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Freitag, 10. April 2015

Juniperus x pfitzeriana - Grüner Breitwacholder (158)

Familie: CUPRESSACEAE
Gattung: Juniperus



Als "Neuzugang" in der Liste der Gehölze ein weiterer Wacholder. Eigentlich "der" Wacholder im BGFAS. Der treffend auch als Breitwacholder bezeichnete Hybride, ist breiter als hoch. Der oben abgebildete ist keine zwei Meter hoch. Seine Äste sind dabei regelrecht künstlerisch gebogen und verzweigt. Über zwei Jahre habe ich verzweifelt versucht aus eigener Kraft herauszufinden, wie dieser hier sehr häufig gepflanzte Bursche richtig heißt. Heraus bekommen habe ich es wieder einmal nur mit Hilfe der Freunde aus dem Baumforum. Die Blätter wachsen in der überwiegenden Mehrzahl schuppenförmig. Jungnadeln wachsen aber nadelförmig. Dort sind sie richtig spitz, hart und stechend. Nadeln und Beerenfrüchte riechen beim zerreiben stark nach Harz. Die Beeren sind nicht ganz Erbsen groß und bläulich gefärbt.



Mittwoch, 4. September 2013

Metasequoia glyptostroboides - Urweltmammutbaum (A1)

Familie: CUPRESSACEA
Gattung: Metasequoia


Der auch als Chinesisches Rotholz bezeichnete Baum eröffnet die lose Vorstellung von außerhalb des BGFAS, jedoch in Lichtenberg lebenden Bäumen. Sozusagen Außenexponate. Dazu dekretiere ich einfach Teile des Lichtenberger Grünlandes zu Bestandteilen des BGFAS. Der Urweltmammutbaum, welchen ich hier in Wort und Bild vorstelle, wächst im Lichtenberger Stadtpark. Dort ganz in der Nähe der kürzlich beseitigten Blutbuche. Der Stadtpark selbst, befindet sich in weniger als 500 m Entfernung vom BGFAS - von meiner Wohnung sind es keine 15 Minuten Fussweg bis zu Metasequoia. Der auch als Parkaue bekannte Ort, ist bereits seit etwa 1800 mit Bäumen bepflanzt worden.   Die ältesten dort wachsenden Bäume könnten also etwa 200 Jahre alt sein.


Für den Urweltmammutbaum trifft das keinesfalls zu. Die aus China stammende Art wurde nämlich erst vor etwa 70 Jahren entdeckt. Zuvor kannte man ihn lediglich als Fossil.

Der schöne Baum hat weiche, gegenständige Nadeln. Diese färben sich im Herbst kupferrot und fallen komplett mit den Kurztrieben ab. Sobald es soweit ist, werde ich mit aktuellen Fotos dazu aufwarten. 
Die Borke des Stammes von Metasequoia glyptosroboides ist graubraun, blättert aber ab und zeigt dabei die rötliche Rinde. Das Holz ist leicht und weich. 

An langen Stielen, stehen die schönen Zapfen. Deren Länge in trockenem, verholztem Zustand habe ich mit 30 mm, die Breite mit 25 mm vermessen.  Sie sind also fast kugelförmig. Die Zapfenschuppen stehen sich in etwa 2 Dutzend Exemplaren gegenüber. 




Montag, 31. Dezember 2012

Pinus sylvestris - Wald-Kiefer (121)


Familie: PINACEAE
Gattung: Pinus


Das hat mit der Wald-Kiefer gerade noch so geklappt. Der regional vorherrschende Nadelbaum kommt im FAS ebenso selten vor, wie der bedeutendste Laubbaum Fagus sylvatica - ein wenig kurios ist das schon. Zwei kleine Bäumchen habe ich bisher entdecken können, welche zu dieser bedeutenden Baumart in unserer Gegend gehören. Die Beiden leben dicht zusammen, gemeinsam mit Ulmus und Taxus. Auf dem Foto des Stammes können wir diese umschlungene Nähe erahnen. Womit wir gleich bei der Beschreibung sind. Pinus sylvestris hat eine rötliche Schuppenborke von welcher sich obere Teile wie Papier ablösen lassen. Beschreibungen in der Fachliteratur nennen daneben auch Platten- und Muschelborke - abhängig vom Alter. Die Nadeln stehen zu zweit in einer Nadelscheide und sind gedreht. Bei den an meinen Bäumen gemessenen Nadeln habe sie eine Länge von 6 - 7 cm. Vom Blattgrund, also dort wo sie am Zweig angewachsen sind, bis zur Spitze schaffen sie eine volle 360 Grad-Drehung. Ihre Farbe ist grün, mit einem Stich ins Blaue. Sie sind ganz leicht gezähnt. Das merkt man wenn man mit den Fingern in Richtung Blattgrund an ihnen herabfährt.






Die Zapfen sind bis zu 8 cm lang und messen 2/3 ihrer Länge in der Breite. Geöffnet sind ihre Zapfenschuppen weit zurückgebogen. Bei den frischen Zapfen, wie an einem "meiner" Exemplare haben die Schuppen pyramidenförmige Höcker, mit leicht nach innen gebogenen Seiten.

Sonntag, 23. Dezember 2012

Cuppressocyparis leylandii - Leyland-Zypresse (119)


Familie: CUPRESSACEAE
Gattung: Cupressocyparis


Ganz kurz vor dem Fest der Liebe, noch eine ganz große und vor allem wahre Liebesgeschichte. Cupressus macrocarpa (Monterey-Zypresse) und Chamaecyparis nootkatensis (Notka-Scheinzypresse) stammen beide aus Nordamerika. Kennen- und lieben gelernt haben sie sich allerdings in der der alten Welt, in Old England. Passenderweise im Park. Wie das eben so passiert. Man lebt jahrelang in der gleichen Stadt, lernt sich aber erst bei einer Reise in der Fremde kennen. Die Liebe blieb nicht nur platonisch. Curessocyparis leylandii ist die Folge der handgreiflichen Vereinigung der Liebesleute. Vor Rührung kommen mir da fast die Tränen und ich frage mich, warum hat man in Stechpalmenwald noch keinen Film aus dieser Lovestory gemacht? Ich kann da nur vermuten, dass Nadelbäume bei den Stechpalmen einfach keine Lobby haben.

Einige der Nachkommen, sozusagen Urenkel dieser Verbindung leben hier am Rande des FAS. Die Geburt dieses Beitrages, war eine sehr schwere, jedoch nicht schmerzhaft. Viele Freunde aus dem Baumforum trugen dazu bei, dass ich jetzt sage: "ja es ist eine Leyland-Zypresse".



Bislang haben mir alle im FAS auffindbaren Bäume dieser Art, mir die Herausgabe von Zapfen verweigert. Mit diesen wäre es nämlich erheblich leichter, eine Zuordnung zu treffen.



Donnerstag, 29. November 2012

Pinus ponderosa - Gelb-Kiefer + (116)


Familie: PINACEAE
Gattung: Pinus


Schon wieder eine Kiefer? Ja, so ist es. 3 1/2 Wochen den Wahlen in den USA ein Gast aus diesem nordamerikanischen Staat. Hier ist Pinus ponderosa der Staatsbaum von Montana - dort gewann übrigens Romney. Aber das nur am Rande. Die Gelb-Kiefer ist ein harter Typ. Schweres Holz, hart gegen Kälte und Hitze. Diese Bäume vertragen auch mal einen Waldbrand.

Die Nadeln des Baumes stehen im dreier-Pack und sind ziemlich lang. Die von mir gemessenen sind etwa 13 cm lang und sehr harzig, wenn man sie durchschneidet oder zerreibt. Der Habitus des Baumes zeigt uns eine kegelförmige Krone und etwa waagerecht, bis leicht aufwärts gerichtete Äste, welche die Zweige wie Kerzenleuchter tragen. In ihrer Heimat können sie auf ihrem geraden Stamm, eine Höhe von 70 m erreichen. Die Borke meines Baumes ist längsrissig gefurcht und lässt darunter eine rötliche Färbung sehen.
Sehr schön sind die knapp 10 cm langen und an der Basis bis 6 cm breiten Zapfen, dessen Schuppen sich in geschlossenem Zustand wie eine Spirale zur Spitze hin winden. An ihrem außen liegenden Ende, tragen die Schuppen scharfe Spitzen. Auch das trägt zu ihrem guten Aussehen bei. Auffällig an den auf dem Boden liegenden, herabgefallenen Zapfen, ist die fehlende Zapfenbasis. Sie wachsen nämlich in Gruppen direkt am Ast.

Nachtrag November 2013: den Baum gibt es leider nicht mehr. Er wurde bei einer großflächigen Vernichtungsaktion, neben anderen Bäumen gefällt.




Dienstag, 13. November 2012

Pinus cembra - Zirbel-Kiefer (114)


Familie: PINACEAE
Gattung: Pinus

Schon unsere vierte Kiefernart. Auch Arve genannt. Sie steht gleich am Eingang in das FAS-Arboretum und ist auch noch ziemlich klein, was wohl auch an den eher nicht optimalen Bedingungen liegt. Licht hat der lichtbedürftige Baum hier zwar genug, es fehlt jedoch die erforderliche Ruhe und saubere Luft. Jedenfalls können wir den Baum auch im November grün zeigen.









Pinus cembra kann etwa 25 m hoch werden und gehört damit zu den kleineren Nadelbäumen. Er ist jedoch ausgesprochen hart gegenüber dem Frost und wächst noch in 2 1/2 km Höhenlagen.
Erwachsene Bäume haben eine flache, schirmartige Krone. In ihrere Jugend sind sie, wie die Menschen noch schlank. Dann wirken sie wie ein Kegel mit sehr schmaler Krone. So wie es das Foto unseres Exemplares zeigt. Die, für Kiefern mittellangen Nadeln (ich habe sie hier mit 7,5 cm vermessen), stehen jeweils zu fünft und haben im Alter keine Nadelscheide. Im Querschnitt sind die Nadeln dreieckig, mit deutlich sichtbaren weißen Spaltbändern.
Die als Samen in den Zapfen enthaltenen Zirbelnüsse sind essbar und sollen schmackhaft sein. Ich konnte das nicht probieren, dafür ist mein Baum noch zu jung. Diese bilden sich erst mit etwa 50 Jahren. So fängt die Arve mit ihrer Geschlechtsreife in einem Alter an, in welchem es bei vielen Menschen mit der Fähigkeit der Fortpflanzung bereits aufhört. Übrigens ein interessanter Wortstamm: pflanzen. So spät reif zu sein, ist kein Problem für jemanden, der 1000 Jahre alt werden kann.
Die Borke des Stammes der Arve ist schuppig und dunkel.


























Wie wir am Hintergrund erkennen, ist das Foto nicht ganz aktuell. Es entstand bereits Ende September, als die Laubfärbung der Laubbäume gerade erst zaghaft begann.

Sonntag, 11. November 2012

Chamaecyparis lawsonia - Lawsons Scheinzypresse (50)

Familie: CUPRESSACEAE
Gattung: Chamaecyparis

Diesen Beitrag musste ich völlig neu schreiben. Denn was ich bisher als Chamaecyparis lawsonia angeboten habe, stimmte ganz offensichtlich nicht. Die gezeigten Bäume sind vermutlich nicht einmal Chamaecyparis. Mein Trost: die Botaniker des 19. Jahrhunderts hatten da auch ihre Probleme und ordneten die Bäume noch der Gattung Cupressus zu. Und die Nutka-Scheinzypresse (Xanthocyparis nootkatensis) sind erst vor 10 Jahren wieder aus der Gattung Chamescyparis heraus in die neu gebildete Gattung Xanthocyparis (gelbe Zypresse) hinein gekommen. Und das auf  der Grundlage molekular-genetischer Untersuchungen, nachdem in 1999 in Vietnam eine neue Baumart entdeckt wurde.
Scheinzypressen haben abgeflachte Zweige und zweierlei Blätter - Flächenblätter und Kantenblätter. Durch die Überdeckeung entsteht auf den flachen Seiten der Zweige von Lawsons Scheinzypresse ein weißes Kreuzmuster. Die Zweige der Scheinzypressen sind alle in einer Ebene angeordnet. Bei Lawsons Scheinzypresse ist das üblicherweise Palmwedel artig ausgeprägt. Wichtiges Kennzeichen von Chamaecyparis lawsonia soll sein, dass die Hauptäste abwärts gerichtet sind. Das habe ich beim Großen Bruder meines botanischen Gartens an den großen Bäumen auch deutlich sehen können. Bei den kleineren Gartenformen scheint das aber nicht so zu sein. Die männlichen Blütenzapfen haben ein schöne rote Farbe. Ein weiteres Erkennungsmerkmal für Chamaecyparis lawsonia sind die verholzten Zapfen. Sie sind rund, haben einen Durchmesser von etwa 8 - 10 mm und 6 - 10 Zapfenschuppen. Die Spitzen dieser Schuppen sind deutlich eingesenkt.
in ihrer nordamerikanischen Heimat werden die Bäume 600 Jahre alt und erreichen Höhen von deutlich über 50 m, womit sie die größte Art der Scheinzypressen sind. Wie so oft, lebt es sich in der Fremde nicht so gut. Hier in Europa erreichen die Bäume nur etwa die Hälfte der zu Hause erreichbaren Größe. Auf dem Foto eines Baumes sehen wir ein weiteres typischen Merkmal - den überhängenden Wipfeltrieb.





Freitag, 2. November 2012

Larix decidua - Europäische Lärche (113)

Familie: PINACEAE
Gattung: Larix

ich hatte schon befürchtet, im FAS finde ich keine Lärche, welche ja auch aktueller Baum des Jahres 2012 ist. Freund Herbst hat mir bei der Suche durch seine Initialisierung des Laubabwurfes geholfen. Dadurch habe ich ich jetzt mehr und tiefere Einblicke. Jedenfalls visueller Art. Auf dem Gelände der Kindereinrichtung in der Harnackstraße steht einer dieser sommergrünen Nadelbäume aus der Familie der Kieferngewächse. Larix wirft nämlich, im Gegensatz zu anderen Nadelbäumen, seine Blätter ab. Die etwa 2 - 3 cm langen Nadeln der Lärche sind weich und stehen an Kurztrieben in Büscheln. An den Langtrieben stehen sie spiralig. Vor dem Abwurf färben sie sich wie bei Laubbäumen. Auch mit Nadeln wirkt die Lärche licht und hell. Sie ist so etwas wie die Birke unter den Nadelbäumen.
Lärchen können eine Höhe von etwa 40 m erreichen.






Die Lärche hat als Nutzbaum Bedeutung durch ihr hartes Holz - unter den heimischen Nadelhölzern, hat es die größte Härte.  Die Möbelindustrie freut das, für mich hier ist es eher bedeutungslos.
Eigentlich wollte ich noch ein Foto mit Laubfärbung einstellen - bislang tat mir der Baum aber noch nicht den Gefallen sich zu verfärben.





Als Nachtrag nun der Baum mit Herbstfärbung. Allerdings bei trübem Wetter in der Dämmerung aufgenommen.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Pinus strobus - Weymouth-Kiefer (106)

Familie: PINACEAE
Gattung: Pinus



Nachdem wir bereits drei verschiedene Arten der Fichte zeigen können, haben wir jetzt auch die dritte Kiefer im Arboretum zu zeigen. Durch seine langen und biegsamen Nadeln ein sehr schöner und lichter Baum. Die Nadel stehen jeweils zu fünft in Büscheln.  Ihre Länge ist recht groß. Bei "meinem" Exemplar habe ich fast 10 cm gemessen. In der Literatur sind gar Längen bis 15 cm angegeben. Wenn man sie sie, von der Spitze in Richtung an welcher sie angewachsen sind, durch die Finger zieht, fühlt sich das rau an - was an der feinen Zähnung liegt.
Und noch etwas gelesenes: bis zu 80 Meter wird der Baum in seiner nordamerikanischen Heimat hoch. Dieser hier hat den zehnten Teil davon erreicht.
Die Zapfen sind ziemlich schlank, etwas gekrümmt und hängen.
Standort des Baumes ist fast wieder unser Ausgangspunkt. Er steht gegenüber des Spielplatzes vor meinem Haus.





Sonntag, 23. September 2012

Pinus mugo - Berg-Kiefer (102)

Familie: PINACEAE
Gattung: Pinus

wieder mal ein Nadelbaum. Uns auch als Latschen-Kiefer bekannt. Die Berg-Kiefer wächst an verschiedenen Stellen des Kiezes. Als Interviewpartner habe ich mir das schöne Exemplar gleich neben der bereits vorgestellten Fichte ausgewählt. Vorsorglich hängt diese auch einen Zweig über den großen Strauch der Kiefer. Welche selbstverständlich auch als Baum wächst und dabei bis zu 25 m hoch wird. Mein Pinus mugo hat nur 4 cm lange, steife Nadeln. Diese treten immer im Doppelpack und in kurze Nadelscheiden verpackt auf.
Ihre Zapfen trägt die Berg-Kiefer direkt am Zweig aufsitzend.

Der Name weist uns auf das ursprüngliche Verbreitungsgebiet hin - die Berge. Oberhalb der Baumgrenze sichert sie den Boden und schützt vor Erosion . Dabei lässt sich die Latsche auch nicht von Höhen über 2000 m abschrecken.



Donnerstag, 6. September 2012

Thuja occidentalis - Abendländischer Lebensbaum (96)

Familie: CUPRESSACEAE
Gattung: Thuja

























wir bleiben bei unserer Kirche und verlassen noch nicht die Nacktsamer und deren Nadelbumvertreter. In zwei Formen entdecken wir den Abendländischen Lebensbaum. Beschnitten als Hecke und als kleines Bäumchen vor deren Verheckung.
In botanischen Gärten habe ich den Baum schon mit 10 m Höhe gesehen, zumeist ist er mir allerdings nur kleinwüchsig bekannt geworden. Auffallend die sehr flachen und breiten Triebe. Auf der Oberseite sind die schuppenförmigen Blätter deutlich dunkler als unterseits.

Der größere Baum auf der rechten Seite befindet sich auf dem Spielplatz Albert-Hößler-Straße und misst immerhin mehr als 3 m in der Höhe.

Die verholzten Zapfen haben längliche Schuppen, welche von einem gemeinsamen Punkt ausgehen. Dadurch wirken die kleinen Zapfen (etwa 10 bis 12 mm) auf mich wie kleine verholzte Blumen.



































Dienstag, 4. September 2012

Picea omorika - Serbische Fichte (95)

Familie: PINACEAE
Gattung: Picea


Zapfen- und Nadel- Bild sind nicht im gleichen Maßstab.
neben der Stech-Fichte, siedelt ein weiterer Vertreter der Gattung Picea auf dem Kirchengelände. Es ist die serbische Fichte. Heimisch ist sie im Tara-Gebirge in Serbien. Die Omorika hat einen sehr schlanken Habitus, bei jungen Bäumen tritt dieses aber noch nicht so deutlich in Erscheinung. Habe ich gelesen. Dieses Exemplar jedenfalls, ist auch in der Jugend schon sehr schlank. Zugegebenermaßen nicht so stark ausgeprägt wie bei einem reifen Exemplar, welches genauso schlank bleibt jedoch die 4 - 5 mal so hoch ist. Dieser hier mißt erst so etwa 5 m. Wie wir sehen. ist er aber um die Hüften noch recht breit. Als ausgewachsener Baum kann er über 30 m hoch werden.
Im Dezember macht unsere kleine Omorika auch als Christbaum beleuchtet einen guten Eindruck.




Die durch mich gemessenen Nadeln sind um die 2 cm lang, fast 2 mm breit und haben einen flachen, rechteckigen Querschnitt. Besonders im vorderen Bereich der Zweige, sind die Nadeln auffällig nach vorne gerichtet. (Erstveröffentlichung am 4.9.2012)








Sonntag, 2. September 2012

Picea pungens - Stech-Fichte (94)

Familie: PINACEAE
Gattung: Picea

wir bleiben auf dem Gelände des Nadelbaum-Paradieses Mauritius-Kirche. Denn hier wachsen weitere Nadelbäume. So u.a. die bereits vorgestellte Lawsons-Scheinzypresse und Lebensbaum. Nur einige Meter neben der Douglasie steht ein etwa 6 Meter großer Vertreter der Gattung Picea. Das es sich dabei um Picea pungens handelt, passt gut! Denn Ulrich Hecker schreibt in seinem Buch "Bäume und Sträucher" das die Stech-Fichte häufiger mit der Douglasie vergesellschaftet ist. Womit selbstverständlich nicht das Vorkommen im Kiez, sondern in seiner nordamerikanischen Heimat gemeint ist
.
Die 20 bis 30 mm langen Nadeln sind deutlich 4 kantig, mit etwa quadratischem Querschnitt. Alle vier Seiten der Nadeln sehen etwa gleich aus. Das auf dem Foto weiße Streifen auf einer Seite erscheinen, ist ein Effekt des Blitzlichtes. In ihrer Form sind die Nadeln gebogen und laufen stechend spitz zu.



Freitag, 31. August 2012

Pseudotsuga menziesii - Douglasie (93)

Familie: PINACEAE
Gattung: Pseudotsuga
Pseudotsuga menziesii var. glauca (wird nur 40 m)
vorbei an den schrägen Typen durchqueren wir zügig den Spielplatz zu seinem nordwestliche Ende und stehen nun vor der Mauritiuskirche. Auf derem Gelände befinden sich einige interessante Bäume. Für uns von besonderem Wert, ist wegen ihrer Einzigartigkeit für den Kiez die hier stehend Douglasie. Auffällig an diesem aus Nordamerika zu uns gelangtem Nadelbaum, sind die interessanten Zapfen mit zwei völlig unterschiedlichen Schuppen. Kurze und runde Schuppen werden mittig überragt durch lange und schmale Schuppen mit drei Zipfeln. Das sieht sehr dekorativ aus. Wie bei der Fichte hängen diese an den Ästen.
Die weichen Nadeln sind etwas länger als bei der Fichte und duften beim Zerreiben fruchtig nach Orangen. Eine Douglasie wird in Europa, mit 50 bis 60 m etwas größer als unsere heimische Fichte.  In ihrere Heimat erreichen sie Höhen von mitunter mehr als 100 m. Lt. Wikipedia war der höchste bislang vermessene Baum eine Douglasie.  Sie war noch größer als die, für die größte Bäume geltenden Küstenmammutbäume. Mit 133 m maß die genannte Douglasie auch 3 m mehr, als die von einem Wissenschaftlerteam berechnete mögliche Maximalhöhe von Bäumen. Die Douglasie wird diese Berechnungen sicher nicht gekannt haben, zumal sie wohl mehr als 100 Jahre (1895) vor dieser Studie gefällt wurde. Aber mal ohne diesen Kalauer: interessant ist schon, dass theoretisch berechneter Wert und Praxismessung so nah beieinander liegen. Die Palme für die größte Höhe teilen, muss sich der Baum mit einem Laubbaum. Ein Eukalyptus rengans  wurde 1872 in Australien gefällt und mit 132 m vermessen (ich las auch 132,58 m). Andere Quellen geben der höchsten Douglasie "nur" 120 m. Wie dem auch sei. Die Douglasie gehört zum elitärem Kreis der +100 m Bäume. Auch der längste Baum Deutschlands ist ein Douglasie und misst 63 m.




Die Kiezdouglasie ist erheblich kleiner (diese Art wird sowieso nur 40 m) und zeigt auch nicht den kegelförmigen Habitus der Douglasien. Es sieht so aus, als hätte der Baum einmal seine Krone verloren. Vor der letzten Eiszeit, so ist nachzulesen, war Pseudotsuga auch in unseren Breiten heimisch. Heutzutage passt sie möglicherweise nicht so richtig in den hiesigen Naturkreislauf hinein, was von manch Naturschützer kritisiert wird. Dazu kann ich nur sagen: auch der Mensch und vor allem seine technischen Hilfsmittel der Fortbewegung passen da nicht hinein. Zudem sprechen wir hier von Bäumen und nicht von Fruchtfliegen. Will sagen, selbst die erste Generation der erst im 19.Jahrhundert nach Europa eingeführten Bäume, befindet sich erst im ersten Lebensdrittel. Warten wir also in aller Gelassenheit mal 500 Jahre ab und reden dann noch einmal darüber



Montag, 20. August 2012

Gruß aus dem Erzgebirge

am vergangenen Wochenende war ich zu Gast im Land der Fichte - dem Erzgebirge. Von dort einen Gruß einer großen und auch schön gewachsenen Fichte an meine Kiezfichte.

Keine der Superfichten aus der Brettelle. Aber in 1,30 m Höhe ebenfalls 3 m Durchmesser und reichlich 30 m hoch. Also in etwa wie die 11 geschossigen P2.


Mittwoch, 15. August 2012

Picea abies - Gemeine Fichte (86)

Familie: PINACEAE
Gattung: Picea

der Brotbaum der Forstwirtschaft. Fichten sind der Wirtschaftsbaum in Deutschland. Eine Fichte kann älter als 500 Jahre werden. Im Forst ist ihr Leben aber spätestens nach 100 Jahren zu Ende. Ihr "Pech" besteht darin, dass sie schnell wächst und bereits nach 80 - 100 Jahren so stark ist, das es ökonomisch lohnt sie zu fällen. Deshalb wurde und wird sie in großen Reinbeständen angepflanzt. So in Reih und Glied sieht das nicht nur unschön aus, sondern ist bei Befall mit Forstschädlingen tödlich für ganze Legionen von Fichten. Gemeint mit den Forstschädlingen sind hiermit nicht die Menschen, mit ihrem hohen Holzverbrauch oder der für die Natur schädlichen Industrie, sondern vor allem Käfer, welche als Teilnehmer im ökologische  Kreislauf des Waldes dabei Schäden an Bäumen hervorrufen.
Als Baum bietet die Fichte mit ihrem kegeligem Habitus und den hängenden Zweigen einen schönen Anblick, als Weihnachtsbaum wird "unter" ihm "oh Tannenbaum" gesungen. Im Gegensatz zur Tanne, hat die Fichte harte, spitze, stechende Nadeln. Wenn man eine Nadel abreißt, bleibt ein Stück Rinde des Zweiges an ihr hängen, während bei der Tanne die Nadeln mit einem ovalen Fuß auf dem Zweig aufsitzen und sich ohne Abreissung entfernen lassen. An den Fichten hängen die Zapfen, welche an Tannen aufrecht stehen und sich am Baum auflösen. Also wenn ich unter einer "Tanne" herabgefallene Zapfen finde ist diese Tanne wohl eine Fichte (oder Douglasie) - jedenfalls keine Tanne. Einig sind sich Tanne und Fichte darin, ihre Blätter auch im Winter zu behalten.
Eine Gemeine Fichte kann über 50 Meter hoch werden und einen Stammumfang von 5 Metern erreichen. Die vermutlich größe Fichte in Deutschland, steht im Kirnitzschtal in der Sächsischen Schweiz und ist bei über 5 Meter Stammdurchmesser etwa 60 Meter hoch. "Meine" größten Fichten befinden sich in der Brettelle bei Holzhau und sind mehr als 3 m im Umfang und immerhin 50 m hoch.





Die Fichten bei mir im Kiez können sich damit nicht messen. Da sie jedoch frei stehen, haben sie einen besonders schönen Habitus.
Außerdem sind sie noch jung (so etwa 25). Sie sind ca 10 m hoch und mit einem BHU von ca. 50 cm ausgesprochen schlank.




Montag, 23. Juli 2012

Tsuga canadensis - Kanadische Hemlock (67)

Familie: PINACEAE
Gattung: Tsuga


wieder mal ein Nadelbaum. Das auffälligsten Merkmal dieser Bäume sind die ungleich langen Nadeln. Lang? Was heißt hier lang! Eigentlich hätte ich unterschiedlich kurze Nadeln schreiben sollen. Sie sind nämlich nur zwischen 3 und 15 mm lang. Auf ihrer Oberseite sind die weichen Nadeln glänzend dunkelgrün - unterseits zeigen sie deutlich zwei weiße Spaltöffnungsbänder.
Auch der Habitus des Baumes ist ungleichmäßig. Die Krone ist zwar insgesamt Pyramidenförmig aber besonders am Wipfel stehen Triebe vor.
Tsuga canadensis ist langlebig. Er wird bis zu 1000 Jahre alt. Erste Zapfen erscheinen, an diesem Alter gemessen recht früh - nämlich nach 20 bis 40 Jahren. Wie die Nadeln, sind auch die Zapfen klein. Sie erreichen nur etwa 2 cm. Wie bei der Schwarzerle fallen sie erst im zweiten Jahr ab.
Eigentlich fast überflüssig zu erwähnen, dass der ganze Baum nicht zu den Riesen gehört. Mit 20 - 30 m, wächst er nur halb so hoch in den Himmel wie Tanne, Fichte, Kiefer oder Douglasie. Welche dafür aber nur halb so alt werden wie die "Kleinen" Eibe, Wacholder und Hemlock.






Im Kiez sind einige Kanadische Hemlock an der Ostseite des langen Blockes in der Schulze-Boysen Straße zu finden. Der erste und von mir ins Bild gesetzte steht gleich ganz vorn - mit Blick auf den Kaufhallenplatz.






Auf baumkunde.de steht geschrieben, dass der in seiner kanadischen Heimat eigentlich einstämmige Baum, in Europa oft zweistämmig auftritt. Man sieht es.


Dienstag, 19. Juni 2012

Juniperus communis - Gemeiner Wacholder (51)


Familie: CUPRESSACEAE
Gattung: Juniperus



Nachdem wir schon den chinesischen Wacholder gesehen haben, nun dessen gewöhnlichen Art. Nadelförmige, stechende Blätter, zu dritt in Wirteln stehend. Auf der Oberseite haben die Blätter ein grau-weißes Band.

Juniperus communis wächst als Baum und Strauch, dieser hier, direkt vor meiner Haustür ist ein wenig gärtnerisch geformt worden. 

Die Literatur wertet ihn als wirtschaftlich nicht besonders wertvoll. Naja - das ist Ansichtssache. Liebhaber eines guten Gin oder Steinhäger werden da widersprechen. Aus den Beeren des Wacholder entsteht nämlich das bekannte alkoholische Getränk. Als Gewürz finden wir Wacholderbeeren bei Wildgerichten.

Das Holz soll sehr gutes Schnitzholz sein. Der Baum wächst langsam und kann sehr alt werden - 600, 800 Jahre. Sehr alte Exemplare sollen sogar 2000 Jahre schaffen. Da hat "alt wie ein Baum" tiefe Bedeutung.

Abies squamata - Schuppenrindrige-Tanne (48)

Familie: PINACEAE
Gattung: Abies

das Bild zeigt deutlich, warum die Tanne als schuppenrindrig bezeichnet wird. Und ich komme mir vor wie in Asien. Denn was mir auffällt - überraschend viele, der im Kiez wachsenden Gehölze kommt aus China, Japan oder Korea.
Typisch Tanne: die bis 30 mm langen Nadeln sind weich und lassen sich unter Hinterlassung eines ovalen Fleckes entfernen, ohne Teile des Zweiges abzureißen. Die Nadeln sitzen nämlich mit einem Fuß auf diesem.



Montag, 18. Juni 2012

Taxus baccata - Gemeine Eibe (44)

Familie: TAXACEAE
Gattung: Taxus

Der einheimische Nadelbaum mit den weichen Nadeln. Diese Nadeln sind 2-3 cm lang und 2 mm breit. Eiben fallen uns durch ihre roten, runden Früchte auf. Die Borke ist braun und tief rissig, wirkt häufig wie abblätternd. Eiben werden sehr, sehr alt - bis über 1000 Jahre. Auch geschichtlich ist sie alt. Wikipedia vermerkt, dass Taxus baccata die älteste Baumart Europas ist. Das Holz der Eibe ist äußerst hart und wurde daher als Holz für Waffen genutzt - bereits in der Jungsteinzeit als Speer (wie übrigens auch das Holz der Esche). Nicht nur Robin Hood, auch Ötzi trug einen Bogen aus Eibenholz. Die berühmten englischen Langbogen bestanden aus Eibe. So führte schon frühzeitig das Kriegswesen zur Gefährdung der Natur durch Gefährdung der Bestände.
Was wir links auf dem Bild sehen un ein wenig wie Eicheln aussieht, sind die Samen der Eibe ohne den roten Fruchtmantel.



Vielen alten Kulturen war die Eibe heilig. Den Germanen galt er als Baum der Ewigkeit. Auch heute finden wir in häufig auf Friedhöfen. Ewig ist Natur bei Mitwirkung des Menschen nichts. In Deutschland steht die Eibe auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Was ihm nicht viel nutzt. Man lässt ihn nicht frei wachsen, sondern schneidet viel an ihm herum. Auch darum wohl als Zierstrauch aber sehr beliebt, weil der beschnittene Taxus immer wieder austreibt - ungewöhnlich für Nadelgehölze. Die Nadeln haben keine Harzkanäle, deshalb fehlt ihnen der aromatische Geruch, welcher entsteht wenn wir Nadeln von Fichte oder Tanne zerreiben.

Alles an der Eibe, mit Ausnahme der roten Fruchthülle ist sehr giftig.