Mittwoch, 31. Juli 2013

in der Zeitung gelesen ...


In unmittelbarer Nachbarschaft des BGFAS soll dieser Tage ein schöner alter Baum gefällt werden. Dabei handelte es sich um die große Blutbuche am Teich des Stadtparkes. Der Stammumfang des Baumes  beträgt reichlich 4 1/2 m. Sowohl Tiefbau- und Landschafts-planungsamt, als auch das Berliner Pflanzenschutzamt hatten Schäden am Baum festgestellt, welche die Standfestigkeit des Baumes nicht mehr gewährleisten.

Das gefällt mir selbstverständlich gar nicht, aber neben den Interessen des Baumes sind auch die Interessen der sich im Park aufhaltenden Menschen zu berücksichtigen. Trotzdem denke ich, wir setzen immer wieder falsche Prioritäten und kennen dabei nur ein entweder oder - als gäbe es nicht auch ein sowohl als auch. Ich meine, wenn man ernsthaft nach Möglichkeiten sucht, kann man solchen Baum erhalten und dennoch die Sicherheit gewährleisten. So z.B. dem Weg einen neuen, Baum fernen Verlauf geben und Warnschilder aufstellen.

Nach diesem Vorgehen weiter verfahren, stehen in absehbarer Zeit  nur noch sehr wenige Bäume am Teich. Und das werden dann nur die jungen und gesunden Bäume sein. Die Robinie neben der Blutbuche, die Ulme und die fast 6 m im Umfang messende Weide sind auch nicht mehr kerngesund und zeigen Schäden. 

Aus dem "soll gefällt werden" wurde am 1.8.2013 ein "wurde gefällt". Immerhin kostete es zwei Tage Arbeit, den Alten und Kranken zu beseitigen.

Ich freue mich, demnächst auch einmal über Neupflanzungen berichten zu können.



Zustand am 1.8.2013 - 13 Uhr
Zustand am 1.8.2013 - 17 Uhr


























Ich habe allerdings auch großes Verständnis für das zuständige Amt. Die Rechtsprechung zur Verkehrssicherungspflicht führt fast zwangsweise zu solchen Handlungen. Ich weiß nicht, inwiefern nebenstehend abgebildete Hinweisschilder eine Hilfe für A+B (Amt und Baum) darstellen können. Aufgenommen ebenfalls in Lichtenberg - am ehemaligen Friedhof Gotlindestraße, welcher demnächst im Blog noch eine Rolle spielen wird.

Als positiv empfinde ich es jedoch, dass überhaupt darüber im vorab informiert wurde. Und es kommt noch besser. Nach einer Information von Berliner Woche, soll es künftig sogar einen im Internet einsehbaren Katalog der Lichtenberger Straßenbäume geben. Das ist das Resultat eines Antrages der Lichtenberger Piraten. Aus diesem Katalog wird auch ersichtlich sein, welche Bäume gefällt werden sollen.

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