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Sonntag, 8. Mai 2016

A100? Brauche ich nicht!

Irgendwo hier käme wohl die A100 aus der Tiefe.
Wenn der nunmehr 16. Bauabschnitt dieser Stadtautobahn, welcher bis nach Treptow führt, fertig gestellt wird, muss befürchtet werden, dass diese dann - so wie vorgesehen weiter gebaut wird. Sie soll nämlich bis zur Frankfurter Allee geführt werden. Wie der Senat auf seiner Seite mitteilt, entstehen dadurch "Voraussetzungen für eine höhere Lebensqualität und eine bessere wirtschaftliche Entwicklung in wichtigen Stadträumen". 


Und hier stände ich nach Fertigstellung unter der

Autobahn.
Hm, zu den wichtigen Stadträumen, scheint also Frankfurter Allee Süd mit seinen 10.000 Bewohnern nicht zu gehören. Zumindest entsteht bei mir starker Erklärungsbedarf, wie sich durch den Bau einer Autobahn, welche sich unmittelbar neben Wohnhäusern (so wie man liest in Höhe der 3./4. Etage der Häuser in der Wilhelm-Guddorf-Straße) entlang zieht, höhere Lebensqualität entsteht. Unmittelbar bedeutet hier auch wirklich unmittelbar. Die engsten Stellen zwischen Bahntrasse und den Wohnhäusern messen weniger als 50 m. Durch diese Enge soll dann die A100 verlaufen!


Mir ist außerdem nicht klar, wie die Vernichtung eines grünen Streifens mit ca. 200 - 300 Bäumen die Lebensqualität verbessern kann. Denn das kleine Wäldchen wird durch diesen Bau verschwinden. Damit im übrigen eine erst vor ca. 15 Jahren mit Fördermitteln entstandene Grüne Trasse wieder unterbrochen. Ich denke mal, die erst kürzlich entstandene Fitnessstrecke und der Spielplatz verschwinden gleich mit.

Unter den dann beseitigten Bäumen befände sich auch die gesamte Population von Castanea sativa des BGFAS. Aber wer interessiert sich schon für Bäume in der Stadt.


Hoffentlich zeigen Aktivitäten der Bürgerinitiative Wirkung und man lässt ab von diesem, aus meiner Sicht unsinnigem Projekt ab. Es kostet nicht nur viel Geld, sondern löste auch kein Verkehrsproblem. Wie soll das auch geschehen, indem man Verkehr verlagert, statt zu vermindern?


Im September wird in Berlin gewählt. Ich werde mir die Wahlaussagen auch in Bezug auf die A100 sehr genau ansehen.

Freitag, 8. April 2016

Clematis montana - Berg-Waldrebe (163)

Familie: RANUNCULACEAE
Gattung: Clematis

Vor einem unserer Hochhäuser entstand vor kurzem eine neue, verschließbare Fahrradbox. Die Konstruktion wird mit rankenden Pflanzen begrünt. Dafür wurde Berg-Waldrebe rund um die Box gepflanzt. 
Natürlich kommt Clematis montana im Himalaja vor, ergänzt also die große Gruppe der asiatischen Gehölze, welche hier im BGFAS leben. Die Blätter der sommergrünen Pflanze sind lang gestielt und dreizählig gefiedert. Wenn die Berg-Waldrebe Möglichkeiten findet, klettert sie bis in 7 m Höhe. 



Freitag, 4. März 2016

Auf unsrer Wiese stehet was ...


Ich habe mich nicht verschrieben. Es geht nicht, hat keine roten, sondern grüne Strümpfe. Und es klappert auch nicht lustig, nachdem es Frösche gefangen hat. Ich meine die Frühblüher welche die Wiesen jetzt bunt färben. Schon am vergangenen Sonnabend entdecke ich einige davon. Jetzt sind es eine ganze Menge - vor allem Krokusse. Trotz dieser Frühlingsboten, behalte ich im Blog noch das Winteroutfit. Es kann ja durchaus noch einmal Schnee kommen. 

An den schönen Blüten erfreue ich mich aber doch schon. 





Auch Forsythie und Mahonie beginnen ihre gelben Blüten zu entfalten. Dazu aber erst demnächst mehr.




Sonntag, 28. Februar 2016

Spieglein, Spieglein an der Wand ...

... wie ist die Wohnlage im Land. Erneut wird die Wohnlage für den Mietspiegel bewertet. Zuletzt erfolgte ja, auch für meine Wohnung die Höhereinstufung auf "mittlere" Wohnlage. Obwohl sich eigentlich nichts verändert hat. Was verwundert. Ein Kraftfahrzeug der Großserienproduktion wird üblicherweise mit der Zeit nicht im Wert gesteigert. Weil sich die Standards und Anforderungen erhöhen. Das ist hier nicht in Eichenfässern gelagerter Alkohol. Bei Mietwohnungen, gelten solche Kriterien offensichtlich nicht. Die Senatsverwaltung Für Stadtentwicklung und Umwelt (!) nennt folgende den Ausschlag gebende Kriterien:

- bauliche Verdichtung,
- Zustand des Straßenbildes,
- Grünflächenanteil,
- Einzelhandelsangebot,
- ÖPNV-Anbindung,
- Bebauung und Gebäudezustand,
- Gesamtbild,
- umliegendes Gewerbe und dadurch evtl. resultierende Beeinträchtigungen.


All diese Bedingungen haben sich nicht verbessert. Der Grünflächenanteil geht eher zurück, der ÖPNV wird von Jahr zu Jahr unzuverlässiger, aber teurer. Das Einzelhandelsangebot entwickelt sich in Richtung Uniformität. Der Aufzug im 11-Geschosser fährt weiterhin nur jede 3. Etage an. Je älter die Mieter werden, desto belastender wird das empfunden. Und das dritte Jahr in Folge teilt mir mein Vermieter mit, dass wir  ein halbes Jahr, durch Baumaßnahmen bedingten Lärm zu dulden hätten. Das sich meine Vermieter im Eingangssatz des Schreibens freut, uns das mitteilen zu können, ist zumindest ungeschickt formuliert. Erneut werde ich also damit rechnen müssen,nach einer Nachtschicht nicht schlafen zu können. Diese Beeinträchtigungen bezahlen wir durch eine erhöhte Miete.

Die genannte Senatsverwaltung weist zudem darauf hin, das die Verkehrslärmbelästigung allein kein Kriterium für die Wohnlageneinstufung ist. Wie gesagt, die Senatsverwaltung ist auch für Umwelt zuständig. Lärm und Luftqualität gehören zu dessen Ressort! Diese schätzt also ein, solche Kriterien sind geringer zu bewerten, als die aufgeführten anderen Kriterien. Darüber kann ich mich nur wundern und hoffen, dass Vernunft über die Schaffung von Voraussetzungen zur Mieterhöhung siegt. Die Werte der nächstgelegenen Meßstation (Frankfurter Allee) lagen 2015 bei Feinstaub und bei Stickoxiden häufiger als zulässig über den Grenzwerten. Die durchschnittlichen Werte für Stickstoffoxid lagen hier an 5 Tagen der vergangenen Woche über dem Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Die Station befindet sich ein Stück stadteinwärts, innerhalb der Umweltzone. Es gibt für mich keinen Grund anzunehmen, dass diese Werte bei mir vorm Haus, außerhalb der Umweltzone besser sind.  

Senatsverwaltung übernehmen Sie!

Mein Wohnblock an der Frankfurter Allee - Sonntag

Samstag, 30. Januar 2016

Lignographie

Den Begriff gibt es meines Wissens nicht, ich habe ihn für die Beitrag extra aus dem lateinischen Lignum (Baum) und dem griechischen γράφειν (zeichnen, aufzeichnen)gebildet. 

Der durch Schnee sichtbare Winter ist nämlich erst mal wieder vorbei und es herrschen eher frühlingshafte Wettererscheinungen. Ich habe das einfach genutzt, um mal einige, mir besonders schön erscheinenden Bäume mit dem Fotoapparat  aufzuzeichnen. Hier das Resultat.