Donnerstag, 1. Mai 2014

Populus tremula - Zitter-Pappel (150)

Familie: SALICACEAE
Gattung: Populus


Irgendwann musste dieser Tag kommen. Mit der Zitter-Pappel ziehe ich das letzte Gehölz aus dem Zylinder. Vorerst, sage ich mal. Denn es wäre schon sehr verwunderlich, wenn ich schon alles entdeckt hätte. Jedenfalls habe ich zur Zeit nichts mehr auf dem Zettel stehen.

Ganz erstaunlich, dass als Nummer 150 noch ein großer Baum vorgestellt werden kann. Und nicht etwa, weil ich ihn mir lange aufgehoben habe, sondern weil ich ihn tatsächlich erst recht spät entdeckte. Das liegt auch daran, das die von mir entdeckten Exemplare in der äußersten Südwestecke des BGFAS, in der Nähe der Sporthalle an der Tasdorfer Straße gedeihen. Zitterpappeln sind bedürftig nach Licht - was wunderts da, dass "meine" fünf Zitterpappeln nach Süden freie Sicht haben. Der Baum soll eine Größe von 30 m erreichen. Die hier sind schon über 20 m hoch und werden wohl irgendwann die Höhe der 11-Geschosser erreichen. Wenn sie nicht vorher der Säge zum Opfer fallen.




















Die wechselständigen Blätter der Zitterpappel sind sehr grob gezähnt und fast rund. Die Zähne sind aber stumpf - ich würde sagen, dass dieses auch als grob gewellt bezeichnet werden könnte. Die Blattstiele sind etwa genauso lang wie die Spreite. Im Unterschied zu vielen anderen Blattstielen sind sie nicht in einer Ebene mit der Spreite abgeflacht oder rund, sondern 90° zur Spreite abgeflacht. Das führt dazu, dass sich die Blätter schon beim leisestem Lufthauch bewegen, welches ihnen den Namen gab. Wir kennen dazu das sprichwörtliche "Zittern wie Espenlaub". Durch diese Eigenschaft erhöht sich die Verdunstungsfähigkeit. Auch wir wedeln ja mit den Händen, wenn wir sie nach dem Waschen abtrocknen wollen und kein oder ein nicht sauberes Handtuch zur Verfügung steht. Populus tremula macht das allerdings nicht um die Blätter zu trocknen, sondern um die Saugleistung für Wasser zu erhöhnen. Wächst sie doch auf eher trockenen Böden.
Deutlich vor den Blättern erscheinen die auffälligen Kätzchen und erfreuen die ganze Umgebung mit einer Samenflut. nach dieser Leistung ist es verständlich, wenn die auffällig grünen männlich Kätzchen etwas schlaff am Baum hängen.

Die graue bis goldgraue Borke ist anfangs glatt und wirkt durch Korkwarzen quergestreift. Bei älteren Bäumen reißt sie dann längs auf und wird dunkel. Ich denke, auf den Fotos lässt sich das schön erkennen.







Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen