Mittwoch, 18. Juli 2012

Carpinus betulus - Hain-Buche (52)

Familie: BETULACEAE
Gattung: Carpinus

zuerst hatte ich sie nur als Heranwachsende gesehen. Nur etwa 1 m hoch. Ohne dass ich eine Idee hatte, wo diese herkommen könnten. Gestern habe ich die mutmaßlichen "Eltern" gefunden. Sie stehen unweit der Trauer-Weide. Was zu meiner Schande bedeutet, dass ich bereits mehrfach an ihnen vorbei gelaufen bin, ohne sie bewußt wahrgenommen zu haben.
Hain-Buchen fallen uns besonders durch ihre Blätter auf. Bis ins hohe Alter sieht man ihnen die Faltung an, in welcher sie in der Knospe steckten. Man bekommt Lust sie nur einfach mal so wieder zusammenzufalten. Die Blätter sind etwa bis zu einer Handbreite lang und stehen wechselständig. Ihr Rand ist doppelt gesägt. Ihre Blattnerven sind gerade, wie mit dem Lineal gezogen. 


Hain-Buchen gehören nicht zu den Buchengewächsen - auch wenn der Name dieses vorgibt. Wie Hasel und Erle ist die Hain-Buche vielmehr ein Birkengewächs.
Der Stamm bleibt wie bei Buchen bis in das hohe Alter der Bäume glatt, hat aber die Tendenz längs verlaufende Wülste zu bilden und sich zu verdrehen. Ein wenig kann man das bereits am eingestellten jungen Stamm erkennen. Diesen habe ich wieder mal, um Platz zu sparen gelegt. Hain-Buchen haben eine sehr hohe Regenerierungsfähigkeit und neigen stark zu Stockausschlägen. Uns Menschen verleitet das dazu, sie zu Hecken zu beschneiden.

Das Holz der Hain-Buche ist das schwerste und eines der härtesten einheimischen Holzarten. Einige Quellen sagen sogar, das härteste. Der Baum ist auf jeden Fall härter als die Eiche. Buche und Esche sind ähnlich hart. Darum wurde und wird Hainbuche besonders gern im technischen Bereich sozusagen als Metallersatz eingesetzt. Früher wurden die Spindeln von Öl- oder Druckerpressen aus Hainbuchenholz gefertigt. Auch im Musikinstrumentenbau (Klaviermechanik) beliebt.





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