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zwischen diesen Beiden ist der Stumpf des Gefällten zu erkennen |
Erst vor einer Woche wurde mit einer festlichen Veranstaltung in der Kiezspinne, das 40-jährige Jubiläum des Wohngebietes "Frankfurter Alle Süd" begangen. FAS das sind Menschen, Natur und Architektur. Auch im Blog habe ich darüber berichtet. Positives und weniger Gutes. Letzteres gibt es heute zu vermelden. Am 25.01.2013, weniger als eine Woche nach dem Festakt, wurde schon wieder ein Baum gefällt. Auf dem kleinen Spielplatz zwischen dem langen Haus an der Albert-Hößler-Straße und der Hermann-Gmeiner-Schule, war eine Linde das erste Baumopfer des Jahres. Sie hatte sich zu nah an den Häusern angesiedelt und war zudem das Wagnis eingegangen zu wachsen. Damit sorgte sie sicherlich für Abschattung in manchem Zimmer.
Daher nochmals eine eindringliche Warnung an alle Stadtbäume: sucht Euch Euren Standplatz nicht in der Nähe von Gebäuden und versucht das Wachstum derartig zu beschränken, dass ihr noch unterhalb der Fenster des Erdgeschosses bleibt! Sich nicht an diese Warnung zu halten, kann tödlich enden.
Sicherlich gab es "gute" Gründe diesen Baum zu fällen und eine amtliche Genehmigung dafür lag bestimmt ebenfalls vor. Über die Gründe (siehe oben) kann ich nur spekulieren. In diesem Fall wird es jedenfalls kaum um die Verkehrssicherungspflicht gegangen sein. Ich gebe jedoch trotz der guten Gründe folgendes zu bedenken:
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von ordentlichen Menschen zu einem schönen Stapel aufgeschichtet. Fein getrennt in Ast und Stamm. |
Homo sapiens (lat: der weise Mensch) hat vor etwa 40 Jahren in vollem Bewusstsein diesen Baum gepflanzt. Es war bekannt, dass er neben einem Wohnhaus steht, ebenso konnte man sich vorher darüber informieren, dass Bäume wachsen. Das er Schatten spendet, war vermutlich gar geplant. Lange Zeit haben sich nicht nur die hier lebenden Vögel über den Baum gefreut. Auch vielen Homo sapiens (weisen Menschen) im Haus nebenan, hat das frische Grün und der Gesang der im Baum sitzenden Vögel gefallen. Der Baum hätte ohne größeren Schaden zu verursachen noch weitere Jahre Leben können. Da er aber irgendwie störte, wurde er einfach, wie ein Gegenstand weggeräumt.
Da der Mensch weise ist, meine Bitte an meine Mitmenschen, seid weise und tolerant gegenüber den Bäumen. Sollte also wieder mal ein Baum zu dicht an einem Haus siedeln wollen, erklärt ihm geduldig die daraus erwachsenden Probleme. Damit schont ihr ein Baumleben und spart Euch den Kummer einen Baum sinnlos töten zu müssen. Und Kummer habt ihr doch dabei. Oder?
Wer meine pro Baum Position für übertrieben hält, möge das tun. Vielleicht aber dennoch einmal überlegen, ob ihm ein Fall bekannt ist, in welchem zu Gunsten eines Baumes entschieden wird. Überall wo ich hinschaue oder hinhöre entscheidet man gegen Bäume, zu Gunsten von Sachwerten oder Planungen für diese. Nicht nur bei Stuttgart 21. Einige Fälle im doppelten Sinn ihrer Bedeutung hatte ich auch schon im Blog genannt. Der Crataegus von Friedenau und die geplante Zufahrt zur neuen Kaisers-Halle sind solche Beispiele, bei welchen ich sicher bin, dass es bei gutem Willen auch mit den Bäumen gegangen wäre.
Wer meine pro Baum Position für übertrieben hält, möge das tun. Vielleicht aber dennoch einmal überlegen, ob ihm ein Fall bekannt ist, in welchem zu Gunsten eines Baumes entschieden wird. Überall wo ich hinschaue oder hinhöre entscheidet man gegen Bäume, zu Gunsten von Sachwerten oder Planungen für diese. Nicht nur bei Stuttgart 21. Einige Fälle im doppelten Sinn ihrer Bedeutung hatte ich auch schon im Blog genannt. Der Crataegus von Friedenau und die geplante Zufahrt zur neuen Kaisers-Halle sind solche Beispiele, bei welchen ich sicher bin, dass es bei gutem Willen auch mit den Bäumen gegangen wäre.