larix wirft nämlich, im Gegensatz zu anderen Nadelbäumen, seine Blätter ab. Die etwa 2 - 3 cm langen Nadeln der Lärche sind weich und stehen an Kurztrieben in Büscheln. An den Langtrieben stehen sie spiralig. Vor dem Abwurf färben sie sich wie bei Laubbäumen. Auch mit Nadeln wirkt die Lärche licht und hell. Sie ist so etwas wie die Birke unter den Nadelbäumen.
Lärchen können eine Höhe von etwa 40 m erreichen.






Die Lärche hat als Nutzbaum Bedeutung durch ihr hartes Holz - unter den heimischen Nadelhölzern, hat es die größte Härte.  Die Möbelindustrie freut das, für mich hier ist es eher bedeutungslos.
Eigentlich wollte ich noch ein Foto mit Laubfärbung einstellen - bislang tat mir der Baum aber noch nicht den Gefallen sich zu verfärben.





Als Nachtrag nun der Baum mit Herbstfärbung. Allerdings bei trübem Wetter in der Dämmerung aufgenommen.

Montag, 22. Oktober 2012

Castanea sativa - Edel-Kastanie (109)

Familie: FAGACEAE
Gattung: Castanea

Inmitten des kleinen Wäldchens, stehen einige Exemplare dieses schönen Baumes. Darunter auch der, welcher mit dem blauen Strich des Wanderweges verziert ist. Verwandt ist er nicht etwa mit unserer Ross-Kastanie, sondern mit der Buche und der Eiche. Die Römer sollen sie zu uns gebracht haben. Schmack- und nahrhaft sind die Früchte der Edel-Kastanie, die Maronen. An verschiedenen Stellen las ich, das in den angestammten Gebieten Südeuropas Maronen in der Vorkartoffelzeit zu den Hauptnahrungsmitteln gehörten.
Auffällig lang sind die wechselständigen Blätter. Bis 30 cm erreichen sie und haben eine schlanke, spitz zulaufende Form, wie der Grundriss eines Bootes. Die geraden Seitennerven laufen in Zähnen der Blattspreite aus.


Castanea sativa ist ein langlebiger Baum. 500 Jahre werden ihm gegeben. In seiner Heimat sollen es sogar mehr als 1000, ja gar 2000 Jahre sein. Das ist die wahrhafte Bedeutung von "alt wie ein Baum". Hier in der Stadt schaffen sie das nicht. Ich werde das weiter beobachten.

Sonntag, 23. September 2012

Pinus mugo - Berg-Kiefer (102)

Familie: PINACEAE
Gattung: Pinus

wieder mal ein Nadelbaum. Uns auch als Latschen-Kiefer bekannt. Die Berg-Kiefer wächst an verschiedenen Stellen des Kiezes. Als Interviewpartner habe ich mir das schöne Exemplar gleich neben der bereits vorgestellten Fichte ausgewählt. Vorsorglich hängt diese auch einen Zweig über den großen Strauch der Kiefer. Welche selbstverständlich auch als Baum wächst und dabei bis zu 25 m hoch wird. Mein Pinus mugo hat nur 4 cm lange, steife Nadeln. Diese treten immer im Doppelpack und in kurze Nadelscheiden verpackt auf.
Ihre Zapfen trägt die Berg-Kiefer direkt am Zweig aufsitzend.

Der Name weist uns auf das ursprüngliche Verbreitungsgebiet hin - die Berge. Oberhalb der Baumgrenze sichert sie den Boden und schützt vor Erosion . Dabei lässt sich die Latsche auch nicht von Höhen über 2000 m abschrecken.



Mittwoch, 12. September 2012

Prunus cerasifera "nigra" - Blut-Pflaume (99)

Familie: ROSACEAE
Gattung: Prunus


Noch ein Prunus. Nach der Weichsel-Kirsche nun aber eine Pflaume. Eigentlich eine Blut-Kirschpflaume - denn es sind dessen rotlaubige Formen bzw. daraus entstandene Züchtungen.

Und - noch ein Roter. Mit dieser normalem Roten müssen wir uns beeilen. Freund Herbst beginnt nämlich schon langsam die Blätter der Nichtroten mit roter Farbe zu verschönen. Beim Feuer-Ahorn geht es schon los. Besonders bei solchen Individuen, welche voll in der Sonne stehen.

Zu der abgebildeten Blut-Pflaume gelangen wir, wenn wir vom Standort der Weichselkirsche einfach die John-Sieg-Straße bis zu deren Einmündung in die Frankfurter Allee gehen - also nach Norden. Wie die Weichsel-Kirsche tritt auch die Blut-Pfaume als mehrstämmiger kleiner Baum oder Strauch auf. Sie haben die typischen Blätter einer Pflaume aber eben in roter Farbe. Die Früchte sollen wohlschmeckend sein. Überprüfen konnte ich das bislang nicht. Einfach aus dem Grund, weil ich noch keine Früchte entdeckt habe. Dafür lärmen in den Bäumen ständig Heerscharen junger Spatzen.  


Nachtrag vom 2.7.2014: In der Natur muss man geduldig sein. Heute habe ich den Baum wieder einmal aufgesucht und da hat er mir seine Früchte gezeigt. Schöne runde Kirsch-Pflaumen. Ein Foto habe ich selbstverständlich auch gemacht.  

Montag, 10. September 2012

Prunus mahaleb - Weichsel-Kirsche (98)

Familie: ROSACEAE
Gattung: Prunus

vom Westend des botanischen Gartens begeben wir uns schnell wieder in die Hülle von dessen P2/11 Häusern. Zwischen Mauritius-Kirche und dem etwas stillos nach dieser benanntem Einkaufszentrum gehen wir auf das im "bauhistorischem" Beitrag vorgestellte ältere Wohnhaus zu. Ein wenig südlich von diesem stehen einige Vertreter einer weiteren Art aus der Gattung Prunus. Es sind Weichsel-Kirschen, auch Felsen-Kirschen genannte kleine Bäume. Wobei ich nicht so recht weiß, ob ich hier vom Plural sprechen sollte. Prunus mahaleb kann sich nicht so richtig entscheiden zwischen einem Dasein als kleiner Baum oder großer Strauch. Vielleicht haben die im Bild zu sehenden drei kleinen Bäume einen gemeinsamen Wurzelstock. Mehrstämmigkeit ist ein Merkmal von P mahaleb. Sie wachsen auch nicht schnurgerade, sondern etwas verwinkelt in die Höhe, was seine Ursache aber auch im Beschnitt durch den Menschen haben kann.





















Auf dem Foto sehen wir zwei der drei Stämme.

Die von mir mit bis 65 mm langen und 45 mm breiten Blätter sind recht typische für Prunus. Oval bis Eiförmig und zugespitzt, der Rand gekerbt und die Nebennerven nicht bis zum Blattrand laufend, sondern vorher bogenförmig mit dem Nachbarn vereinigend. Der Blattstiel fällt mit etwa 10 mm nur kurz aus.

Die Früchte sind Erbsengroß uns glänzend schwarz. Zum Ablichten hat man mir leider nur die Steine hängen lassen.


Dienstag, 4. September 2012

Picea omorika - Serbische Fichte (95)

Familie: PINACEAE
Gattung: Picea


Zapfen- und Nadel- Bild sind nicht im gleichen Maßstab.
neben der Stech-Fichte, siedelt ein weiterer Vertreter der Gattung Picea auf dem Kirchengelände. Es ist die serbische Fichte. Heimisch ist sie im Tara-Gebirge in Serbien. Die Omorika hat einen sehr schlanken Habitus, bei jungen Bäumen tritt dieses aber noch nicht so deutlich in Erscheinung. Habe ich gelesen. Dieses Exemplar jedenfalls, ist auch in der Jugend schon sehr schlank. Zugegebenermaßen nicht so stark ausgeprägt wie bei einem reifen Exemplar, welches genauso schlank bleibt jedoch die 4 - 5 mal so hoch ist. Dieser hier mißt erst so etwa 5 m. Wie wir sehen. ist er aber um die Hüften noch recht breit. Als ausgewachsener Baum kann er über 30 m hoch werden.
Im Dezember macht unsere kleine Omorika auch als Christbaum beleuchtet einen guten Eindruck.




Die durch mich gemessenen Nadeln sind um die 2 cm lang, fast 2 mm breit und haben einen flachen, rechteckigen Querschnitt. Besonders im vorderen Bereich der Zweige, sind die Nadeln auffällig nach vorne gerichtet. (Erstveröffentlichung am 4.9.2012)








Freitag, 31. August 2012

Acer platanoides "crimson king" - Spitz-Ahorn (6a)

Familie: ACERACEAE
Gattung: Acer



eine Zuchtform des Spitzahorn aus Frankreich und beliebter Straßenbaum. Kleinwüchsig und mit seinen leuchtend roten Blättern schön anzusehen. Ein recht großes, fast 14 m hohes Exemplar steht direkt vor (besser: unter meinem Wohnzimmerfenster). Abgelichtet habe ich nicht ihn, sondern seine Kumpels 100 m weiter nach Westen in Richtung zum Bahnhof Frankfurter Allee.
Wenn man dicht heran geht, fällt auf, dass nicht alle Blätter diese leuchtende Farbe haben und fast normal grün sind. Ein interessanter Effekt - aus der Ferne sieht der Baum rot aus  und wenn man dichter heran geht grün. Was vor allem daran liegt, dass man aus der Ferne die äußeren, ständig dem Sonnenlicht ausgesetzen Blätter sieht. Aus der Nähe nimmt man dann die inneren, abgeschatteten Blätter war. Ein Hinweis darauf, das die Rotfärbung so etwas wie ein ständiger Herbsteffekt ist. Die Blätter schützen sich mit der Rotfärbung wie mit einer Sonnenbrille.
Beim Namen des Baumes denke ich an Musik von King Crimson.



deutlich erkennbar ist der Einfluss des Sonnenlichtes auf die Blattfärbung. In abgeschatteten  Bereichen
überwiegt der grüne Farbstoff. Bei intensiver Sonneneinstrahlung hat das Rot den Vorrang.


Samstag, 25. August 2012

Laburnum anagyroides - Gewöhnlicher Goldregen (91)

Familie: LEGUMINOSAR     
Gattung: Laburnum

wie so häufig anzutreffen - schön aber hochgiftig. Was die Frage aufwirft, ob man bei allem besonders Schönem auch besonders vorsichtig sein soll.

Als Baum ziemlich klein, nämlich nicht einmal 10 m hoch. Die langgestielten Blätter sind 3-zählig gefiedert und wechselständig. Die einzelnen Fiedern messen in der Länge nicht ganz 10 cm. Gleiche Länge haben die braunen Hülsenfrücht. Die schönen gelben Blüten (welche wohl den deutschen Namen gaben) hängen in langen Trauben am Baum. 
Bilder dieser konnte ich beim Erstellen des Beitrages noch nicht einfügen. Das hole ich nun (22.05.2013) nach. Das sieht doch wirklich wunderschön aus. An solch Blütenpracht erkennen wir, das dieser Baum bei der Fortpflanzung auf die Dienstleistung von Insekten baut. 

Zwei der Bäumchen stehen unmittelbar gegenüber des Wein umrankten Bolzplatzes.



Donnerstag, 23. August 2012

Vitis vinifera - Echte Weinrebe (90)


Familie: VITACEAE
Gattung: Vitis

Eine der Stammarten des Gehölzes, welches uns als Kulturpflanze den Grundstoff für Weine liefert. Als Weinlieferant bei uns im Kiez nicht nutzbar. Aber geduldig Fußball spielende Kinder ertragend und sich dabei an den Schutzgittern um die schönen Bolzplätze windend und mit den Ranken festhaltend. So kann die Pflanze ziemlich große Höhen erreichen.
Die großen Blätter sind deutlich gezähnt und haben drei oder fünf Lappen.

Im übrigen: inzwischen befinden wir uns bereits an der Willhelm-Guddorf-Straße. Entlang dieser werden wir uns in westlicher Richtung hin zur Mauritius-Kirche bewegen.