Dienstag, 5. Juni 2012

Warum denn das?

"Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah!" Goethes Wort gilt auch für die Beschäftigung mit der Natur und seinen Gewächsen. Gewiß, man kann und sollte dann und wann auch einmal in den botanischen Garten fahren. Für den "Hausgebrauch" und vor allem für uns selbst, genügt der Aufenthalt in der Natur unseres näheren Umfeldes. Gerade Berlin ist reich an größeren und kleineren Parks und Grünanlagen - eben eine grüne Stadt. Für den Ausfluss meiner laienhaften Beschäftigung mit Gehölzen in diesem Blog, habe ich meinen Kiez Frankfurter Allee Süd gewählt. Im Dreieck zwischen S-Bahnring im Westen, Frankfurter Allee im Norden und Buchberger Straße im Osten, schaue ich mich um nach "Bäumen wie Du und ich". Also den ganz normalen Bäumen in einem Wohngebiet, welche täglich gute Dinge für uns tun. Wobei -was ist schon ganz normal? Bei "normal" würde hier wohl hauptsächlich Buchen wachsen, ein wenig Sommer-Linde dazwischen in nassen Bachwiesen Schwarz-Erlen. Möglicherweise gäbe es auch Areale mit Eichen. Die Normalität im Kiez sieht so wie der gesamte Kiez, Bäume und Menschen sind aus aller Welt zusammen gekommen. Asien, Amerika, Europa und selbstverständlich auch Ureinwohner. Für die etwa 42,5 ha des Wohngebietes sind sie sind Klimaanlage, Windschutz, Sauerstoffproduzent und Luftreiniger. Dafür haben sie auf etwa 15 Prozent der Gesamtfläche Platz bekommen. Sie bieten Heimat und Wohnstätte für viele andere nützliche und notwendige Lebewesen.  Das Rauschen ihrer Blätter und ihr Anblick tun unserer Seele gut. Wenn man mag, kann man ihnen auch Probleme erzählen - Bäume können nämlich gut zuhören. Die Kiezbäume sind wohltuend normal. Wir wir Menschen auch, sind sie nicht immer gerade und groß - und dennoch jeder einzelne schön.
Das ist keine Wissenschaftsseite. Um alles ganz genau zu erfahren gibt es Bücher, das Internet (z.B. die Baumkunde Seite) oder eben den Besuch im botanischen Garten.


Denn - bei aller Begeisterung, ich bin kein Fachmann. So sind gewiss auch Fehler in der Bestimmung von Arten vorhanden. Deshalb freue ich mich selbstverständlich über Hinweise - auch auf grobe Fehler und sonstige Kritik. Auch Lob ärgert mich nicht wirklich. Ich weiß aber: viele werden die Seite gar nicht entdecken. Dem Entdecker macht sie vielleicht ein wenig Freude oder weckt gar das Interesse an eigener Beschäftigung mit der Natur, von welcher wir selbst auch ein Teil sind. Und im Vertrauen: kein sehr wichtiger Teil. 
Die Fotos stammen von mir. Ausnahmen bilden wiedergegebene Ansichtskarten, von welchen ich angebe von wem sie sind. Informationen sammle ich aus Büchern und dem Internet und vermenge sie mit eigenen Beobachtungen, Feststellungen und so nach und nach gebunkertem Wissen, von welchem man im Detail nicht mehr sagen kann, woher es kommt.

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