Sonntag, 11. November 2012

Chamaecyparis lawsonia - Lawsons Scheinzypresse (50)

Familie: CUPRESSACEAE
Gattung: Chamaecyparis

Diesen Beitrag musste ich völlig neu schreiben. Denn was ich bisher als Chamaecyparis lawsonia angeboten habe, stimmte ganz offensichtlich nicht. Die gezeigten Bäume sind vermutlich nicht einmal Chamaecyparis. Mein Trost: die Botaniker des 19. Jahrhunderts hatten da auch ihre Probleme und ordneten die Bäume noch der Gattung Cupressus zu. Und die Nutka-Scheinzypresse (Xanthocyparis nootkatensis) sind erst vor 10 Jahren wieder aus der Gattung Chamescyparis heraus in die neu gebildete Gattung Xanthocyparis (gelbe Zypresse) hinein gekommen. Und das auf  der Grundlage molekular-genetischer Untersuchungen, nachdem in 1999 in Vietnam eine neue Baumart entdeckt wurde.
Scheinzypressen haben abgeflachte Zweige und zweierlei Blätter - Flächenblätter und Kantenblätter. Durch die Überdeckeung entsteht auf den flachen Seiten der Zweige von Lawsons Scheinzypresse ein weißes Kreuzmuster. Die Zweige der Scheinzypressen sind alle in einer Ebene angeordnet. Bei Lawsons Scheinzypresse ist das üblicherweise Palmwedel artig ausgeprägt. Wichtiges Kennzeichen von Chamaecyparis lawsonia soll sein, dass die Hauptäste abwärts gerichtet sind. Das habe ich beim Großen Bruder meines botanischen Gartens an den großen Bäumen auch deutlich sehen können. Bei den kleineren Gartenformen scheint das aber nicht so zu sein. Die männlichen Blütenzapfen haben ein schöne rote Farbe. Ein weiteres Erkennungsmerkmal für Chamaecyparis lawsonia sind die verholzten Zapfen. Sie sind rund, haben einen Durchmesser von etwa 8 - 10 mm und 6 - 10 Zapfenschuppen. Die Spitzen dieser Schuppen sind deutlich eingesenkt.
in ihrer nordamerikanischen Heimat werden die Bäume 600 Jahre alt und erreichen Höhen von deutlich über 50 m, womit sie die größte Art der Scheinzypressen sind. Wie so oft, lebt es sich in der Fremde nicht so gut. Hier in Europa erreichen die Bäume nur etwa die Hälfte der zu Hause erreichbaren Größe. Auf dem Foto eines Baumes sehen wir ein weiteres typischen Merkmal - den überhängenden Wipfeltrieb.





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