Mittwoch, 23. Januar 2013

Bäume im Winter - Pappel

Pappel? Welche denn? In diesem Beitrag spreche ich vor allem die Schwarz-Pappel und die Kanadische Pappel an. Erstgenannte wird es bei mir im Kiez in reiner Form vermutlich gar nicht geben. Aber was auf dieser Welt ist schon wirklich rein, irgendwie steckt in jedem Lebewesen unterschiedlichstes Genpotential.

Reisigbesen
Eistüte
Die Pappel zeigt sich auch im Winter als ein starker, in den Schultern breiter Baum. Seine Silhouette erinnert mich an eine Eistüte oder einen nach oben gerichteten Reisigbesen. Welches Erscheinungsbild überwiegt hängt davon ab, ob sich der Stamm schon sehr früh, oder erst später teilt. Häufig beginnt das schon sehr weit unten, in etwa 2 m Höhe oder gar darunter. In ihrer Winterkahlheit können Pappeln dann auch wie eine Weihnachtsdekoration wirken.  Hätten wir noch ein Blatt der Pappel zur Verfügung, könnte man auch sagen, dass der Habitus des Baumes einem auf den Stiel gestellten Blatt entspricht.
Erstaunlicherweise ist die Pappel sowohl schnellwüchsig als auch langlebig. Sie sind bei uns im FAS, trotz ihrer relativen Jugend schon zu ihrer Maximalhöhe gewachsen. Einige Exemplare sind 30 m hoch und messen am Stamm mehr als 3 m im Umfang. Das verweist auf eine eher negativ zu bewertendes Erkennungsmerkmal. Wegen ihrer Schnellwüchsigkeit, sind sie im Stadtgebiet die am stärksten beschnittenen Bäume. Wenn also ein Baum nur noch als ein Stamm mit Fragmenten von Ästen zu erkennen ist, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Pappel. 


Gepflanzt um schnell viel Grün und Schatten zu erhalten und von den undankbaren Menschen dafür mit Brutalschnitt "belohnt".
Aber weiter zur Winter-Erkennung. Die Borke der Pappeln ist längsrissig. Weiter oben am Baum, bzw. an noch nicht so starken Ästen, sind die erhabenen Stellen der aufgerissenen Borke noch glatt und enthalten rautenförmige Korkwarzen - so wie wir sie ganz charakteristisch von der Silber-Pappel kennen.

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