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Samstag, 15. März 2014

wieder mal Neues aus dem Kiez und von der Nachtigall

Ich warte zur Zeit gemeinsam mit den Pflanzen des BGFAS geduldig auf Regen und darauf, dass die Bäume Blätter treiben. Bei den Sträucher ist der Blattaustrieb schon mächtig vorangekommen. 


Im Bild sehen wir die Zufahrt. Rechts im Bild, die Überlebenden der Lauschgruppe
Zu den Neuigkeiten. Die Zufahrt von der Frankfurter Allee zum kleinen Einkaufszentrum aus KAISERS und ALDI bestehend, ist seit einigen Tagen fertig und benutzbar. Möge es den Märkten tatsächlich Umsatzgewinn bringen. 
Nebenbei ist damit für "clevere" Autofahrer eine neue Verbindung durch das Wohngebiet entstanden um "abzukürzen". 

In diesem Zusammenhang sehe ich auch die nun entstehen sollende Ampelanlage und die damit verbundene Umwandlung der Einmündung der Buchberger Straße in die Frankfurter Allee, in eine Kreuzung.  Berliner Woche  berichtete im Februar darüber. Ich will mich gar nicht darüber äußern, ob das wirklich ein Wunsch der Anwohner war, um Richtung Alex zu gelangen. 
An der Kreuzung sehe ich bislang immer nur den Durchgangsverkehr aus Richtung Ostkreuz über die Buchberger Straße nach Norden fahren. Regelwidrig. Dem würde nun durch eine Ampel eine Regel gegeben. Das ist in Ordnung. 

Ob es aber tatsächlich das Wohngebiet FAS entlastet? Der erwähnte Zeitungsartikel sagt, dass dieses dadurch geschehen soll. Da bin ich extrem skeptisch. Denn nach meinen Erfahrungen, ziehen solche bequemen Verkehrsregelungen Verkehr an und mindern ihn nicht. Da die Durchlässigkeit der Buchberger Straße dadurch nicht größer wird, wird es doch eher Kraftfahrer dazu verleiten, den Stau auf der Buchberger Straße durch das Wohngebiet zu umfahren. Im übrigen beseitigt die angedachte Lösung auch nicht das Nadelöhr der Brückendurchfahrt an der Pfarrstraße. 

Die Kosten für die Umgestaltung der Einmündung zu einer Kreuzung werden lt. dem verlinkten Artikel, zum großen Teil von einem Projektentwickler für einen Baumarkt an der Buchberger geschultert. Und hier bin ich endlich wieder bei der Natur und dem Frühling: Nachtigall ick hör dir trapsen. Denn durch die neue Verkehrslösung ist der Markt dann auch gut aus Richtung Alt-Friedrichsfelde erreichbar. Denn dann wird doch bestimmt auch das Linksabbiegen von der von der B1 in die Buchberger Straße zum Baumarkt möglich. Gelle? 

Samstag, 8. März 2014

Frühlingsboten - Blumen zum Frauentag

Wieder mal eine kleine Abweichung. Denn eigentlich ist der Blog ja den Gehölzen gewidmet und nicht den krautigen Pflanzen. Diese passen aber sehr wohl in einen botanischen Garten. Besonders im Frühling ist es auch ein freudiger Anblick, diese oft sehr farbenfrohen Vertreter der Flora zu entdecken.
Zudem macht es mir Freude, diesen Beitrag den Frauen zu widmen - ist doch heute internationaler Frauentag. Also meine Lieben, nehmt von mir einen kleinen Strauß von Frühlingsblumen entgegen.

Ich beginne mit den Krokussen. 

Familie: IRIDACEAE
Gattung: Crocus 

Krokusse sind Knollen-Geophyten, d.h. sie überwintern als Knollen unter der Erde. Ihre Blüten sind violett, gelb oder weiß. In ihrem Inneren sind drei Staubblätter verborgen, welche bei den von mir am 2.3. des Jahres abgelichteten Exemplaren kräftig dunkelgelb/orange leuchten. Das von uns zum Färben und Würzen von Speisen benutzte gelbe Safran ist im übrigen ein Krokus (Crocus sativus). Die schwertförmigen (IRIDACEAE=Schwerliliengewächse) Blätter der Pflanze weisen einen auffälligen weißen Mittelnerv auf - schön in der Draufsicht zu erkennen.





Die Nummer zwei in meinem Frauentagsstrauß ist (sinnbildlich) das Schneeglöckchen, denn pflücken darf ich es nicht, da es unter Naturschutz steht.

Familie: AMARYLLIDACEAE
Gattung: Galanthus


Galant überreiche ich also Galanthus (ein Kunstwort, zusammengesetzt aus den griechischen Worten für Milch und Blüte). Weiß wie Milch ist die Blüte. Diese hängt - eben wie ein Glöckchen. Unser einheimisches kleines Schneegglöckchen (Galanthus nivalis) trägt an der Außenseite der Blütenblätter einen auffälligen, bogenförmigen grünen Fleck. Die kleine Blume wird nur 20 cm hoch. Auch die Schneeglöckchen sind Geophyten. Allerdings überwintern sie nicht als Knolle, sondern als Zwiebel.  
Das Schneeglöckchen sieht anmutig aus, ist jedoch giftig. Als Narzissengewächs (AMARYLLIDACEAE)  gehören sie zur Ordnung der Spargelgewächse.
































Wenn es um den Frühling geht, dürfen selbstverständlich die Veilchen nicht fehlen. So füge ich dem kleinen Strauß noch das Duftveilchen (Viola odorata) hinzu. 

Familie: VIOLACEAE
Gattung: Viola


Mit den Veilchen haben wir auch die dritte Art der Geophyten, nämlich die Rhizom-Geophyten. Diese überwintern in einem Rhizom, was so etwas ähnliches wie ein Wurzel, aber eben keine solche, sondern ein Spossachsensystem ist. Das was wir bei Ingwer essen oder als Getränk aufbrühen ist z.B. ein Rhizom.
Das Duftveilchen wird sowohl zu Parfüm, als auch zu Medizin verarbeitet. Letzteres aber heutzutage wohl nur in der Naturmedizin. 
Bei Wikipedia ist viel zur Mythologie des Veilchens beschrieben. Wer mag, kann das dort nachlesen. 
Die Blüten sind violett. Im Gegensatz zu den beiden anderen Blumen, welche sich in unserem kleinen Frauentagsstraß befinden, sind die Blätter des Veilchens nicht lang und schmal, sondern eher rundlich. 























Eines hatte ich ganz vergessen, trage es aber gern nach: das Gänseblümchen (Bellis perennis).

Familie: ASTERACEAE
Gattung: Bellis

Auch das diese, wohl jedem von uns vertraute Pflanze ist mehrjährig und "entspringt" im Frühjahr einem Rhizom. Manche Wiese, auch hier im BGFAS ist übersät  von dieser schönen weißen Blume. Durch Wikipedia wurde ich darüber belehrt, dass das was ich bislang für eine Blüte hielt, eine Scheinblüte ist. Diese setzt sich aus über 100 einzelnen Blüten zusammen. Außen die weißen weiblichen Zungenblüten und innen die gelben, zwittrigen Röhrenblüten. Also "richtige männliche" Blüten gibt es hier offenbar nicht. Und trotzdem klappt es mit der Fortpflanzung.


Sonntag, 2. März 2014

Frühling, ja Du bist 's! Dich hab’ ich vernommen!

... so endet eines der schönsten Frühlingsgedichte, welches und Eduard Mörike schenkte. Inzwischen ist der Frühling schon nicht nur leiser Harfenton, welcher von fern zu hören ist. Mit deutlichen unterschiedlichen Grün-Tönen, aber auch in blau, rot und gelb macht sich die Jahreszeit der Liebe und des Erwachens der Natur laut und deutlich bemerkbar. Blind und taub, wer das nicht mitbekommt und ein Narr welcher nicht nach draußen geht, um das zu erleben.

Ich habe einige der Töne aus dem BGFAS im Bilde festgehalten.




 

Dienstag, 18. Februar 2014

Winter oder Frühling?

Wenn man aus dem Fenster schaut, glaubt man nicht, dass jetzt Winter ist. Das ist aber ein Eindruck, welchen man schon den gesamten Winter über vom Wetter vermittelt bekam. Der Winter dauerte in Berlin vom 20. Januar bis zum 30. Januar 2014. Mit Eis und dann auch Schnee. Diese Erinnerung ist inzwischen schon wieder verblasst. Im Moment sieht es so aus, als wäre es bereits Frühling. Dann und wann klingt es auch so, nämlich wenn die Vögel singen.



Ich eröffne mal den Frühling im BGFAS mit dem üblichen Verdächtigen. Der Silberahorn blüht bereits wieder in schöner roter Farbe und macht damit der gelb blühenden Zaubernuss Konkurrenz. 



Ich weiß,das ist von mir geschummelt: sowohl Silberahorn, als auch Zaubernuss sind Gäste und keine einheimischen Frühlingsboten. Da ich aber ebenfalls weiß, dass viele Menschen auf den Frühling mit großer Sehnsucht warten, ignoriere ich diesen Fakt einfach einmal. Zumal eben das Wetter wirklich wie im Frühling aussieht. Und - auch einige einheimische Sträucher entfalten schon Blätter aus den Knospen. 
Aber so völlig sicher sollten wir uns noch nicht fühlen - auch der März kann uns noch Überraschungen bieten.

Aber momentan erfreuen wir uns an dem schönen Anblick der roten Blüten vor dem strahlend blauen Himmel.






Nachtrag: Agenturen und Zeitungen berichteten gestern, dass der Deutsche Wetterdienst diesen Winter abgeschrieben hätte und ihn für beendet erklärte. Das erhärtet meinen Eindruck, dass die Prognosen um so genauer werden, desto länger der Vorhersagezeitraum ist. Das Klima in 40 Jahren kennen wir auf 0,2 Grad genau, das der Winter vorbei ist, können wir viele Wochen vorher sagen, aber das Wetter in drei Tagen ist ein Rätsel. Welches sicher auch mit besserer Bestimmtheit von Großwetterlagen, als Genauigkeit des überprüfbaren lokalem Wetters zusammenhängt
Das mit dem Winter lässt sich ja ebenfalls überprüfen.
Ich jedenfalls, warte mal sicherheitshalber noch den April ab, bevor die Winterklamotten weggepackt werden.(19.02. 00:55 Uhr)




Montag, 3. Februar 2014

Hamamelis mollis - Chinesische Zaubernuss (148)

Familie: HAMAMELIDACEAE
Gattung: Hamamelis


Manchmal muss ich im BGFAS nichts Neues entdecken, sondern es wird mir regelrecht vor die Nase gepflanzt. Zu Beginn dieses Jahres fiel mir direkt vor dem Eingang des Hochhauses Coppistraße 10/12 ein "blonder" Strauch auf, welcher offenbar neu dort ist. Der Ort liegt unmittelbar auf meinem Weg zum Bahnhof Nöldnerplatz, welcher immer Startpunkt meines Arbeitsweges und häufig Endpunkt des Heimweges ist. Wenigstens soweit es die Nahverkehrsmittel betrifft. 
Hamamelis mollis ist ebenso wie der bereits vorgestellte Winterjasmin ein ausgesprochener Frühblüher. Bereits Anfang Januar zeigte er seine, weit vor den Blättern erscheinden gelben Blüten. Auf mich wirken dies Blüten tatsächlich so, wie die von blonden Spielpuppen, mit starkem Haar. Der Eindruck wird dadurch verstärkt, dass die Blüten in Büscheln auftreten. Der Blütenkelch ist kräftig rot gefärbt.

Der kleine Strauch hat Trichterform. Den Part zu den Blättern werde ich, wenn sie sich zeigen nachtragen.