Freitag, 1. Februar 2013

Stabilitätskriterien



Das Wetter treibt es ganz schön wild. Innerhalb weniger Tage wechselten die Temperaturen von zweistelligen Frostgraden in den zweistelligen Wärmebereich. Am Morgen des 31.Januar blies dazu auch in Berlin ein heftiger Wind. Bis 90 Stundenkilometer schnell, fegte der Sturm aus südwestlicher Richtung durch die Stadt. Die Bäume im FAS haben diese günstige Gelegenheit genutzt, um einige trockene Äste und Zweige abzulegen. Ansonsten hat es den Bäumen nichts ausgemacht. Es ist ganz erstaunlich zu beobachten, wie stabil die Technik der Natur konstruiert ist. Die vertrockneten braunen Blätter an manchen Eichen sind trotz der stürmischen Verhältnisse an den Bäumen geblieben, ebenso die Früchte an Linden und Ahorn. Ganz einfach, weil die Bäume entschieden haben, dass es zum Abwurf noch nicht die richtige Zeit ist. 

Auch die vielen Vogelnester und Kobel der Eichhörnchen haben offensichtlich keinen Schaden genommen. Fest und stabil hängen sie zwischen den Ästen der Bäume. Im Gegensatz dazu, melden die Medien, dass der Wind am (neuen) Dach des Bahnhofs Ostkreuz Teile gelockert hatte. Diese fielen dann ab. Es gibt noch viel zu lernen. Bis dahin befassen wir uns damit, unter dem Label Baumschutz und begründet, als Gewährleistung  der Verkehrssicherungspflicht, an gesunden Bäumen, starke Äste abzusägen. In der Annahme, die Natur ist ähnlich fehlerhaft wie manche unserer Planungen und Bauausführungen.

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