Samstag, 5. Oktober 2013

gut aufgestellt - der Sonne entgegen

Für diejenigen, welche aus der Sonne Energie ziehen wollen und darum ein Photovoltaikanlage installieren möchten, gibt es Berechnungsformeln für die günstigste Aufstellung. Nicht nur auf die Richtung, sondern auch auf den Winkel kommt es an. Dabei ist darauf zu achten, dass sich Teile der Anlage nicht gegenseitig beschatten. Für unsere Breiten liegt der optimale Neigungswinkel um die 30 Grad - bei exakter Südausrichtung ist eine Toleranz von - 15 Grad bis + 25 Grad kein Problem. 
Unsere Bäume stellen das Optimum von Natur aus selbstständig ein und berücksichtigen dabei auch die örtlichen Gegebenheiten. Das müssen sie auch, können sie doch nicht vorher planen, an welcher Stelle sie wachsen werden. Denn das ist entweder Zufalls- oder Fremdbestimmt.
Ich habe mir dazu im BGFAS mal zwei Beispiele heraus gesucht. Direkt vorm Haus stehen auf dem Spielplatz zwei Linden. Diese bilden nicht nur eine gemeinsame Krone, sondern auch eine gemeinsame Solarfläche in Richtung Süden. Die beiden Bäume stehen in Ost -West Richtung zueinander und haben in Richtung Süden freie Sonnensicht. Die Blätter selbst sind so ausgerichtet, dass optimale Lichtausbeute über den ganzen Tag gewährleistet ist. 
Übrigens: Blatt ist an einem Baum nicht gleich Blatt. Es gibt Sonnenblätter und Schattenblätter. Denn auch wenn Bäume das Licht mögen - zuviel Sonne ist ebenfalls nicht gut, da gibt es Sonnenbrand und die Verdunstung (welche z.B. für den notwendigen Druck sorgt um Wasser-/Nährstoffnachschub aus den Wurzeln zu gewährleisten) wird zu hoch. Darum sind die Sonnenblätter kleiner und dicker als die Schattenblätter.
An einem solitär stehendem Baum, könnten wir eigentlich auch am Zustand der Blätter die Himmelsrichtung bestimmen.

















Schön ist auch das Beispiel der Viererkette von Pappeln hinter der Schulze-Boysen-Straße. Diese stehen zueinander in Nord - Südausrichtung. Der südlichste Baum würde also, bei gleichmäßigem Wuchs, die anderen Bäume abschatten. Das macht er aber nicht. Die Bäume bilden ebenfalls ein gemeinsame Krone - aber in Höhenstaffelung. Die Höhe der Bäume nimmt nach Norden hin zu.




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